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Erich Hauser
Werke in der Städtischen Sammlung Erlangen
Biografie
Geboren 1930 in Rietheim/Kreis Tuttlingen, gestorben 2004 in Rottweil.
1945–48 Lehre als Stahl-graveur in Tuttlingen, gleichzeitig Unterricht
im Zeichnen und Modellieren. 1949–51 Abendkurse an der Freien Kunstschule
Stuttgart, Abteilung Bildhauerei. Ab 1952 arbeitet er als freier Bildhauer
in Schramberg. 1964 Gastdozent der Hochschule für Bildende Künste,
Hamburg. 1970 Umzug in die Saline/Rottweil. Im gleichen Jahr wird Hauser
Mitglied der Akademie der Künste in Berlin und gründet das „Kunstforum
Rottweil“. 1984–85 hat er eine Gastprofessur der Hochschule
für bildende Künste in Hamburg inne, und ein Jahr später
wird ihm der Professorentitel verliehen. 1995 erhält er den Oberschwäbischen
Kunstpreis, 1996 die Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg
und 2000 den Kulturpreis der Stadt Rottweil. 1996 wird die Kunststiftung
Erich Hauser gegründet.
Die aus mehreren Stahlplatten zusammengeschweißten Werke entstehen
(ohne herkömmliche Bildhauertechniken: Modellieren, Skulptieren)
nach dem Prinzip der Montage. Durch stellenweises Erhitzen wird das Material
flexibel gemacht, lässt sich knicken, falten, so dass konkave und
konvexe Wölbungen entstehen. Neben geometrischen Formen (Kreise,
Säulen) orientiert sich Hauser auch an Naturformen, z. B. Kristallen.
Die Objekte stehen eigenständig im Dialog mit dem jeweiligen Umraum,
z. B. der Landschaft. Anfangs arbeitet er in der Tradition Picassos und
Landeras. In der Handhabung von Metallen an der zeitgenössischen
tachistischen Malerei orientiert, hinterlässt er zunächst noch
deutlich Gesten-Spuren, bevor er sich für die geglättete Oberfläche
entscheidet. Anders als der von ihm verehrte Henry Moore verwendet er
seit 1962 industriell vorgefertigte Stahlplatten. Damit einher geht die
Auseinandersetzung mit geometrischen Grundformen und technoiden Bauelementen,
die bereits Hausers erste eigenständige Werke kennzeichnen. Aus komponierten
Flächen schafft er hohle, allansichtig konstruierte plastische Gebilde
mit kantigen Graten und Gruben. Er fügt die Versatzstücke so
zusammen, dass sie im Ergebnis zur regelmäßigen Gestalt, zum
Beispiel der Kugel, des Würfels oder der Pyramide tendieren, aber
auch deren Zerbrechen, den Zerfall in Trümmer zeigen.
Bibliografie / Ausstellungen
(Auswahl)
Gerhardus, D.: Der gebändigte Homo Faber: Erich Hauser zum 60. Geburtstag,
Saarbrücken 1991
Knubben, C.: Erich Hauser – Bildhauer, Cantz, Ostfildern 1995
Wirth, G.: Erich Hauser: Vor allem Zeichnungen 1962–1997, Ausstellungskatalog,
Esslingen 1997
Einzelausstellungen
Erich Hauser – Vom Modell zur Plastik, Forum Kunst, Rottweil 2004
Erich Hauser – Plastiken, Zeichnungen, Druckgrafiken, Stiftung für
Konkrete Kunst, Freiburg 2005
Gruppenausstellungen
Documenta 4/6, Kassel 1968/77
Stand: 6.10.2005
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