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Salvador Dalí – Das grafische Abenteuer
13. März – 30. Mai 2004

Ausstellungseröffnung: Freitag, 12. März, 20.30 Uhr

Städtische Galerie Erlangen
Palais Stutterheim, Marktplatz 1, und media.art.zentrum, Helmstraße 1, 91054 Erlangen
Tel. 0 91 31/86 25 33 (Galerie) und 86 27 35 (Sekretariat), Fax 86 21 17
E-Mail: galerie@stadt.erlangen.de
Öffnungszeiten: Di-Fr 10-18 Uhr, Sa+So 10-17 Uhr
Samstag, 17. April, und Samstag, 8. Mai: 10-22 Uhr
Sonntag, 16. Mai: 10-21 Uhr
Führungen: sonntags 15 Uhr; Samstag, 17. April und Samstag, 8. Mai: 12 Uhr

 

 
 

Zur Ausstellung
Salvador Dalí, geboren am 11. Mai 1904 in Figueras/Katalonien/Spanien, gestorben am 23. Januar 1989, wäre 2004 hundert Jahre alt geworden. Mit einer Reihe unterschiedlicher Ausstellungen wurde und wird der große spanische Künstler zu seinem runden Geburtstag geehrt.

Die Städtische Galerie Erlangen fokussiert den Blick auf einen klar umrissenen, paradoxerweise in seiner Gesamtheit zu wenig bekannten Ausschnitt aus Dalís Werk, die Druckgrafik, die in großen Zyklen, Mappenwerken und Büchern insbesondere zu Werken der Weltliteratur erschienen ist.
Schon früh hatte Dalí für sich entdeckt, dass die Druckgrafik einzigartige Möglichkeiten bot, viele Menschen mit seinen Ideen und seiner Kunst zu erreichen. Viele seiner Druckgrafiken gehören zu den meistverkauften, aber auch meistgefälschten Objekten des internationalen Kunstmarktes. Mittlerweile jedoch wurde das druckgrafische Werk Dalís systematisch katalogisiert. Die meisten Fälschungen wurden als solche erkannt und sind jetzt leicht zu identifizieren.

Im Mittelpunkt von Dalís Werk steht das Bemühen um die systematische Erkenntnis und Erschließung der Welten des Unbewussten, der Träume, der Wünsche, des Deliriums, der mystischen Visionen und letztlich der Selbsterkenntnis, auch und gerade im Überschreiten von gesellschaftlichen Normen. Zur Erweiterung seines Horizonts suchte Dalí dabei die Begegnung, Freundschaft und Zusammenarbeit mit Künstlern und Wissenschaftlern seiner Zeit wie mit den Schriftstellern André Breton und Federico García Lorca, dem Filmemacher Luis Buñuel und dem Vater der Psychoanalyse, Sigmund Freud.

 

 
 

Die Neugier auf die Welt und ihre Erscheinungen bestimmte auch sein Interesse an den großen Themen der Weltliteratur, der Kunst und der Kultur, wie sie in seinen druckgrafischen Zyklen zum Ausdruck kommt. So illustrierte er unter anderem die mittelalterliche Grals-Legende, Dantes „Göttliche Komödie“, Ronsards Sonette „Les Amours de Cassandre“, Rabelais’ Roman „Pantagruel“, Boccaccios „Decamerone“, Goethes „Faust“, Lewis Carrolls „Alice im Wunderland“ ebenso wie die Autobiografie des italienischen Bildhauers Benvenuto Cellini, Gedichte von Tristan Corbière und Casanovas Memoiren. Er schuf Variationen zu den „Caprichos“ von Goya und Lithografien zur Oper „Carmen“ nach dem Text von Prosper Mérimée. Seine Lithografien zu Cervantes’ großem Roman-Epos „Don Quijote“ wurden zu seinem wohl bekanntesten Zyklus.

Mit seinem druckgrafischen Werk reiht sich Dalí ein in die Riege der europäischen „Großkünstler“ in der Tradition von Dürer und seinen Holzschnitten, Rembrandt und seinen Radierungen, Picasso und seinen Lithografien. Seine druckgrafischen Werke entstanden nach aufwändigen Vorarbeiten. Er beschäftigte die besten Drucker seiner Zeit und erschloss mit seinen faszinierenden Experimenten bis weit über seine Zeit hinausreichendes Neuland.

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Rund 570 Exponate einschließlich der vielen von Dalí geschriebenen und illustrierten Originalbücher umfasst diese Schau, die einer der in Europa größten Sammlungen von Dalís Druckgrafik entstammt. Sie zeigt jeweils nur komplette Werke und bietet eine einzigartige Möglichkeit, Dalí neu und wieder zu entdecken.

Dazu werden im media.art.zentrum weitgehend unveröffentlichte Fotografien von Václav Chochola, Prag, und Werner Kohn, Bamberg, von Salvador Dalí gezeigt.

Zeitgleich findet im Stadtmuseum Erlangen die Ausstellung „Himmel und Hölle. Dantes Göttliche Komödie in der modernen Kunst“ statt. Die Städtische Galerie Erlangen liefert hierzu als Leihgabe aus ihrer Ausstellung den Dante-Zyklus von Salvador Dalí.

Zum 100. Geburtstag von Salvador Dalí am 11. Mai 2004 erscheint der Essay-Band
„Salvador Dalí – Facetten eines Jahrhundertkünstlers“ (Herausgeber: Städtische Galerie Erlangen).

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Zum Internationalen Museumstag am 16. Mai

Sonntag, 16. Mai, 10-21 Uhr
Sonderöffnungszeiten und freier Eintritt zur Ausstellung

Sonntag, 16. Mai, 15 Uhr
Führung durch die Ausstellung „Salvador Dalí – Das grafische Abenteuer“
Eintritt frei!

Sonntag, 16. Mai, 19 Uhr
„’Gott sein’ – Eine kosmogonische Tragödie in Tönen“
Vortrag von Adrian La Salvia mit Musikbeispielen aus der Oper „Etre Dieu“ von Salvador Dalí und Igor Wakhevitch
Eintritt frei!

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Die Jugendkunstschule in der Städtischen Galerie Erlangen

Samstag, 27. März
Dalí – ein Meister der Illusion und Phantasie
für Kinder ab 6 Jahren

Samstag, 24. April
Dalí – Workshop. Dalís Carmen-Bilder und die tragische spanische Liebesgeschichte der Oper „Carmen“
für Kinder ab 10 Jahren und Jugendliche

Samstag, 8. Mai
Dalí und der Ritter von der traurigen Gestalt
für Kinder ab 9 Jahren und Jugendliche

jeweils 10.00-16.30 Uhr
Städtische Galerie Erlangen, Palais Stutterheim, Marktplatz 1, Erlangen
Gebühr 7,50 Euro
Materialkostenzuschuss 5 Euro
Veranstalter: Jugendkunstschule Erlangen (Tel. 0 91 31/86 28 12)


Dalí – Kompakt
Facetten eines Jahrhundertkünstlers
Samstags-Symposien mit zwei Vorabenden
Freitag / Samstag, 16. / 17. April 2004 und Freitag / Samstag, 7. / 8. Mai 2004
Orangerie im Schlossgarten der Universität, media.art.zentrum und Kulturzentrum E-Werk, Erlangen

Hier Näheres zu den Symposien und den Referenten und Künstlern

 
   

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