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Rupprecht Geiger

ausgestellte Werke:

 

 
 

Vier Radierungen

1962
Nr. 13 von 22 signierten und nummerierten Exemplaren
Druck: Grafpresse München
Mappenwerkgestaltung und Schrift: Erwin Heerich, Düsseldorf 1980

 

 


 

Metapher Zahl

10 Serigrafien in Irisdruckleuchtfarben zu den Zahlen 0-9
10 visuelle Texte zu den Zahlen 0-9

  • 0 Helmut Heißenbüttel, BRD 1954
  • 1 Jiri Valoch, CSSR 1988
  • 2 Timm Ulrichs, BRD 1989
  • 3 Wolfgang Schmidt, BRD 1977
  • 4 Franz Mon, BRD 1988
  • 5 Emmett Williams, USA 1969
  • 6 Heinz Gappmayr, Österreich 1970
  • 7 Peter Downsbrough, USA 1988
  • 8 Eugen Gomringer, Bolivien 1988
  • 9 Gerhard Rühm, Österreich 1988

Text von Dr. Matthias Bleyl
Nr. 56 von 90 nummerierten und signierten Exemplaren
Edition Hoffmann, Friedberg 1985-1989

 

 






 

Rupprecht Geiger 85

4 Siebdrucke
85 nummerierte und signierte Exemplare
Druck: Hans-Peter Haas, Stuttgart
Verlag: Walter Storms, München

„... Ich stehe auf dem Standpunkt, daß Malerei primär eine Angelegenheit der Farbe ist, dass alles andere sich der Materie Farbe unterzuordnen hat. Ich bin davon überzeugt, dass Farben Formen entwickeln können. Es ist nicht umgekehrt: daß Formen vorausgehen müssen, um mittels Farben manifestiert, angefüllt zu werden. Die Farbe drängt – wenn sie richtig eingesetzt wurde, wenn sie in ihren Bezogenheiten zueinander gesetzmäßig entwickelt wurde – automatisch zu einer Form, einer jeweils ganz bestimmten Form.“
Rupprecht Geiger, Antworten, 1963

Zur Biografie:
Geboren 1908 in München, lebt Rupprecht Geiger bis heute dort. Er studierte zunächst Architektur in München und wandte sich erst nach dem Kriege der Malerei zu. 1949 Gründung der Gruppe ZEN 49 mit Willi Baumeister, Rolf Cavael, Gerhard Fietz, Willy Hempel, Brigitte Meier-Denninghoff und Fritz Winter. 1949-62 Tätigkeit als Architekt. 1965-76 Professor für Malerei an der Kunstakademie Düsseldorf. 1970 Mitglied der Hochschule der Künste, Berlin. 1983 Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, München. 1988 Kunstpreis Berlin. Unter dem Eindruck des Lichts in Russland und Griechenland entstehen erste, surreal wirkende Landschaften. Nach Kriegsende wendet sich Geiger der abstrakten Kunst zu. In Anlehnung an Kasimir Malewitsch sind seine Bilder aus einfachen geometrischen Formen und wenigen Farbkontrasten aufgebaut, wobei trapez- und hakenförmige Formate aufkommen. Geigers eigentliches Thema entwickelt sich jedoch ab 1952 mit der Vereinfachung der Formen zu Kreis und Oval sowie in Leuchtfarben monochrom modulierten Farbfeldern, vor allem in warmen und kalten Nuancen der Farbe Rot. In immer stärkeren Reduktionen konzentriert sich Geiger bis heute auf die Strahlkraft dieser Farbe, die er auch in Installationen, Künstler-Büchern und reicher Druckgrafik untersucht.

Zur Bibliografie:

  • Rolf Schmücking, Rupprecht Geiger. Werkverzeichnis der Grafik 1948-1964, Wolfsburg 1964, Texte Will Grohmann, Reinhold Koehler, Franz Roh, J. A. Thwaites
  • Monika Geiger, Werkverzeichnis der Druckgrafik 1948-1972, Düsseldorf 1972, Texte Klaus Honnef, Herbert Read
  • Helmut Heißenbüttel, Heißenbüttel für Rupprecht Geiger, Mappe der edition e, München 1982
  • Rupprecht Geiger, Hrsg. Peter-Klaus Schuster, München 1988, Texte Rolf-Gunter Dienst, Rupprecht Geiger, Eugen Gomringer, Helmut Heißenbüttel, Dieter Honisch, Max Imdahl, Peter-Klaus Schuster

    Eigene Schriften:

  • Text in: Extreme Kunst, Schaezlerpalais, Augsburg 1947
  • Brief an Helmut Heißenbüttel, 1 . Mai 1967, in: Rupprecht Geiger, Katalog Kestner-Gesellschaft, Hannover 1967
  • Tagebuch „Farbe ist Element“, Düsseldorf 1975
  • Die Idee, Das Konzept, Das Werk, in: Idee-Konzept-Werk, Akademie der Künste, Berlin 1977
  • Gedanken zur Farbe, in: Rupprecht Geiger – Gemälde und Zeichnungen, Katalog Städtische Galerie im Lenbachhaus. München 1978
 
           
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