
|
|
Rupprecht Geiger
Ohne Titel
1993
4 Siebdrucke
85 nummerierte und signierte Exemplare
103 cm x 116 cm
Druck: Hans-Peter Haas, Stuttgart
Verlag: Walter Storms, München
erworben 1995
Werk
Geigers Rot wirkt spontan, poppig, positiv, alles andere als erdenschwer;
den andauernden Blick belohnt es mit einem differenzierten Reichtum an
Phänomenen. Geiger stimmt in seinem Werk fast durchweg ein besseres
Lob der Oberfläche an. (...) Das Pigment auf der Bildfläche
als Sensation des Sehens ist ein unversiegliches Thema Geigers. Die samtenen
Oberflächen macht er zu einem taktilen Angebot für das Auge.
Deren faktischen Bestand pointiert Geiger. Bisweilen scheint das Rot richtiggehend
aufgepudert – und bereitet dem Blick unverhohlene Freude, sich der
Fläche anzuschmiegen. Je länger sich der Blick auf die Oberfläche
richtet, desto ungreifbarer wird sie. Das Farblicht versprüht sich
sodann endlos in die Tiefe. Das Auge findet keinen Halt und wird pulsieren,
mit Farbe getränkt. Die fluoreszierenden Pigmente von Tagesleuchtfarben,
auf die Geiger seit vielen Jahrzehnten zurückgreift, forcieren diese
Wirkung. So ist es kein Wunder, dass sich das Auge tatsächlich in
Trance versetzt sieht. Bei Geiger kann man „Rot tanken“.
zitiert nach Georg Imdahl, in: Texte zu Rupprecht Geiger
Zur Biografie
Zu den Ausstellungen
(Auswahl)
Zur Bibliografie
Stand: 5.11.2008
|
|