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Julije Knifer

ausgestelltes Werk

Mäander

5 Graphitdrucke
Text von Zvonko Makovic
Nr. 10 von 40 nummerierten und signierten Exemplaren
Druck und Herausgeber: Edition Hoffmann, Friedberg 1985

Mappentext:

Zvonko Makovic
Fragen und Antworten

wenn
wirklich heute der 12. Mai ist
ich werde nicht versuchen Fragen zu stellen
aber ich werde die Antworten geben
nicht zu eigenen Fragen
noch zu Fragen der Anderen.

Antworten die keine Antworten sein werden,
wohl aber darum werden sie die idealen Antworten
auf die nicht gestellten Fragen.

beziehungsweise,
es werden die idealen Fragen auf die unmöglichen Antworten
beziehungsweise,
es werden die Fragen und die Antworten doch sie werden
weder das eine noch das andere sein,
deshalb aber sind sie, da sie weder das eine sind
noch anderes sein könnten, gerade dies was sie nicht sind.

(Ins Deutsche übertragen von A. Kostre)

„Ich habe bereits mein letztes, aber noch nicht mein erstes Bild gemalt.“
Julije Knifer

Zur Biografie:
Geboren 1924 in Osijek, Kroatien; 1951–1957 studierte er Malerei an der Kunstakademie in Zagreb; 1959–1966 Mitglied der „Gorgona-Gruppe“; seit 1973 lebt er in Zagreb, Tübingen, Nizza und Paris. Er stellte u. a. aus: 1961 bei der Galerie Denise René, Paris. 1966 Galerie für Moderne Kunst, Zagreb. 1989 FRAC Bourgogne, Art-Plus-Universität, Dijon. 1994 IFA-Galerie, Stuttgart; „Europa – Europa. Das Jahrhundert das Avantgarde in Mittel- und Ost-Europa“, Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik, Bonn. 1997 Ikona-Galerie, Salt Stack Room, Venedig.
Julije Knifer hat sein Werk in den früheren 60er Jahren begründet mit der Entscheidung, eine einzige formale Einheit zum ausschließlichen Inhalt eines bis in die Gegenwart dauernden Arbeitsprozesses zu bestimmen.
Diese Entscheidung setzt ein radikal künstlerisches Bewusstsein und eine Haltung voraus, die den „Einsatz des ganzen Lebens“ (Marcel Proust, Auf der Suche nach der verlorenen Zeit) erforderte und auch weiterhin erfordert. Dauer und Beharrlichkeit scheint dabei als Vorbedingung betrachtet zu werden, um das Kunstwerk nach seiner Herkunft und seinem Bestand zu fragen.

 
           
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