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Walter Schels – Noch mal leben vor dem Tod
Fotografien
ein Ausstellungsprojekt über das Sterben

24. Januar – 15. März 2009

Eröffnung der Ausstellung Freitag, 23. Januar 2009, 19 Uhr
Begrüßung
Dr. Elisabeth Preuß, Bürgermeisterin der Stadt Erlangen
Dr. Herbert Kurz, Leiter des Kultur- und Freizeitamtes Erlangen
Dr. Brigitte Hoffmann, 1. Vorsitzende des Hospiz Vereins Erlangen e.V.
Einführung
Beate Lakotta und Walter Schels

Zur Ausstellung
Kaum etwas bewegt uns so sehr wie die Begegnung mit dem Tod. Doch kaum etwas geschieht heute so verborgen wie das Sterben. Herausgelöst aus Familie und Alltag sind Tod und Sterben zu tabuisierten Erfahrungen unserer Gesellschaft geworden. Der Fotograf Walter Schels und die Journalistin Beate Lakotta baten unheilbar Kranke, sie in ihren letzten Tagen und Wochen begleiten zu dürfen. Aus diesen Begegnungen entstanden einfühlsame Porträts von Menschen, die ihrem Tod sehr nahe sind.
Die großformatigen Schwarz-Weiß-Fotografien entstanden kurze Zeit vor und unmittelbar nach dem Tod der Porträtierten. Die Ausstellung berichtet von den Erfahrungen, Ängsten und Hoffnungen der Sterbenden und lässt sie noch einmal zu Wort kommen.
Die meisten der sechsundzwanzig Porträtierten haben ihre letzte Zeit in einem Hospiz verbracht. Hospize sind Lebensorte für Sterbende. Sie bieten Schwerstkranken die Möglichkeit, ihr Lebensende so schmerzfrei und bewusst wie möglich zu verbringen. Wer hier einzieht, weiß, dass er nicht in seine Wohnung zurückkehren wird. Er weiß, dass er Abschied nehmen muss und dass er nicht mehr viel Zeit hat, seine persönlichen Dinge zu regeln. Nur eine kurze Spanne bleibt, um Bilanz zu ziehen, Frieden mit sich und anderen zu machen, sich mit dem Tod zu befassen und mit der Frage nach dem Danach. Und doch ist hier kaum ein Mensch ohne Hoffnung: auf einige Tage mehr, auf ein Sterben in Würde oder darauf, dass der Tod nicht das Ende von allem sein möge.
Über ein Jahr arbeiteten Walter Schels und Beate Lakotta für diese Ausstellung in der dichten, auf das Wesentliche konzentrierten Atmosphäre der Hospize.
Alle Porträtierten waren mit der Veröffentlichung einverstanden.

Walter Schels
geboren 1936 in Landshut, arbeitete als Schaufensterdekorateur in Barcelona, Kanada und Genf. 1966 ging er nach New York, um Fotograf zu werden.
1970 kehrte er nach Deutschland zurück und arbeitete erfolgreich für Illustrierte, Modemagazine und Werbung. Ab 1975 fotografierte Schels über viele Jahre für die Zeitschrift „Eltern“ Reportagen über Geburten. Seit er die wenige Augenblicke alten Kinder porträtierte, hat ihn die Beschäftigung mit Gesichtern nicht losgelassen.
Bekannt wurde Walter Schels mit seinen Charakterstudien von Künstlern und Politikern, von Prominenten der Kultur- und Geisteswelt, aber auch mit seinen Tieraufnahmen.

Mitglied der Freien Akademie der Künste, Hamburg
Ehrenmitglied des Bundes Freier Fotodesigner (BFF)
Hasselblad Master 2005
Buchveröffentlichungen und Ausstellungen im In- und Ausland.

Beate Lakotta
geboren 1965 in Kassel, studierte Germanistik und Politikwissenschaft in Heidelberg. Seit 1999 ist sie Redakteurin im Wissenschaftsressort des „Spiegel“ und veröffentlichte dort zahlreiche Reportagen aus verschiedenen Bereichen der Medizin. Schwerpunkte: Ethik, Neurowissenschaften, Psychologie.

Auszeichnungen für „Noch mal leben"
Hansel-Mieth-Preis für engagierte Reportagen
Ehrenpreis für Künstler der Bundesarbeitsgemeinschaft Hospiz
Deutscher Sozialpreis
World Press Photo
Lead Award
Art Directors Club
Deutscher Fotobuchpreis

Buch zur Ausstellung
Beate Lakotta/Walter Schels, Noch mal leben vor dem Tod. Wenn Menschen sterben. 223 Seiten, Duotone-Abbildungen, DVA, München, 39,90 Euro, ISBN 3-241-05837-7

Hörbuch
Noch mal leben vor dem Tod. Wenn Menschen sterben. Gelesen von Matthias Brandt und Beate Lakotta, 2 Audio-CDs, Roof Music, 24,90 Euro, ISBN 3-936186-98-7

Begleitend zur Ausstellung gibt es ein umfangreiches Programm, das Sie hier als PDF herunterladen können.


 
 

Städtische Galerie Erlangen
im Museumswinkel
Luitpoldstraße 47, 91052 Erlangen (Post: Gebbertstraße 1)
Tel. 0 91 31/86 25 33 (Galerie) und 86 27 35 (Geschäftszimmer), Fax 86 21 17
Öffnungszeiten: Di–Fr 11–19, Sa/So 11–18 Uhr
Eintritt Euro 5,-, erm. Euro 3,-

Führungen: sonntags 15-18 Uhr oder nach Vereinbarung durch Mitglieder des Hospiz Vereins
Erlangen e.V.

 

 
   

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