Sie befinden sich hier: >programm >ausstellungen 2003  >städtische sammlung >günther förg

 

Günther Förg

ausgestelltes Werk:

Das Auge hört

10 zweifarbige Lithografien vom Stein
Nr. 17 von 40 betitelten, signierten, datierten und nummerierten Exemplaren
Druck: Karl Imhof, München
edition x des Verlags Gernot v. Pape, München 1985

„Es ist mir überaus wichtig, Naivität zu bewahren. Immer wieder in etwas reinzurutschen, aus einer Not eine Tugend zu machen.
Freilich gibt es immer wieder Programme in der Kunst. Marinetti zum Beispiel, oder die Postmoderne. Ich versuche, da genau entgegenzugehen. Ich meine, wir haben uns Bense um den Kopf geknüppelt, und heute weiß man auch, damit lockst du niemand mehr.“
Günther Förg, 1990

Zur Biografie:
Günter Förg, geboren 1952 in Füssen, lebt in Areuse, Schweiz. Maler, Bildhauer, Fotograf, Grafiker. 1992-99 Professor an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe, ab 1999 Professor an der Kunstakademie München. Begann 1973 mit grauen Bildern, in denen er die konzeptuell-abstrakte Kunst, z. B. Palermos und Twomblys, aufgriff. Experimentierte ab 1976 mit neuen Trägermaterialien (Blei, Aluminium, Kupfer). Erarbeitete eine eigene Farbskala und gab die konzeptuelle Reduktion zugunsten einer hedonistischen Auffassung von Malerei auf. Ab 1978 Wandmalereien, zunächst für Privaträume. 1982 erste fotografische Porträts, 1983 Fotografien der Casa Malaparte, Capri. Beschäftigung mit der Architektur des „Rationalismo“ in Italien (großformatige Schwarzweiss-Architekturfotografien seit Beginn der 80er Jahre). 1985 erste Skulpturen (Stelen). Intensive Auseinandersetzung mit historischen Positionen der Abstraktion (Still, Nay). 1990 Übergang zur Ölmalerei auf Leinwand. Seit den 1990er Jahren erneut Einbeziehung figürlicher Elemente (Munch, Baselitz). Auch Künstlerbücher, z. B. 1997 zu Ezra Pound. In thematisch angelegten Serien verbindet Förg Fotografie, Malerei und Skulptur zu komplexen Installationen, die sich mit Kunst und Architektur auseinandersetzen. Großfotos, die architektonische Anlagen des Bauhauses oder faschistische Architektur in menschenleerer Situation ablichten, werden mit Porträtfotos oder gerahmten Spiegeln auf monochromen Farbwänden arrangiert. Andere Installationen konfrontieren monochrome Wandmalereien und Bleibilder miteinander, so dass sich Farbe mit Material in Spannung befindet.

 
           
zurück
nach oben
home