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„etwas machen, das nur deshalb Kunst ist, weil es etwas anderes
nicht sein kann“
Teile, Fotos, Linien, Farben
24. April –29. Mai 2005
Eröffnung: Sonntag, 24.4.2005, 11 Uhr
Begrüßung: Lisa Puyplat, Leiterin der Städtischen Galerie
Erlangen
Petra Nacke liest aus den Werkbüchern des Künstlers
Zur Ausstellung
Selten wurde eine künstlerische Haltung so zu Ende gedacht
und befolgt wie hier: Seit 1998 nennt sich der Künstler, dessen Arbeit
aus den letzten drei Jahren die Städtische Galerie Erlangen jetzt
vorstellt, htmrbr. Das Pseudonym unterschlägt jeden zweiten Buchstaben
seines Namens. Darüber hinaus verzichtet er auf jegliche biografische
Angaben, um zu zeigen, dass es ihm nicht auf die Person, nicht auf ein
Ranking im Sinne von Bekanntheit und Ruhm, sondern allein auf das Werk
ankommt. Diese Radikalität seiner Haltung hat ihre Entsprechung in
der Radikalität seines Werkes.
Mit unterschiedlichen künstlerischen Mitteln - Skulptur, Fotografie,
Zeichnung und Installation - hat sich der Künstler immer wieder mit
Phänomenen der Gegenwart beschäftigt.
Die Städtische Galerie Erlangen zeigt jetzt Arbeiten - Teile, Fotos,
Linien, Farben - aus den letzten drei Jahren. Der Titel der Ausstellung
„etwas machen, das nur deshalb Kunst ist, weil es etwas anderes
nicht sein kann“ ist eine Notiz aus den Werkbüchern des Künstlers,
in denen er seit 1964 sein Schaffen reflektiert, Werkideen festhält
und Prinzipielles zur Kunst formuliert.
Die Städtische Galerie Erlangen hat das Werk dieses Künstlers
in der Vergangenheit bereits in zwei Ausstellungen präsentiert. 1987
stand eine erste große Werkübersicht unter dem Titel „Nichts
geht ohne eine Vision davon“, 1998 wurde das Projekt „Bauhaus
- eine Abrechnung“ vorgestellt. Zu beiden Ausstellungen erschienen
Katalogbücher.
Der Künstler gehört zu den bedeutendsten deutschen Konzeptkünstlern.
„Kompromisslos sucht er die Freiheit des Kunstmachens gegen Beliebigkeit
gefeit zu machen. Anfänglich waren es selbstgesetzte Herstellungsregeln,
die für Verbindlichkeit bürgten. Der Prozess des Machens ist
dabei unabdingbarer Bestandteil und bleibt im Ergebnis ablesbar“,
hieß es anlässlich der großen Übersichtsausstellung
über seine Arbeiten aus Papier, welche die Staatliche Kunsthalle
Karlsruhe im letzten Jahr zeigte.
Die Werkgruppe der „Entscheidungen“, kleinformatige Form-
und Farbfindungen, die mit dem Jahr 2004 in Erlangen z. B. komplett belegt
sind, spitzen „den Arbeitsprozess zwischen Denken und Machen auf
die Nahtstelle zwischen präzisem Konzept und lapidarer Realisierung“
zu. Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion zwischen Hirnforschern
und Philosophen ist die in ihnen erfahrbare Gratwanderung zwischen Unbewusstem
und entschiedenem Erfassen von besonderer Brisanz.
Die Werke des Künstlers waren bisher in weit über 50 Einzelausstellungen
zu sehen. Sie befinden sich in vielen großen öffentlichen und
privaten Sammlungen. Zuletzt wurden Werkgruppen und Einzelarbeiten von
der Sammlung Frieder Burda in Baden-Baden und von der Staatlichen Kunsthalle
Karlsruhe erworben.
Zur Ausstellung erscheint das Buch:
htmrbr
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aus der Produktion 2004
Format 28 x 22 cm, 80 Seiten, 134 Farbabbildungen, Werkbuchnotizen, €
20,- zzgl. Versand
zu bestellen per E-Mail hier
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