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Per Kirkeby
10 Illustrationen
1981
Mappe mit 10 Radierungen auf Zerkall Papier 250 g/m²
Verwendete Techniken: Kaltnadelradierung, Strichätzung, Aussprengverfahren
Exemplar Nr. 1 von 10 signierten, nummerierten und datierten Exemplaren
(+ 1 B.A.T.)
Herausgeber: NB Jensen & Susanne Ottesen
Druck: Niels Borch Jensen, Kopenhagen
Größe: 25 x 20 cm auf 38 x 32 cm
Erworben 1982
Biografie
Geboren 1938 in Kopenhagen, lebt und arbeitet in Kopenhagen, Laeso und
Karlsruhe. Studium der Naturheilkunde, mit Expeditionen nach Grönland,
Mittelamerika und in die Arktis. 1962–64 Besuch der Experimental
Art School in Kopenhagen. Dort arbeitet er mit Malerei, Grafik und 8-mm-Film.
1965 erhält er ein dreijähriges Stipendium von der State Art
Foundation. Im gleichen Jahr veröffentlicht er seinen ersten Gedichtband.
1978 erhält er einen Lehrauftrag der Kunstakademie in Karlsruhe.
Zwei Jahre später erwirbt er ein Haus auf der Insel Laeso im Kattegat.
1982 ist er Gastkünstler des DAAD, Berlin und wird zum Mitglied der
dänischen Literaturakademie ernannt. In den 1950er und 60er Jahren
ist Kirkeby in der Fluxus- und Happening-Szene aktiv. Seit 1977 setzt
er in neoexpressionistischer Malweise intuitive Vorstellungen und metaphysische
Reflexionen ohne figurative Verfestigung ins Bild Anfang der 1980er Jahre
beginnt er mit Bronzeplastiken, und seit 1995 beschäftigt er sich
auch mit Architektur. Unter dem Einfluss von Fluxus inszeniert Kirkeby
von 1963–74 Performances. Parallel zeichnet und radiert er auf geologischen
Expeditionen, schafft Collagen, Readymades und Lackmalerei mit Schablonen.
In der Auseinandersetzung mit Asger Jorn und der Gruppe COBRA sucht er
einen Mittelweg zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit, um Modelle
für zukünftige Bilder zu finden. Ihr Thema ist die Ambivalenz
zwischen formaler Wahrnehmung, der Sedimentierung landschaftlicher Eindrücke
und Erinnerungen an kunsthistorische Vorbilder (z. B. Monets „Seerosen"-Bilder
in der
Serie „Holz", 1994). Nicht zufällig gleichen seine Bilder
daher geologische Schichtungen, die nach dem Prinzip des All Over-Painting
auf unterschiedlichen Bildträgern (neben Leinwand ab 1963 auch Masonit,
ab den 80er Jahren Kreidetafeln) bearbeitet werden (Informel). Als bildhauerische
Arbeiten entstehen Naturinstallationen. Neben Arbeiten mit minimalistischem
Charakter entwirft Kirkeby aber auch figürliche Backsteinskulpturen,
die den synästhetischen Ansatz seiner Kunstauffassung verdeutlichen.
1975/76 dienen diese Arbeiten als Rahmen für Gemälde oder treten
motivisch darin auf. In Tonmodellen und Bronzeskulpturen (1981–85)
wird ebenfalls der Zusammenhang zwischen Natur und Geschichte reflektiert.
In bisher über 70 Publikationen hat Kirkeby sein Schaffen entweder
kommentierend begleitet oder zu eigenständigen poetischen Formen
gefunden.
Bibliografie / Ausstellungen (Auswahl)
Fuchs, R. u.a. (Hg.): Per Kirkeby, Ausstellungskatalog, Stedelijk Van
Abbe Museum, Eindhoven 1982
Gohr, S. u.a. (Hg.): Per Kirkeby – Retrospektive, Ausstellungskatalog,
Museum Ludwig Köln 1987
Hejlskov Larsen, Ane: Per Kirkeby, Köln 2004
Einzelausstellungen
Statens Museum for Kunst, Kopenhagen 1975
Museum Folkwang, Essen 1977 (Katalog)
Kunsthalle Bern 1979 (Katalog)
Kunstmuseum Vjile 1983 (Katalog)
Musée d’Art Moderne, Straßburg 1984 (Katalog)
Kunstmuseum Bern 1986
Städtisches Museum Abteiberg, Mönchengladbach 1986 (Katalog)
Palais des Beaux Arts, Brüssel 1988
Städtische Galerie im Lenbachhaus, München 1998
Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf 1998–99
Museum Ludwig, Köln 2002
Gruppenausstellungen
37./39./45. Biennale Venedig 1976/80/93
documenta 7/9, Kassel 1982/92
Stand: 6.10.2005
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