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Winfred Gaul
ausgestelltes Werk:
Viaggio intorno al triangolo 1970-71
6 von 7 Serigrafien
Nr. 14 von 80 nummerierten und signierten Exemplaren
Druck: Studio Fano, Italien
Verlag: Segnapassi Pesaro, 1972
„Ich betrachte die Malerei als ein offenes System,
d. h. ich betrachte sie nicht unter dem Aspekt stilistischer Merkmale,
sondern unter dem Aspekt ihrer Materialien und deren operativer Verwendung.
Das Material ist mehr als ein konstituierender Faktor des Bildes, es ist
eigentlich sein Inhalt.
Mich fasziniert die Möglichkeit, mit geringsten Mitteln ein Bild
zu machen, daß eine Linie, ein Fleck, eine Farbspur genügen
können, um alles zu sagen.
Malen ist die permanente Reflexion des Malers über die Möglichkeit,
Malerei zu machen.“
Winfred Gaul
Zur Biografie:
Geboren 1928 in Düsseldorf. 1949–1950 Studium der Kunstgeschichte
und Germanistik an der Universität Köln. 1950–1953 Studium
an der Kunstakademie Stuttgart bei Willi Baumeister und Rolf Henninger;
Aufenthalt in Paris; Begegnung mit Jean-Pierre Wilhelm, Pierre Restany
und Julien Alvard. 1954 Aufenthalt in Neapel und Positano. 1955 Atelier
in Düsseldorf-Kaiserswerth; Aufenthalt in London. 1958 Preis des
Kulturkreises im Bundesverband der Deutschen Industrie. 1961 Aufenthalt
in Rom. 1962 Aufenthalt in New York. 1963 Veröffentlichung von ‚QUIBB-Manifest’
zusammen mit H. P. Alvermann und von ‚Fragebogen’ zum 30.
Jahrestag der Machtergreifung Hitlers. 1964 Villa-Romana-Preis für
Malerei, Florenz. 1964–1965 Gastdozentur an der Staatlichen Kunstschule
Bremen. 1965 Visiting Lecturer an der Bath Academy und am Regional College
of Art in Kingston upon Hull in England. 1967 Umzug nach Antwerpen (bleibt
bis 1969). 1973 Retrospektive im Westfälischen Kunstverein in Münster.
1978 Retrospektive (Druckgrafik) in der Kunsthalle Kiel. 1982 Retrospektive
(Zeichnungen) in der Pinacoteca e Musei Comunali in Macerata. 1984 Ernennung
zum Professor durch den Minister für Wissenschaft und Forschung des
Landes Nordrhein-Westfalen. 1987 erscheint sein Buch ‚Picasso und
die Beatles’. 1991 lebt und arbeitet in Düsseldorf-Kaiserswerth.
Ausgehend von ungegenständlicher Malerei und Poèmes Visibles,
erlangt Gaul ein Stadium totaler Reduktion, bis er sich 1961, nach der
Serie der weißen Bilder, einer plakativen Signalkunst zuwendet.
Er integriert daraufhin
überdimensionale Zeichenbilder in die urbane Landschaft. Nach geometrischen
Environments geht er ab 1974 zu einer Analytischen Malerei über und
unterzieht Material und Bildmittel einer rational-malerischen Analyse.
Neuere Arbeiten (Nymphéas, 1986) beziehen verstärkt künstlerische
Vorbilder in die Untersuchung des Malprozesses ein.
Zur Bibliografie:
- Winfred Gaul – Werkverzeichnis der Druckgraphiken
und Objekte, Werkkatalog der Kunsthalle zu Kiel und des Schleswig-Holsteinischen
Kunstvereins, Hrsg. Jens Christian Jensen, Kiel 1978
- Winfred Gaul – Arbeiten 1953–1961, Katalog
Galerie Hennemann, Hrsg. Manfred de la Motte, Bonn 1979
- Rolf Lauter, Winfred Gaul oder der Beginn der analytischen
Malerei – Werke aus den Jahren 1953–1961, Interview mit
Winfred Gaul in Düsseldorf-Kaiserswerth am 19.7.1986, Hrsg. Galleria
Peccolo, Livorno
- K. Ruhrberg, Winfred Gaul zum 60. Geburtstag, in: Kunst
Köln, 4, 1988
- L. Romain, J. Weichardt, W. Kemp, in: W. Kemp
(Hrsg.), Begegnung mit Winfred Gaul – Werkverzeichnis der Arbeiten
des Künstlers aus der Sammlung Ingrid und Willi Kemp, Düsseldorf
1989
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