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Raimund Girke
Werke in der Städtischen Sammlung Erlangen
Biografie
Geboren 1930 in Heinzendorf. Gestorben 2002 in Köln. 1951/52 studierte
er an der Werkkunstschule in Hannover, 1952–56 an der Kunstakademie
in Düsseldorf. 1966–71 war er Dozent an der Werkkunstschule
in Hannover und ab 1971 Professor an der Hochschule der Künste in
Berlin. 1995 erhielt er den Lovis-Corinth-Preis.
Ausgehend vom Informel entwickelt Girke, um eine ideelle, europäische
Entsprechung zur Minimal Art bemüht, ab 1956 eine eigenständige
Malerei, in der er statt der traditionellen Komposition eine die Oberfläche
rhythmisierende Pinselstruktur einsetzt. Er malt ab 1958 monochrome Serien
(Mono-chromie) in Weiß, Grau und Schwarz, wobei er in den Weißbildern
von 1960 die gestisch reliefierten Bildfelder zu gitterartigen, diaphanen
Weißflächen ordnet, die ab 1963 in horizontalen Zonen und ab
1964 durch Kreise und Quadrate verfestigt werden. Seit Ende der 60er Jahre
steht die Wiederauf-nahme der Farbe, später auch die Rückkehr
zur freien Pinselschrift (statt Spritzpistole) im Vordergrund („Blau-Rot-Weiß",
1967). Ein kontrastreicher, expressiver Gestus strukturiert Girkes letzte
Arbeiten.
Bibliografie / Ausstellungen
(Auswahl)
Boehm, G.: Weißes Licht. Über Raimund Girke, in: Künstler.
Kritisches Lexikon der Gegenwartskunst, Ausgabe 9/1990
Elger, D.: Raimund Girke, Malerei, Ausstellungskatalog, Ostfildern 1995
Mössinger, I.: Raimund Girke zum Siebzigsten, Ostfildern 2000
Girke, R.: Grau der Ursprung, Stuttgart 2002
Einzelausstellungen
Raimund Girke – Die Stille ist der Unruhe Herr, Sommerakademie Salzburg
1986
Kunsthalle Nürnberg 1996
Kunstmuseum Heidenheim 2000
Raimund Girke – Werke der 60er und 70er Jahre, Galerie Der Spiegel,
Köln 2002
Hommage à Raimund Girke, Galerie Edith Wahlandt, Stuttgart 2004
Raimund Girke – Bilder und Arbeiten auf Papier, Galerie Fahnemann,
Berlin 2005
Gruppenausstellungen
Basicalli White, Institute of Contemporary Art, London 1974
Documenta 6, Kassel 1977
Biennale de Paris – une Anthologie 1959–1967, Paris/Tokio
1977
Europäische Zeichner, Biennale Sydney 1979
Ambiente Berlin, 44. Biennale Venedig 1990
Romantik in der Kunst der Gegenwart, Museum Moderner Kunst, Stiftung Wörlen,
Passau 1997
Informel, Forum Amalienpark, Berlin 2003
Lebendiges Grau – Zwölf Positionen nicht-gegenständlicher
Malerei, Karl Ernst Osthaus-Museum der Stadt Hagen 2005
Stand: 6.10.2005
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