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Karl Bohrmann
Ohne Titel
1981
Serie von 2 Zeichnungen mit Ölkreide und Tempera
signiert und datiert
Größe: 50 x 70 cm
Erworben 1982
Biografie
Geboren 1928 in Mannheim. Gestorben 1998 in Köln. Von 1947 bis 1949
besuchte er an der Akademie in Stuttgart die Klasse von Willi Baumeister
und nutzte 1952 bis 1954 ein Stipendium von Rheinland-Pfalz. 1957 erhielt
er den Kunstpreis der Jugend von Baden-Württemberg und ein Jahr darauf
den Pfalzpreis. 1969 erhielt er den Deutschen Preis der Mostra Biennale
Internazionale Della Grafica in Florenz. Ab 1980 war er Lehrer an der
Städelschule, Hochschule für Bildende Künste in Frankfurt
am Main. 1984 war er Ehrengast in der Villa Massimo in Rom und wurde ein
Jahr später Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste.
Im Jahr 1987 erhielt er den Kunstpreis der Künstler der Stadt Düsseldorf.
Bohrmann definiert das Zeichnen als einen Prozess, der auf nichts anderes
als auf sich selbst zielt und weder Wahrnehmung noch Vorstellung von etwas
vermittelt, das Linien, Farben und Papiere transzendiert. Die komplexe
Mehrschichtigkeit seiner Blätter und die Durchsetzung luzider Darstellungen
mit quasi blinden Zonen resultieren aus dieser Konstellation seines Arbeitens.
Die Werke selbst lassen dabei das Spezifische jeder Phase seines Schaffens,
aber auch Kontinuität und Konsequenz der bisherigen Entwicklung ebenso
zu Tage treten wie das Bezugsfeld, in das sich dieses Œuvre stellt.
Auffällig bleibt der durchgängig hohe Grad an Bewusstsein, so
dass Bohrmann jede künstlerische Äußerung zugleich als
Aussage und Frage, als Behauptung und deren Verneinung formuliert. (nach
Armin Zweite)
Ausstellungen (Auswahl)
Einzelausstellungen
Städelschule / Hochschule für Bildende Künste, Frankfurt
am Main 1972
Städtische Galerie, Erlangen 1981 (Katalog)
Staatliche Graphische Sammlung, Neue Pinakothek, München 1997 (Katalog
und Künstlerbuch)
Museum der Stadt Ratingen 1997 (Katalog)
Zeichnungen und Collagen 1947-1997, Museum der Stadt Ratingen 1998 ( Katalog)
Galerie pro arte, Freiburg 2004
Gruppenausstellungen
Salons Comparaisons, Musée d’Art Moderne de la Ville de Paris,
Paris 1964
Kunstpreis Junger Westen ’65, Kunsthalle, Recklinghausen 1965
Mostra Biennale Internazionale Della Grafica, Palazzo Strozzi, Florenz
1969
documenta 6, Kassel 1977 (Katalog)
Deutsche Zeichnungen der Gegenwart, Museum Ludwig, Köln 1982 (Katalog)
Collage in Deutschland 1950-1993, Kunstverein, Speyer 1993 (Katalog)
Bibliografie
Bohrmann, K.: Zeichnungen und Collagen. 1947–1997. Museum der Stadt
Ratingen, Münster 1997
Bohrmann, K.: Leitern und Bäume. 60 Zeichnungen 1996/97. Neue Pinakothek,
München 1997
Bohrmann, K.: Radierungen. 100 Arbeiten 1948-1998, Stuttgart 1998
Kisters, J.: Karl Bohrmann, In: Kunstforum International, Band 143, Januar-Februar
1999, S. 386–387
Stand: 7.10.2005
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