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Günther Förg
ausgestelltes Werk:
Das Auge hört
10 zweifarbige Lithografien vom Stein
Nr. 17 von 40 betitelten, signierten, datierten und nummerierten Exemplaren
Druck: Karl Imhof, München
edition x des Verlags Gernot v. Pape, München 1985
„Es ist mir überaus wichtig, Naivität zu
bewahren. Immer wieder in etwas reinzurutschen, aus einer Not eine Tugend
zu machen.
Freilich gibt es immer wieder Programme in der Kunst. Marinetti zum Beispiel,
oder die Postmoderne. Ich versuche, da genau entgegenzugehen. Ich meine,
wir haben uns Bense um den Kopf geknüppelt, und heute weiß
man auch, damit lockst du niemand mehr.“
Günther Förg, 1990
Zur Biografie:
Günter Förg, geboren 1952 in Füssen, lebt in Areuse, Schweiz.
Maler, Bildhauer, Fotograf, Grafiker. 1992-99 Professor an der Hochschule
für Gestaltung in Karlsruhe, ab 1999 Professor an der Kunstakademie
München. Begann 1973 mit grauen Bildern, in denen er die konzeptuell-abstrakte
Kunst, z. B. Palermos und Twomblys, aufgriff. Experimentierte ab 1976
mit neuen Trägermaterialien (Blei, Aluminium, Kupfer). Erarbeitete
eine eigene Farbskala und gab die konzeptuelle Reduktion zugunsten einer
hedonistischen Auffassung von Malerei auf. Ab 1978 Wandmalereien, zunächst
für Privaträume. 1982 erste fotografische Porträts, 1983
Fotografien der Casa Malaparte, Capri. Beschäftigung mit der Architektur
des „Rationalismo“ in Italien (großformatige Schwarzweiss-Architekturfotografien
seit Beginn der 80er Jahre). 1985 erste Skulpturen (Stelen). Intensive
Auseinandersetzung mit historischen Positionen der Abstraktion (Still,
Nay). 1990 Übergang zur Ölmalerei auf Leinwand. Seit den 1990er
Jahren erneut Einbeziehung figürlicher Elemente (Munch, Baselitz).
Auch Künstlerbücher, z. B. 1997 zu Ezra Pound. In thematisch
angelegten Serien verbindet Förg Fotografie, Malerei und Skulptur
zu komplexen Installationen, die sich mit Kunst und Architektur auseinandersetzen.
Großfotos, die architektonische Anlagen des Bauhauses oder faschistische
Architektur in menschenleerer Situation ablichten, werden mit Porträtfotos
oder gerahmten Spiegeln auf monochromen Farbwänden arrangiert. Andere
Installationen konfrontieren monochrome Wandmalereien und Bleibilder miteinander,
so dass sich Farbe mit Material in Spannung befindet.
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