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Alfred Hrdlicka

Werke in der Städtischen Sammlung Erlangen

Künstlerzitate
„Ich will eine Bilderwelt mit Kommentaren schaffen, dazu gehört auch die Arbeit in Zyklen, die etwas anderes, auch mehr sind als die Summe der einzelnen Bilder. Meine Arbeiten bilden eine Kombination aus Wort und Bild, was nichts mit Illustration zu tun hat. Dabei besteht jedes Bild auch für sich selbst.“
Alfred Hrdlicka 1988
„Der Mensch hat sich ein Kontrollsystem geschaffen, und nun ist es seine Aufgabe, dieses Kontroll­system ad absurdum zu führen, oder es wieder zu zerstören. Ich glaube, dass die bildende Kunst schon auf dem Weg ist, in dieses Kontrollsystem einzubrechen. Ich selber verdamme diese Realität nicht, aber ich habe den Schlagabtausch angenommen.“
Alfred Hrdlicka 1996

Biografie

Alfred Hrdlicka wurde 1928 in Wien geboren, wo er bis heute lebt und arbeitet. In den Jahren 1946–1952 studierte er an der Akademie der bildenden Künste Malerei bei Josef Dobrowsky und Albert Paris Gütersloh und anschließend bis 1957 in der Bildhauerklasse von Fritz Wotruba. Hrdlickas erste Ausstellung „Skulptur, Malerei und Graphik“ fand 1960 in der Zedlitzhalle Wien statt, bereits 1964 nimmt er gemeinsam mit Herbert Boeckl als Vertreter Österreichs an der 32. Biennale in Venedig teil. Seither waren Hrdlickas Werke in zahlreichen, internationalen Ausstellungen zu sehen.
Hrdlicka hatte Professuren an der Akademie der bildenden Künste in Stuttgart, der Staatlichen Hochschule für bildende Kunst in Hamburg, der Hochschule der Künste in Berlin sowie an der Hochschule für Angewandte Kunst in Wien.
Die menschliche Figur, gefährdet durch Bedrohung, Angst, Schmerz, Leid und psychische Grenz­situationen steht im Zentrum seiner Werke, die er selbst als politische Agitation begreift. Konsequent hält er in seinen Skulpturen, Gemälden und Grafiken an einem figurativ-expressiven Stil fest und wendet sich bewusst ab von jeder ungegenständlichen Bildsprache. Mit dem Gedanken an Krieg und Gewalt setzte sich Alfred Hrdlicka unter anderem im Hamburger Gegendenkmal und im Mahnmal gegen Krieg und Faschismus auf dem Albertina-Platz in Wien auseinander.

Ausstellungen (Auswahl)

Einzelausstellungen
Künstlerhaus, Wien 1962
Biennale Venedig, 1964
Haus der Kunst, München; Württembergischer Kunstverein, Stuttgart 1965
Badischer Kunstverein, Karlsruhe 1966
Albrecht Dürer Gesellschaft, Nürnberg 1968
Grafische Sammlung Albertina, Wien 1969
Neuer Berliner Kunstverein; Museum Folkwang Essen 1970
Museum für Angewandte Kunst, Wien 1971
Heidelberger Kunstverein, Frankfurter Kunstverein, Mannheimer Kunstverein, 1973
Kestner-Gesellschaft, Hannover 1974
Wallraf-Richartz-Museum, Köln 1975
Städelsches Kunstinstitut, Frankfurt 1976
Kupferstichkabinett der staatlichen Kunstsammlungen, Dresden 1978
Museum Moderner Kunst, Wien 1983
Städtische Galerie Erlangen 1988
Staatliche Kunsthalle Berlin; Albertina Wien, 1989
Museum Folkwang, Essen 1991
Museum Würth, Künzelsau 1993
Kulturspeicher, Oldenburg 1995
Haus der Kunst Graz 1999
Museum Magdeburg; Schirn Kunsthalle, Frankfurt 2000
Kunstmuseum, Bayreuth 2001
Staatsbibliothek, Berlin 2002
Künstlerhaus Wien 2008
Kunsthalle Würth, Schwäbisch Hall 2008

Gruppenausstellungen
Der Gegenstand in der österreichischen Malerei und Plastik. Secession, Wien 1961
Grafikbiennale Tokyo 1966
Biennale Sao Paulo 1967
Hommage à Dürer. Albrecht Dürer Gesellschaft, Nürnberg 1971
Realismus und Realität. Kunsthalle, Darmstadt 1975
Biennale Venedig, 1982

Bibliografie (Auswahl)

Alfred Hrdlicka. Graphik. Verlag Ullstein, Frankfurt. Berlin. Wien, Propyläen Verlag 1973
Lewin, Michael (Hg.): Alfred Hrdlicka. Das Gesamtwerk, Wien 1987/1989
Steinfeld, Jürgen (Hg.): Alfred Hrdlicka. Radierungen. Eine Auswahl aus den Jahren 1959–1994, Katalog der Ausstellung Kulturspeicher Oldenburg 1995
Puhle, Matthias (Hg.): Alfred Hrdlicka. Der Tod und das Mädchen. Werke 1944–1997, Katalog der Ausstellung Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen, Magdeburg 2000
Kunstmuseum Bayreuth (Hg.): Alfred Hrdlicka. Alle Macht der Kunst geht vom Fleische aus. Band 1: Katalog der Sammlung, Band 2: Texte zu „Wie ein Totentanz“, Bayreuth 2001

Stand: 5.11.2008

 
           

  Ausstellungen der Städtischen Sammlung Erlangen: