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(Foto Götz)

 

 

Karl Otto Götz

Werke in der Städtischen Sammlung Erlangen

Biografie
Geboren 1914 in Aachen. Lebt in Niederbreitbach-Wolfenacker. 1932–34 besuchte er die Kunstgewerbeschule in Aachen und begann ab 1933 erste abstrakte Arbeiten und ab 1935 mit ersten Spritzbildern. Von 1935–45 bekam er durch die Nazis Mal- und Ausstellungsverbot, malte aber dennoch weiter und stellte ab 1936 abstrakte Filme, Fotomalerei und Fotogramme und ab 1940 Öl- und Temperabilder her. 1948–53 war er Herausgeber der Zeitschrift „Meta“ und hatte ab 1949 Kontakt zur Gruppe COBRA. 1952 kam es zur Gründung von Quadriga. 1959–79 wurde er Professor für Malerei an der Kunstakademie Düsseldorf. 1989 erhielt er den Verdienstorden von Nordrhein-Westfalen und 1996 den Staatspreis für Malerei des Landes Rheinland-Pfalz. Im Jahr 1997 gründete er mit seiner Frau Karin Martin, der Künstlerin Rissa, die K.O. Götz und Rissa-Stiftung und wurde im selben Jahr zum Ehrenmitglied der Kunstakademie Münster. 2004 wurde er zum Ehrenmitglied der Kunstakademie Düsseldorf ernannt.
Unter dem Einfluss von Wols und des französischen Tachismus entwickelte Götz eine eigene Technik der schnellen gestischen Abstraktion aus großen Farbsetzungen (meist Schwarz im Zusammenspiel mit einigen Buntwerten oder neuerdings auch Weiß auf Schwarz), die mit dem Rakel zu abstrakten Bewegungsspuren verschoben und in einem dritten Schritt oft noch mit dem „leeren“ Pinsel verbunden werden („Dantons Tod", 1960). Durch das zugrundeliegende künstlerische Konzept (Bewegung,
Positiv-Negativ, Schriftcharakter der Farbe) halten sich in Götz’ Malerei Kalkül und Emotion, rationale und spontane Elemente in labilem Gleichgewicht.

Bibliografie / Ausstellungen (Auswahl)
Götz, K.O.: Lippensprünge – Gedichte 1945–85, Heidelberg 1985
Zimmermann, H. (Hg.): K.O. Götz – Malerei 1935–1993, Ausstellungskatalog, Staatliche Kunstsammlung Dresden, Albertinum, Gemäldegalerie Neue Meister, Dresden 1994
Variation als Prinzip. Gedanken zur Mappe „Variationen" von Karl Otto Götz, in: Hügelow, M. (Hg.): Karl Otto Götz. Werkverzeichnis der Original-Lithografien, Ergänzungsband 1994–1995, Offenbach 1995
Götz, K.O: Spuren der Maler. Lyrische Texte, Aachen 2000
Melcher, R. (Hg.): K.O. Götz – Impuls und Intention. Werke aus dem Saarland-Museum und aus
Saarbrückener Privatbesitz, Worms 2004 (Katalog)

Einzelausstellungen
Kölnischer Kunstverein 1957
Galerie Rothe, Heidelberg 1979
Retrospektive, Städtische Kunsthalle Düsseldorf 1984 (Katalog/Wanderausstellung)
Gouachen 1952–1989, Städtische Galerie Quakenbrück 1991
Karl Otto Götz – zum 80. Geburtstag, Malerei – Arbeiten auf Papier, Städtisches Museum Haus
Koekkoek, Kleve 1994
Museum Baden, Solingen 1998
Karl Otto Götz – Aktuelle Arbeiten, Ludwig Forum für Internationale Kunst, Aachen 2004

Gruppenausstellungen
Deutsche Kunst der Gegenwart, Baden-Baden 1947
COBRA, 1., 2. internationale Ausstellung für experimentelle Kunst, Amsterdam 1949, Lüttich 1951
ZEN 49, Köln/München/Hamburg 1955
XXIX., XXXIV. Biennale Venedig 1958, 1968
Documenta 2, Kassel 1959
Als der Krieg zu Ende war, Akademie der Künste, Berlin 1975
Cobra, Gutaï, Informel, Action and Emotion – Peintures des Années 50, The National Museum of Art, Osaka 1985
Monet und die Moderne, Hypo-Kunsthalle München 2001

Stand: 6.10.2005

 
           
 
Ausstellungen der Städtischen Sammlung Erlangen:
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