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Stefanie Bürkle - Window
of the World
27. September bis 16. Oktober 2003
media.art.zentrum
Helmstraße 1, 91054 Erlangen
Ausstellungseröffnung: Freitag, 26. September, 19.30
Uhr
Begrüßung und Einführung: Lisa Puyplat, Leiterin Städtische
Galerie Erlangen
Die Künstlerin ist anwesend.
Finissage mit einer Dia-Schau von Thomas May und Christoph Haupt: Donnerstag,
16. Oktober, 19 Uhr
Öffnungszeiten: Di-Fr 14-18 Uhr, Sa+So 14-17 Uhr
Finissage
s.u.
Appartementhäuser ragen hinter dem Kölner Dom
in den Himmel und vom Taj Mahal bis nach Angkor Wat sind es nur wenige
Minuten Fußweg. Die Anlage, die das möglich macht, heißt
Fenster zur Welt "Window of the World" und liegt in Shenzhen.
Der Themenpark "Window of the World" begeistert jährlich
viele Hunderttausende. "Window of the World" verhält sich
zur Stadt Shenzhen, dieser jungen chinesischen Metropole in der Sonderwirtschaftszone
von Guangdong, wie eine Blaupause. Auf mehreren Quadratkilometern findet
man hier die Welt als Nachbildung in unterschiedlichen Maßstäben.
Der Eiffelturm 1:3, der Kölner Dom 1:15 und Manhattan liegt im Maßstab
1:50 hinter Afrika.
Die Fotos und Lichtkästen von Stefanie Bürkle in dieser Ausstellung
der Städtischen Galerie Erlangen verzaubern und verwirren zugleich.
In den Zeiten der bildbearbeitenden und bildverarbeitenden Allmacht der
Computer-generierten Fotografie steht man überrascht vor den sich
überlagernden Zeit- und Raumschichten. Im "Fenster zur Welt"
verwischen sich die europäischen Vorstellungen von Original und Fälschung,
von Replikat und Imitation. Hier stehen die Bauwerke aus zwei Jahrtausenden
nebeneinander im fotografischen Original, nichts ist hinzu addiert, nur
der Blick befremdet.
Lässt man sich auf das Verwirrspiel ein, so kommt man vielleicht
auf den Gedanken: Nicht die Bauwerke im "Window of the World"
sind die Nachbildungen, sondern ihre viel zu großen, viel zu schmuddeligen,
viel zu schlecht in Szene gesetzten Vorbilder in all den westlichen Ländern,
in die die allermeisten der über 50 Millionen chinesischen Besucher
des Parks "Window of the World" niemals reisen werden.
Im media.art.zentrum kann man sich wie Millionen Chinesen vor "Venedig"
fotografieren lassen und das Foto gleich mit nach Hause nehmen.
Eine Ausstellung der Städtischen Galerie Erlangen
im Rahmen der Shenzhen Kulturwochen 2003.
Finissage der Ausstellung
Window of the World
Donnerstag, 16. Oktober 2003, 19 Uhr
Lichtbilder aus Shenzhen
Eine Dia-Show von und mit Thomas May und Christoph Haupt, Nürnberg
media.art.zentrum, Helmstraße 1, Erlangen
Zu den Shenzhen-Kulturwochen, die in diesen Tagen in der
Region Nürnberg mit modernem chinesischen Tanz, Musik und Ausstellungen
durchgeführt werden, gibt die Städtische Galerie Erlangen im
media.art.zentrum jungen Künstlern die Gelegenheit, ihre persönliche
Sicht auf die Partnerstadt Nürnbergs quasi als Kommentar zum offiziellen
Bild zu schildern. So hat die Berlinerin Stefanie Bürkle den Besucher
mit auf einen erstaunlichen Trip in den Bildungs- und Erlebnispark „Window
of the World“ genommen, in dem die Chinesen die Welt zu sich holen
und in dem nur höchst selten europäische Besucher gesehen werden.
Zur Finissage dieser Ausstellung präsentieren die beiden Nürnberger
Künstler Thomas May (Jahrgang 1971) und Christoph Haupt (Jahrgang
1961) einschließlich eines kleinen chinesischen Büffets ihre
„Licht-Bilder aus Shenzhen“. Die beiden Künstler hielten
sich 2001 beziehungsweise 2002 jeweils für drei Monate in der chinesischen
Stadt im Rahmen eines Künstleraustausches der Partner-Region Nürnberg,
Fürth, Erlangen auf. Ihre unterhaltsame Dia-Show ist keinesfalls
eine objektive Berichterstattung, sondern zeigt zwei unterschiedlichste
Sichtweisen zweier Künstler auf eine Stadt, die sie in drei Monaten
lieben gelernt haben.
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