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Ulrich Erben

ohne Titel

1976
Serie von 4 Bildern in Ölfarbe
Signiert und datiert
Größe: 50,5 x 70 cm
Erworben 1981

Biografie
Geboren 1940 in Düsseldorf, lebt und arbeitet dort und in Bagnoregio/Latium. 1958–63 Studium an der Kunsthochschule Hamburg, danach Besuch der Universität in München, Venedig und Berlin. 1980 wird er Professor für Malerei an der Kunstakademie Münster. 2003 erhält er den Otto-Ritschl-Preis in Wiesbaden. 1968 wurden Erbens frühe Landschaftsbilder durch minimalistische, monochrome „Weiße Bilder“ abgelöst, die das Motiv aus seinem Werk ausschließen. Auf weiß grundierte Flächen setzt er farbige Rechtecke, die mit vielen transparenten weißen Schichten übermalt werden. Die dabei entstehende illusionistische Räumlichkeit verleiht den Bildern eine verhaltene Spannung zwischen Grund und Figur, die durch die weiche Vermalung ihre geometrische Starre verliert. Seit Ende der 70er Jahre entstehen farbintensive Werke mit bis zu dreiteiligen Formen, die an Ellsworth Kelly erinnern. Thema ist auch hier die freie Entfaltung von Farbe und Form. Der spontane Pinselduktus und die intensiven Farbkontraste, wiederum durch Übermalungen von Gegenfarben entstanden, eröffnen ein auf landschaftliches Erleben zurückgehendes Raumerleben und thematisieren darüber hinaus die vielseitigen Beziehungen der Farben. Erben nutzt Farbe nicht zur Illustration, sondern erhebt sie selbst zum Thema, man könnte auch sagen, er arbeitet aus dem Gebiet der Farbe heraus. Seherfahrung ist für ihn Farberfahrung, ist Grundlage für die Erprobung immer neuer Sichtweisen der Malerei. Im Spannungsfeld zwischen Gegenstandsbezug und Abstraktion hat er so ein Gesamtwerk geschaffen, dessen Farbklänge und Farbakkorde sich wie zu einer Symphonischen Komposition mit abgewandelt wiederkehrenden Motiven fügen.

Bibliografie / Ausstellungen (Auswahl)
Stecker, R.: Das Purpurrot der Worte, in: Erben, U.: Das Purpurrot der Farben, Farben der Erinnerung, Ausstellungskatalog, Kunstverein für Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf 1990
Weiß ist Farbe. Ulrich Erben 1968–1978, Ausstellungskatalog, Westfälisches Landesmuseum,
Münster 1992
Stiegemann, C.: Ulrich Erben – Jakobs Traum, Paderborn 1996
Ulrich Erben. Für den Augenblick, Ausstellungskatalog, Kunstverein Lingen 1998
Liesbrock, H.: Ulrich Erben. Der andere Raum, Münster 1999
Freundeskreis Museum Kurhaus und Koekkoek Haus Kleve (Hg.): Ulrich Erben – Was ich sehe – Bilder aus Italien, Kleve 2001

Einzelausstellungen
Städtisches Museum Schloss Morsbroich, Leverkusen 1979
Kunsthalle Kiel 1981
Kunsthalle Mannheim 1984
Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf 1990
Westfälisches Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, Münster 1992
Ulrich Erben – Retrospektive, Museum Wiesbaden 2004
Ulrich Erben – Was ich sehe – Bilder aus Italien 1998–2004, Von-der-Heydt-Museum, Wuppertal 2004

Gruppenausstellung
documenta 6, Kassel 1972

Stand: 6.10.2005

 
           
 
Ausstellungen der Städtischen Sammlung Erlangen:
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