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Josef Albers

Werke in der Städtischen Sammlung Erlangen

Biografie
Geboren 1888 in Bottrop, gestorben 1976 in New Haven/Connecticut. Deutsch-amerikanischer Maler und Designer. Nach einer akademischen Ausbildung in Berlin, Essen und München studierte er am Bauhaus, an das ihn Walter Gropius später als Lehrer berief. Albers' frühes Werk schließt Glasbilder, Möbel und abstrakte Gemälde ein. 1933 emigrierte er in die USA, wo er einen neuen, freien abstrakten Stil entwickelte.
Als Lehrer am Black Mountain College in North Carolina (1933-49) und an der Yale University Connecticut (1950-59) hatte er großen Einfluss auf die junge amerikanischen Malerei, vor allem auf die Vertreter der Op-art. 1983 wurde das Josef-Albers-Museum in Bottrop eröffnet, das zahlreiche Werke und Dokumente zu seinem Leben und Werk besitzt.
Ihn interessierte insbesondere das Problem der Farbe, was sich in seiner berühmten Folge „Homage to the Square“ „Huldigung an das Quadrat“ (ab 1949) manifestiert. Hier exemplifizierte Albers die Wechselwirkungen der Farbe an der Form des Quadrates in einer Vielzahl von Variationen. Er demonstrierte an einer einfachen Komposition aus drei oder vier Quadraten auf einer vertikalen Symmetrieachse die Subtilität und Flexibilität der Farbwahrnehmung.

Bibliografie (ab 1980):
Wulf Herzogenrath, Josef Albers und der „Vorkurs“ am Bauhaus 1919-1933, Wallraf-Richartz-Jahrbuch Bd. 41, Köln 1979/80
Nicholas Fox Weber, The Drawings of Josef Albers, New Haven, Conn. und London 1984
Neal Benezro, The Murals and Sculpture of Josef Albers, New York und London 1985
Franz Josef von der Grinten/Friedhelm Mennekes, Josef Albers, in: Abstraktion – Kontemplation. Auseinandersetzung mit einem Thema der Gegenwartskunst, Stuttgart 1987, S. 39-52
Evelyne-Dorothé Allemand, Josef Albers (1888-1976), Katalog Musée des Beaux Arts, Tourcoing 1988
Dorothee Bauerle (Hrsg.), Josef Albers zum 100. Geburtstag, Katalog Ulmer Museum, Ulm 1988

Eigene Schriften:
Interaction of Color, New Haven, Connecticut 1963; dt. Grundlegung einer Didaktik des Sehens, Köln 1970, vollst. dt. Ausgabe Starnberg 1972

Stand: 7.10.2003