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Erich Buchholz
Werke in der Städtischen Sammlung Erlangen
- Konstanten –
Variablen
- o.T., 1921/71, Inv.-Nr. 1001690
- o.T., 1922/72, Inv.-Nr. 1002138
- o.T., 1971, Inv.-Nr. 1001691
Künstlerzitat
Dem ewigen Gesetz der Wiederkehr – in der Spirale – steht
das Gesetz der ewigen Nichtwiederkehr – die Parabelschleife ist
eine verzerrte Spirale – in der Parabel gegenüber. Diese absolut
– jene relativ. Nie kehrt etwas wieder.
Erich Buchholz, 1927/28
Biografie
Erich Buchholz wurde 1891 in Bromberg geboren. 1972 starb er in Berlin.
Er war zunächst Volksschullehrer. Später wendete er sich der
Malerei zu und nahm Unterricht bei Lovis Corinth. 1918 entstanden erste
abstrakte Arbeiten und Bühnenentwürfe für das Albert-Theater
in Dresden. 1921 hatte er seine erste Einzelausstellung in der Galerie
„Der Sturm“, Berlin. Begegnungen und Diskussionen fanden 1922
mit Laszlo Moholy-Nagy, Laszlo Peri, Ernst Kallai und EI Lissitzky in
der Ausstellung „Konstruktivismus und Suprematismus“ der Galerie
van Diemen in Berlin statt. Seit 1923 Übergang zur Architektur: Schalenbau,
Entwurf des Eiform-Hauses. 1925 verließ Buchholz Berlin und zog
aufs Land. Bis 1931 nahm er an den Großen Berliner Kunstausstellungen
teil. Ab 1933 wurde er wiederholt verhaftet und erhielt Mal- und Ausstellungsverbot.
Erst 1945 begann er wieder zu malen. 1955 erwarb die Galerie des 20. Jahrhunderts,
Berlin, 28 Arbeiten aus den Jahren 1918 bis 1922; Beteiligung am „Salon
Réalités Nouvelles“, Paris. 1971 hatte er eine Retrospektive
in der Kunstbibliothek Jebensstraße, Berlin.
Erich Buchholz hat sich sehr eingehend mit den Grundverhältnissen
zwischen Lebens- und Weltanschauung einerseits und konstruktiven Prinzipien
andererseits auseinandergesetzt. „Es gibt nichts, das nicht in einer
Realität – übertragen – seinen Ausgang hat, und
es gibt keine Realität, die nicht – übertragen –
Bild oder Gleichnis wird.“ „Unsere Zeit braucht Umschreibungen
– absolut sind die Zahlen –, verbinden wir nicht mit jeder
Vokabel gewohnheitsmäßig etwas ganz Bestimmtes, Starres.“
„Wir sind nichts als das Instrument, das Kräfte, Spannungen
und deren Ausgleich und Erschütterungen aufzeichnet.“
Eugen Gomringer
Ausstellungen (Auswahl)
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Bibliografie (Auswahl)
Erich Buchholz, Zeichnungen, Plastik, Ölbilder,
Aquarelle, Katalog Kunstverein Braunschweig 1961
Erich Buchholz, Katalog Deutsche Gesellschaft für Bildende Kunst,
Berlin 1965
Erich Buchholz, Maler, Bildhauer, Architekt. Dokumentation der Jahre 1919-1925,
Eau de Cologne Nr. 1, Köln 1968
Erich Buchholz = AKKA, Katalog Galerie Daedalus, Berlin 1971
Erich Buchholz, Zeichnungen, Aquarelle, Platten, Skulpturen 1918-1922,
Katalog Galerie Teufel, Köln 1978
Eigene Schriften:
Die Idee ist der Todfeind des Lebens, 1922, in: Erich Buchholz, Katalog
Deutsche Gesellschaft für Bildende Kunst, Berlin 1965
Das rote Heft, Berlin 1927
Die große Zäsur, Berlin 1953
Das Buchholz-Ei, Flensburg 1963
Untersuchungen über das Lichtkabinett, Berlin 1967
An meinem Fall scheitert die offizielle Kunstgeschichte, Frankfurt 1969
Seuche gebannt – zur Historie einiger Begriffe, Berlin o. J.
Stand: 5.10.2003
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