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Georg Herold

Handke & Fußke

1989/90
Mappe mit 3 Heliogravüren auf 25g BFK Rives Büttenpapier
Exemplar Nr. 14 von 15 signierten, datierten und arabisch nummerierten Exemplaren sowie 5 A.P. Exemplaren
Druck: Till Verclas, Hamburg
Verlag: Maximilian Verlag Sabine Knust, München
Größe: 53 x 35,4 cm auf 67 x 50 cm

Biografie
Geboren 1947 in Jena, lebt in Köln. 1969–1973 Studium an der Burg Giebichstein, Hochschule für Kunst und Design in Halle. Ab 1973 Studium an der Akademie der Bildenden Künste in München bei Karl Fred Dahmen. 1977–81 Studium bei Franz Erhard Walther an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg. Dort begegnet er auch Sigmar Polke und Ulrich Rückriem. 1982–83 ist er als Bühnenbildner an verschiedenen Theatern in Berlin tätig. 1993 wird Herold Professor an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste, Städelschule, in Frankfurt am Main.
Herold zählt zu den wichtigsten deutschen Künstlern der letzten zwei Jahrzehnte und sein Werk zu den folgenreichsten. Der Künstler stellte Anfang der 1980er Jahre zusammen mit Martin Kippen-berger, Werner Büttner und Albert Oehlen radikal und sarkastisch Kunst und Kunstbetrieb in Frage. Anders als manche „Jungen Wilden“ dieser Generation entwickelte er einen nachhaltigen Skeptizismus, hinter dessen erstem, provokativem Auftreten prinzipielle und weiterführende Fragestellungen erkennbar wurden. Georg Herolds Arbeiten aus Materialien wie Dachlatten, Ziegelsteinen und Gegen-ständen des alltäglichen Gebrauchs setzen sich kritisch und ironisch mit kunsthistorischen („Dürer-hase“, 1984), gesellschaftlichen, politischen wie auch mit religiös-ideologischen Denkgewohnheiten auseinander und versetzen den Betrachter in eine verblüffende Konfrontation mit seinen eigenen Kunsterwartungen. Vor seinen Kunststudien in München und Hamburg absolvierte Georg Herold noch in der DDR eine zweijährige Ausbildung als Schmied, was sowohl die handwerkliche Schnörkellosigkeit als auch die präzise Wirkung seiner Skulpturen, Bilder und Installationen erklären mag. Ein zen-trales Thema ist für Georg Herold die Unvereinbarkeit von Gesehenem und Gesprochenem. Häufig benennen die Titel seiner Arbeiten die verwendeten Materialien scheinbar falsch: Holzbalken werden zu „Steinen“, ein Stück Dachlatte zu einem „Juwel“.

Bibliografie / Ausstellungen (Auswahl)
Büttner, W.: Miserere, Klagenfurt 1993
Alleyne-Gee, T.: XTOONE, Wolfsburg 1995
Nievers, K.: Georg Herold, Multiples und Installationen, Kiel 1996
Osterwald, T., Dickhoff, W.: Georg Herold, Stuttgart 1996
Fritz, N., Winzen, M. (Hg.): What a life, Köln 2005
Schwarz, A. (Hg.): Georg Herold – X. Baracke, 1986 in der Galerie Max Hetzler, Berlin 2005
Winzen, M. (Hg.): Georg Herold – What a Life, Ausstellungskatalog, Köln 2005

Einzelausstellungen
Neue Gesellschaft für bildende Kunst, Berlin 1985
Kunsthalle Zürich 1989 (Katalog)
Museum of Modern Art, San Francisco 1990 (Katalog)
Stedelijk Museum, Amsterdam 1993 (Katalog)
Kunstmuseum Wolfsburg 1995 (Katalog)
Kunsthalle Zürich 1999 (Katalog)
Georg Herold, Staatliche Kunsthalle Baden-Baden 2005
Georg Herold, Museum Moderner Kunst Kärnten, Klagenfurt 2005 (Ausstellungskatalog)

Gruppenausstellung
documenta 9, Kassel 1992

Stand: 6.10.2005

 
           
 
Ausstellungen der Städtischen Sammlung Erlangen:
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