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Jan Dibbets
Werke in der Städtischen Sammlung Erlangen
Künstlerzitat
„1967 hörte ich mit Malen auf ... Im April 1967 macht ich meine
letzte Assemblage, übereinandergeschichtete leere Leinwände,
mit dem Titel Mein letztes Gemälde. (...)
Gleichzeitig begann ich die Serie perspective corrections; (...) Ich arbeite
mit allen Arten von Perspektiven. Man muss sie von einem bestimmten Punkt
aus betrachten ... Die meisten dieser Arbeiten entstehen mit vergänglichen
Materialien: Sand, sprießendes Gras usw. Sie sind Demonstrationen.
Ich mache sie nicht, um sie zu erhalten, sondern um sie zu fotografieren.
Das Kunstwerk ist die Fotografie... Meine Arbeiten haben nicht unbedingt
den Zweck, betrachtet zu werden. Sie sind eher dazu da, einem den unbestimmten
Eindruck zu vermitteln, dass irgendetwas in der Landschaft nicht stimmt.“
Jan Dibbets, 1968
Biografie
Geboren 1941 in Weert. Lebt in Amsterdam und San Casciano di Bagni. Fotograf
und Konzeptkünstler. 1959-63 Studium an der Akademie in Tilburg und
1967 St. Martin's School of Art in London, wo er Richard Long kennen lernte.
1967 Gründung des International Institute for the Reeducation of
Artists mit van Elk und Reinier Lucassen. 1972 Biennale Venedig. 1984
Professor an der Kunstakademie Düsseldorf. Beeinflusst durch Piet
Mondrian, Jan Vermeer und Saenredam gestaltet Dibbets zunächst monochrome
minimalistische Gemälde, wandte sich jedoch ab 1967 seinem Hauptmedium,
der Fotografie, zu. Als Folge seiner Auseinandersetzung mit Richard Long
und der Land Art entwickelte er v.a. mit Fotografien von Landschaften
einen thematischen Dialog zwischen Natur und geometrischen Formen. So
setzte er sich z.B. in der Serie Perspective Corrections, 1967-69, mit
Wahrnehmungsphänomenen auseinander (Trapez erscheint als Quadrat).
In den 70er Jahren entstehen Bildsequenzen von Materialoberflächen
und Strukturen (Waterstudy of Structures, 1975). Unter Verwendung der
neuen Medien Film und Video treten später architektonische Details
wie Fenster und Interieurdarstellungen als Motive in den Vordergrund (Octagon
I, 1982), wobei weiterhin die isolierte Darstellung von Einzelelementen
und die Struktur der Objekte betont wird. Nach Arbeiten in der Art der
Materialkunst befasste er sich primär mit verschiedenen Kategorien
des Visuellen als autonomem Sinnenerlebnis. Insofern sieht er sich zu
Recht in der Tradition der Malerei (speziell der niederländischen
Landschaftsmalerei), deren Probleme wie Perspektive (Perspektivkorrektur,
1968; Dutch Mountains, 1971), Licht (Der kürzeste Tag des Jahres,
1970) und Schatten (Abgeklebte Schatten, 1969) er mit neuen Mitteln darstellt
(Fotografie, Diaprojektion, Film, Video). Dibbets ist einer der bedeutenden
europäischen Vertreter der Concept-Art.
Ausstellungen (Auswahl)
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Bibliografie (Auswahl)
Jan Dibbets. Aachen, Zentrum für aktuelle Kunst, 1970
Robin Redbreast’s territory, sculpture 1969 / domaine d’un
rouge-gorge, sculpture 1969 / Rotkehlchenterritorium, Skulptur 1969. Köln,
Gebr. König, 1970
Jan Dibbets. Amsterdam, Stedelijk Museum, 1972–73
Jan Dibbets, Luzern, Kunstmuseum Luzern, 1975
Jan Dibbets. Eindhoven, Van Abbemuseum, Paris, ARC Musée d’Art
Moderne de la Ville de Paris, Bern, Kunsthalle Bern, 1980
Jan Dibbets. Werke der Jahre 1967–1980. Bern, Kunsthalle Bern, 1980
Stand: 5.10.2004
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