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Die Städtische Sammlung
Erlangen – Überblicke V
Josef Albers – Interaction of Color
Kleine Galerie, 10. Februar – 4. März 2007
Ausstellungseröffnung: 9. Februar 2007, 19 Uhr
Zur Ausstellung
Josef Albers’ Mappenwerk “Interaction of Color” gleicht
einer Bibel für das Medium Farbe, das heißt, sie ist für
das Farb-Sehen und -Erleben grundlegend. Es ist die seit Goethe wohl bedeutendste
Farblehre. Die deutsche Ausgabe des Mappenwerkes erschien 1973 im Josef
Keller Verlag Starnberg in einer Auflage von 1000 Exemplaren. Für
ihre Vorbereitung und Herstellung benötigte Josef Albers zusammen
mit dem Verleger rund drei Jahre. Das Mappenwerk besteht aus 119 Serigrafien
in 63 Doppelseiten und 33 Offset-Reproduktionen in 17 Doppelseiten, neben
einem Textband und einem Kommentar.
Albers Farbenlehre ist keine Theorie im klassischen Sinne, sondern eine
Anleitung zum produktiven Sehen. Sie entstand im und durch den Unterricht
mit seinen Studenten.
Albers untersucht in diesem Werk die Wechselbeziehungen der Farbe. In
ihrer Exaktheit bieten die von Albers gewonnenen Recherchen eine Relativitätstheorie
der visuellen Wahrnehmung und damit einen grundlegenden Beitrag für
die Erforschung visueller Information und Kommunikation.
Das Mappenwerk wurde 1984 von der Städtischen Sammlung Erlangen erworben.
Josef Albers, geboren 1888 in Bottrop, gestorben 1976 in New Haven, bis
zu dessen Schließung 1933 Lehrer am Bauhaus in Weimar und Dessau,
nach seiner Emigration in die USA Lehrer am Black Mountain College und
an der Yale University, war nicht nur einer der herausragenden Protagonisten
der Moderne, wie kaum ein anderer Künstler hatte er nachhaltigen
Einfluss auf die Entwicklung der amerikanischen Malerei und damit auch
der europäischen Kunst der Gegenwart. Kurator dieser Ausstellung
ist Karl Manfred Fischer, der das Werk in seiner Zeit als Leiter der Städtischen
Sammlung Erlangen erwarb.
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