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Marinus Boezem
Werke in der Städtischen Sammlung Erlangen
Biografie
Geboren 1934 in Leerdam, Niederlande. 1963 entdeckt er Luft als Material
für skulpturale Arbeiten. Boezems Arbeiten konzentrieren sich im
weitesten Sinn auf das Motiv „Luft“, er bezieht sich auf Wind,
Atem, Ventilatoren, das Fliegen, die Schwerkraft, das Wetter usw.
War in der zweiten Hälfte der sechziger Jahre mit Jan Dibbets und
Ger van Elk einer der wichtigsten Vertreter der Konzeptkunst und Arte
Povera in den Niederlanden. Als ein „Erfinder der Skulptur“
untergräbt er/stellt er die Einzigartigkeit und Beständigkeit
eines Kunstwerks in Frage. Er untersucht hauptsächlich die flüchtigen
und immateriellen Eigenschaften von Kunst. Mit „dematerialisierender“
Kunst versucht er vor den etablierten traditionellen Werten zu flüchten.
1969 zeichnet er mit dem Rauch der Auspuffgase eines Flugzeugs in den
Himmel, und schafft damit ein Werk, das so schnell wie es entstand auch
wieder verschwindet. Anfangs setzt er normalerweise Material ein, auf
das er zufällig stößt, wie auf den Ventilator in Signing
an Itho-fan, oder die Himmelskarten und Architekturpläne in den weather-drawings.
Seine plastischen Projekte und Installationen legen immer Zeugnis von
seinem konzeptuellen Hintergrund ab. Luft, Licht, Klang und Bewegung sind
die Motive, die ihm helfen ein Bild von Raum und Zeit zu schaffen. Boezem
zieht das gesamte Universum als seinen Aktionsraum in Betracht.
1979-85 Professor im Fachbereich Architektur an der Polytechnischen Universität
Leiden.
Lebt in Middelburg. Organisiert dort internationale Symposien zum Thema
Skulptur im von ihm gegründeten ‚Podio del Mondo per l' Arte'.
Ausstellungen (Auswahl)
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Bibliografie (Auswahl)
Patrick Javault „Arte Povera", Tübingen 1969
Rudi Fuchs „On the work of Marinus Boezem" in Cat. Contemporary
Art from the Netherlands, Museum of Contemporary Art, Chicago 1981/82
Frans Jozef Witteveen „Der Mensch ist kein Vogel, es wird nie ein
Mensch fliegen“ Cat. La Lumière Cistercienne, Wilhelm-Hack-Museum,
Ludwigshafen 1987
Thomas McEvilley „XX. Bienal Saô Paolo", Cat. Saô
Paolo 1989
Stand: 5.10.2004
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