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Peter Halley
ausgestelltes Werk
Nowhere / Elsewhere
1992
2 Serigrafien
Nr. 43 von 50 nummerierten und signierten Exemplaren
Edition Schellmann, München 1993
Ich habe Abstraktion niemals wirklich verstehen können.
Erst jetzt, da geometrische Kunst abgetan ist, kann sie beginnen, den
Einsatz des Geometrischen zu beschreiben.
Linearität wird Sprache.
Peter Halley
Zur Biografie:
Peter Halley, geboren 1953, lebt in New York. Amerikanischer Maler, der
bis 1975 an der Yale University, New Haven, anschließend bis 1978
an der University of New Orleans studierte. Beeinflusst vom Abstrakten
Expressionismus Barnett Newmans und Mark Rothkos praktiziert Halley eine
reine Farbfeldmalerei, die jedoch nicht auf meditative subjektive Bildraumerfahrung
abzielt, sondern die anonyme, aggressive Farbkommunikation des Großstadtlebens
widerspiegeln will, wie sie uns in Leuchtschriften und Firmenlogos begegnet.
Als Student las er Josef Albers’ Werk „Interaction of Color“,
das Halley während seiner gesamten Laufbahn beeinflussen sollte.
1973 fing Halley an, in seiner Kunst kommerzielle Materialien zu benutzen
und machte sich mit den Schriften von Robert Smithson vertraut.
1980 begann Halley, sich mit Pop-Themen und sozialen Fragen, den Themen
der New-Wave-Musik, auseinander zusetzen und benutzte sie als Anregung
für seine Kunst. Außerdem befasste er sich mit moderner Kunsttheorie.
Inspiriert von Jean Baudrillard’s Simulationstheorie, wurde Halley’s
eigene Philosophie zur Grundlage für den Neo-Geometric Conceptualism,
eine Begriff, der mit dem Werk von Halley, Ashley Bickerton und Jeff Koons
in Verbindung gebracht wird. Um 1990 fing Halley an, mehr mit der Farbe
zu experimentieren.
Halley malt Bilder, die eine unmittelbare und visuelle Wirkung haben.
Die Kompositionen erinnern an Newman, Mondrian und Albers. Halleys Werk
ist jedoch nicht abstrakt, sondern hat eine figürliche Grundlage.
Sein Ausgangspunkt ist die Vorstellung von Geometrie als einer gesellschaftlichen
Metapher. Die Elemente seiner Ikonographie sind rechteckige Zelleinheiten,
die mit linearen Teilen verbunden sind, die die individuellen Organismen
und Netzwerke moderner urbaner Existenz repräsentieren. Die Bilder
sind Darstellungen der sozialen Landschaft, der Isolation und Abhängigkeiten,
und dieses gesellschaftliche Thema greift auch auf sein Werk in anderen
Medien über.
Seine Arbeiten haben in ihrem realistischen Ansatz einen außerkünstlerischen
Inhalt. Seine Arbeit ist zugleich Kommentar-Kunst wie Kunst-Kommentar.
Gitter und Flächen sind einerseits geometrische Formen, andererseits
Hinweise auf Mauern und Gefängnis. |
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