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Kultureller Holocaust, 1995
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Gerhard
Vormwald – Malerei, Zeichnung, Fotografie, Installation
Vincent Voillat – Video
„Das Medium ist ein Medium ist ein Medium“
19. Februar – 27. März 2005
Eröffnung: Freitag, 18.2.2005, 19 Uhr
Begrüßung: Lisa Puyplat, Leiterin der Städtischen Galerie
Erlangen
Einführung: Heinz-Norbert Jocks, Düsseldorf
Zur Ausstellung
Die Wechselbeziehungen zwischen den Künsten waren und sind ein Schwerpunktthema
der Städtischen Galerie Erlangen. Dies spielt auch im Jahresprogramm
2005 eine wichtige Rolle. Den Anfang macht eine von dem Publizisten und
Experten für künstlerische Grenzüberschreitungen Heinz-Norbert
Jocks („Kunstforum International“) kuratierte Ausstellung:
Was passiert, wenn einer, da er sich nicht festlegen will, spielerisch
zwischen den Medien agiert? Was hat das eine Medium, was das andere nicht
hat? Wie greifen die unterschiedlichen Medien ineinander? Wo setzen sie
sich voneinander ab? Wo berühren sie sich? Fragen, denen die Ausstellung
„Das Medium ist ein Medium ist ein Medium“ nachspürt.
Präsentiert werden zwei Künstler, Gerhard Vormwald & Vincent
Voillat, beide in Frankreich lebend, die ihre eigene Welt mit Hilfe verschiedener
Medien kreieren oder beleuchten.
Gerhard Vormwald, der in Düsseldorf
an der Fachhochschule im Bereich Design Fotografie / Interdisziplinäre
Bildfindung lehrt, ist dabei derjenige, der die unterschiedlichsten Medien
nutzt, um von den standardisierten Bildern abweichende visuelle Welten
beispielsweise durch Bildpaarungen entstehen zu lassen. Er entfacht immer
neue Kontroversen zwischen kunstgeschichtlichen Zitaten und ganz trivialen
Motiven. Das Schöne findet ebenso Einlass wie das Hässliche,
Exotische, das Abseitige oder An-den-Rand-Gedrängte. Scheinbar unkombinierbare
Bilder gehen unerwartete Liaisons ein. Den Rahmen des Realen sprengend,
evozieren sie Poetisches und Narratives, das sich der platten Erklärbarkeit
entzieht. Wenn sich Vormwald als Fotograf auf die ihn umgebende Welt einlässt,
indem er die ihr abgerungenen Bilder aus ihren gewohnten Zusammenhängen
reißt und neue erfindet, so dass sie den Sinn im Sinne der Eindeutigkeit
verlieren und ihre Optik erweitern, so wird er als Maler wie als Zeichner
zu einem sich an dem Realen nur noch vage anlehnenden Bildfiktionär
aus dem Geist des Surrealismus. Als auf dem Land lebender Installationskünstler
sucht er dazu nicht zuletzt auch den Dialog mit den Materialien der Natur.
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Communausme, 2004 (Video-Still)

For you and me, 2000 (Video-Still)

Random Fiction, 2002
(Video-Still)
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Ganz anders der in Paris lebende Videokünstler Vincent
Voillat, der, wenn er zeichnet, Konkretes in Abstraktion überführt.
Seine Videos umkreisen immer wieder das Thema der Liebe auf eigensinnige
Weise. Mal zeigt er einen Jungen, der auf jemanden wartet, der nicht kommt,
bei ganz alltäglichen Verrichtungen wie Essen. Mal dokumentiert er
die virtuelle Kommunikation in den Chaträumen. Er hört zu, wie
sich die Menschen dort nicht nur über ihre Liebesgeschichten und
Wünsche, sondern auch über Architektur austauschen. Er konfrontiert
das virtuelle mit dem realen Leben, das dann doch nur in Form eines Chansons
erlebbar ist. Das Medium erweist sich dabei als Katalysator von Gefühlen.
In dieser Ausstellung geht es weniger um den Dialog
zwischen den Künstlern als um die Medien als Ausdrucksverstärker
individueller Welten, die in dieser Ausstellung ihre je eigene Selbstständigkeit
behalten.
Städtische Galerie Erlangen
Palais Stutterheim
Marktplatz 1, 91054 Erlangen
Tel. 0 91 31/86 25 33 und 86 27 35, Fax 86 21 17
Öffnungszeiten 10. bis 13. Juni: Do 10-19, Fr 10-21, Sa 10-19, So
10-18 Uhr
sonstige Öffnungszeiten: Di-Fr 10-18, Sa/So 10-17 Uhr
Führungen: sonntags 15 Uhr |
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