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Miguel Berrocal

Werke in der Städtischen Sammlung Erlangen

Biografie
Geboren 1933 in Villanueva de Algaidas/Malaga. Lebt heute in Negrar bei Verona. Er studierte in Madrid an der Akademie der Schönen Künste, der Schule für grafische Kunst sowie an der Fakultät für exakte Wissenschaften.
Er hat seine Entwicklung als Bildhauer in künstlerischer Nähe zu seinem Landsmann Chillida begonnen, mit geschweißten Eisenkonstruktionen. Er gab jedoch die abstrakte Skulptur schon bald auf und konzentrierte seine ästhetische Suche seit Ende der 50er Jahre auf einige grundlegende Themen: männliche und weibliche Torsi, Figuren und Köpfe, liegende anthropomorphe Formen und Tiere. Bisweilen sind sie bis an den Rand der Abstraktion geführt, der Mensch und das Leben bleiben aber stets gegenwärtig. Das unverwechselbare und faszinierende Erkennungsmerkmal seiner Kunst ist die Zerlegbarkeit der plastischen Form. Berrocal hat ihr Inneres durchdacht und es für den Betrachter sichtbar und erfahrbar gemacht. Er bietet einen in der Kunstgeschichte einzigartigen Einblick in die versteckte Komposition im Inneren der Plastik und macht den Betrachter zum Handelnden, indem er ihn zum Spiel auffordert. Durch das Zerlegen und Zusammenfügen nach einem exakten Bauplan kann er den Schöpfungsprozess des Kunstwerks mit eigenen Händen nachvollziehen.

Bibliografie / Ausstellungen (Auswahl)
Berrocal Skulpturen, Museum Ulm, Ausstellungskatalog, Ulm 1987

Einzelausstellungen
„Miguel Berrocal – Die vierte Dimension der Plastik, Die Galerie, Frankfurt 2003

Gruppenausstellungen
Biennale Venedig 1954/64
„Bronzen aus den Jahren 1960 bis heute“, Galerie Artforum, Hannover 1999
„Perspektiven 2“, M-ART Galerie, Hamburg 2000

Stand: 9.10.2005

 
           
 
Ausstellungen der Städtischen Sammlung Erlangen:
überblicke IV
überblicke V