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Rupprecht Geiger
Werke der Städtischen Sammlung Erlangen
Biografie
Geboren 1908 in München, lebt Rupprecht Geiger bis heute (6.10.2005)
dort. Er studierte zunächst Architektur in München und wandte
sich erst nach dem Kriege der Malerei zu. 1949 Gründung der Gruppe
ZEN 49 mit Willi Baumeister, Rolf Cavael, Gerhard Fietz, Willy Hempel,
Brigitte Meier-Denninghoff und Fritz Winter. 1949–62 Tätigkeit
als Architekt. 1965–76 Professor für Malerei an der Kunstakademie
Düsseldorf. 1970 Mitglied der Hochschule der Künste, Berlin.
1983 Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, München.
1988 Kunstpreis Berlin. Unter dem Eindruck des Lichts in Russland und
Griechenland entstehen erste surreal wirkende Landschaften. Nach Kriegsende
wendet sich Geiger der abstrakten Kunst zu. In Anlehnung an Kasimir Malewitsch
sind seine Bilder aus einfachen geometrischen Formen und wenigen Farbkontrasten
aufgebaut, wobei trapez- und hakenförmige Formate aufkommen. Geigers
eigentliches Thema entwickelt sich jedoch ab 1952 mit der Vereinfachung
der Formen zu Kreis und Oval sowie in Leuchtfarben monochrom modulierten
Farbfeldern, vor allem in warmen und kalten Nuancen der Farbe Rot. In
immer stärkeren Reduktionen konzentriert sich Geiger bis heute auf
die Strahlkraft dieser Farbe, die er auch in Installationen, Künstler-Büchern
und reicher Druckgrafik untersucht.
Ausstellungen (Auswahl)
Einzelausstellungen
Kunstverein Freiburg 1963
Städtische Galerie Haus Seel, Siegen 1966
Haus am Waldsee, Berlin 1966
Kestner-Gesellschft, Hannover1967
Städtische Kunsthalle, Düsseldorf 1967, 1976
Oldenburger Kunstverein, 1968
Städtische Galerie im Lenbachhaus, München 1978, 1998, 2002,
2007
Städtische Kunsthalle, Mannheim 1982
Akademie der Künste, Berlin; Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen; Städtische
Kunsthalle Düsseldorf 1985
Staatsgalerie moderner Kunst und Haus der Kunst, München 1988
Gruppenausstellungen
ZEN 49, Städtische Galerie im Lenbachhaus, München 1955
Biennale São Paulo, 1959, 2002
documenta 2, 1959
Biennale Tokyo, 1960, 1966
Deutsche Graphik der Gegenwart, Museum Folkwang, Essen 1963
documenta 3, Kassel 1964
Licht Bewegung Farbe, Kunsthalle Nürnberg 1967
documenta 4, Kassel 1968
Jetzt. Künste in Deutschland heute, Kunsthalle, Köln 1970
documenta 6, Kassel 1977
2. Biennale der Europäischen Graphik, Staatliche Kunsthalle, Baden-Baden
1981
konkret 10 Nürnberg 1990, Kunsthalle und Kunsthaus, Nürnberg
1990
Konkrete Kunst. Die Sammlung Gomringer aus dem Museum für Konkrete
Kunst Ingolstadt, Galerie auf der Praterinsel, München 1991
Kunst in Deutschland. Werke zeitgenössischer Kunst aus der Sammlung
des Bundes, Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland,
Bonn 1995
Zeichnen. Der Deutsche Künstlerbund in Nürnberg 1996, Germanisches
Nationalmuseum, Nürnberg 1996
Zen 49. Fragmente der Erinnerung, Neue Pinakothek, München 1999
Abstrakte Kunst, Neues Museum Nürnberg, 2000
Bibliografie
Schmücking, Rolf, Geiger, Rupprecht: Rupprecht Geiger. Werkverzeichnis
der Grafik 1948–1964, Texte: Will Grohmann, Reinhold Koehler, Franz
Roh, J. A. Thwaites, Wolfsburg 1964
Geiger, Monika: Werkverzeichnis der Druckgrafik 1948–1972, Texte:
Klaus Honnef, Herbert Read, Düsseldorf 1972
Heißenbüttel, Helmut: Heißenbüttel für Rupprecht
Geiger, Mappe der edition e, München 1982
Geiger, Rupprecht (Hg.), Schuster, Peter-Klaus, Texte: Rolf-Gunter Dienst,
Rupprecht Geiger, Eugen Gomringer, Helmut Heißenbüttel, Dieter
Honisch, Max Imdahl, Peter-Klaus Schuster, München 1988
Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München (Hg.):
Texte zu Rupprecht Geiger, München 2007
Eigene Schriften:
Text in: Extreme Kunst, Schaezlerpalais, Augsburg 1947
Brief an Helmut Heißenbüttel, 1. Mai 1967, in: Rupprecht Geiger,
Katalog Kestner-Gesellschaft, Hannover 1967
Tagebuch „Farbe ist Element“, Düsseldorf 1975
Die Idee, Das Konzept, Das Werk, in: Idee-Konzept-Werk, Akademie der Künste,
Berlin 1977
Gedanken zur Farbe, in: Rupprecht Geiger – Gemälde und Zeichnungen,
Katalog Städtische Galerie im Lenbachhaus, München 1978
Stand: 6.11.2008
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