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Harry Bertoia

Skulptur No. 6

1958
Eisen geschweißt
Größe: 27 x 17 x 15 cm
Erworben 1966

Biografie
Geboren 1915 in San Lorenzo/Italien. Gestorben 1978. 1930 verlässt Bertoia Italien, um am Institute of Technology of Detroit Bildhauerei zu studieren. 1937–43 Studium und Lehrauftrag an der Cranbrook Academy of Art in Bloomingfield Hills/Michigan. 1943 zog er nach Kalifornien, um Charles und Ray Eames bei der Entwicklung von Stühlen zu helfen, dabei entwickelte er eine Technologie zur Verformung von schichtverleimtem Sperrholz. Seit 1947 schuf er fragile, geschweißte und gelötete Konstruktionen aus Stäben, Draht und Platten in geometrischen und organischen Formen, wobei ihn vor allem Raumhaltigkeit und Balance interessierten. Eng damit verbunden sind die Möbel-Entwürfe zum Beispiel der innovativen Drahtstühle, die er 1951 für die Möbelfirma Knoll entwarf und deren finanzieller Erfolg ihm erlaubte, sich später ausschließlich der Bildhauerei zu widmen. Ab 1953 waren seine Werke meist als großformatige Auftragsarbeiten in Baukomplexe, etwa als Schirmwände, integriert. In den 60er und 70er Jahren wandte sich Bertoia auch Klangskulpturen ("Sonambients") zu, Verbindungen aus Metallstücken, -stäben, -röhren oder Draht, mit denen er musikalische Sequenzen erzeugte. Als Bildhauer gründet er seine architektonischen Interessen auf die Form und auf das
Metall. Er gilt als einer der modernsten Designer von Stühlen der 50er Jahre. Die Aufmerksamkeit für die Details und das Raumgefühl spiegeln perfekt die ästhetischen Vorstellungen seiner Architektur wider.

Bibliografie (Auswahl)
Nelson, June: Harry Bertoia, Printmaker, Detroit 1988
Rosberg, Gary: The World of Bertoia, New York 2003

Stand: 6.10.2005

 
           
 
Ausstellungen der Städtischen Sammlung Erlangen:
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