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Gustav Kluge
Werke in der Städtischen Sammlung Erlangen
Biografie
Gustav Kluge wurde 1947 in Wittenberg/Elbe geboren, studierte 1968–74
an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg, wo er 1978–1985
auch eine Lehrtätigkeit ausübte. Seit 1996 ist er Professor
an der staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe. 2008
wurde er mit dem Käthe-Kollwitz-Preis von der Berliner Akademie der
Künste für sein bisheriges Gesamtwerk ausgezeichnet. In der
Preisbegründung heißt es: „Das Werk von Gustav Kluge
blieb seit 20 Jahren konsequent von künstlerischen Trends und Marktbewegungen
unberührt. Kluge ist ein konsequent figurativer Maler, ein klassischer
Außenseiter, jedoch befand sich sein Werk stets im Diskurs der zeitgenössischen
Kunst und hatte stets eine öffentliche Präsenz. Er schert sich
wenig um die gängigen malerischen Positionen seiner Zeit, so wie
er auch die große Geste einer sich selbst behauptenden Malerei missachtet.
Für ihn ist Malerei ein umfassender Prozess, ein beobachtender Prozess
der Gesellschaft und der Existenz des Einzelnen gegenüber. Im günstigsten
Fall ist die Malerei für ihn eine Verschränkung von Selbst-
und Welterkenntnis. Vor allem aber ist bei Kluge, mehr als bei jedem anderen
Künstler in der Malerei der letzten 20 Jahre, die Kunst eine extrem
inhaltliche Auseinandersetzung über die Phänomene des Übergangs
zwischen Leben und Tod.
Schmerz, Gewalt und Machtausübung sowie Folter und Erniedrigung von
menschlicher Existenz sind von ihm in geradezu manischer Weise immer wieder
behandelt worden. Seine Bilder sind geprägt von einer Direktheit
und manchmal unerträglichen Präsenz einer Bildsprache, die sich
bewusst in der Darstellung des Menschenbildes an Primitivformen orientiert,
an Rohheit und an einer Abstraktion, in der stets ein psychologischer
Hintergrund mitschwingt.“.
Gustav Kluge lebt und arbeitet in Hamburg und Karlsruhe.
Ausstellungen (Auswahl)
Einzelausstellungen
Produzentengalerie Hamburg (Kat.) 1977, 1880, 1984, 2002
Kunstverein Brühl (Kat.) 1983
Kunsthalle Hamburg (Kat.) 1984
Spendhaus Reutlingen, 1986
Kunstverein Göttingen, 1987
Bonner Kunstverein, Kunstverein in Hamburg, Badischer Kunstverein Karlsruhe
(Kat.), 1987/88
Kunstverein Herford (Kat.) 1994
Kunstverein Göttingen (Kat.), 1996
Hamburger Kunsthalle, Bayerische Staatsgemäldesammlung München
(Kat.), Kunsthalle zu Kiel, Badischer Kunstverein (Kat.), 1997
Galerie van de Loo, München, 1999
Kunsthalle Rostock, Kunstverein Göttingen, Schloß Morsbroich,
Spendhaus Reutlingen (Kat.), 2000/2001
Kunsthalle Bremerhaven, 2006
Akademie der Künste, Berlin 2008
Gruppenausstellungen
1984 Kunstlandschaft Bundesrepublik, Düsseldorfer Kunsthalle (Kat.),
1984
Stipendiaten 1986, Kunsthaus Hamburg (Kat.), 1987
Holzschnitte, Gesellschaft für aktuelle Kunst, Bremen, 1987
Vom Essen und Trinken. Kunst- und Museumsverein, Wuppertal, 1987
Wechselströme, Bonner Kunstverein (Kat.), 1987
GegenwartEwigkeit, Martin-Gropius-Bau, Berlin (Kat.), 1990
Überleben, Bonner Kunstverein (Kat.), Ein Jahrhundert des Holzschnitts,
Hamburger Kunsthalle (Kat.), 1993
Der Riß im Raum, Martin-Gropius-Bau, Berlin (Kat.), 1994
Schnittstelle, Gustav Kluge und Josef Felix Müller Spendhaus Reutlingen
(Kat.), 1995
50 Jahre Holzschnitt, 1946–1996, Niederrheinischer Kunstverein,
Wesel 1996
querschnitt. deutscher holzschnitt heute, Städtische Galerie Villa
Zanders, Bergisch Gladbach (Kat.), 1997
Bibliografie (Auswahl)
Holzdrucke. Spendhaus Reutlingen, Oldenburger Kunstverein, Reutlingen
1986
Nebenstimmen, Minus-Plus-Fuge, Eindrehung, Zueignungen. Bonner Kunstverein,
Kunstverein in Hamburg, Badischer Kunstverein Karlsruhe, 1987
Die Elemente – Die Künste. Edition Cantz, Saarlandmuseum Saarbrücken,
1992
konterfei. Produzentengalerie Hamburg, 1995/96
hautKARMA. Kunstverein Göttingen, 1996
Verbotene Orte. Hamburger Kunsthalle, Staatsgalerie Moderner Kunst München,
1997
Wasserfarben. Kunsthalle zu Kiel, Badischer Kunstverein Karlsruhe, 1997
HÖREN und SEHEN vergehen. Galerie Marie-José van de Loo, München
1999
Eisenblicke. 20.21 Editions, Essen 1999
Werkverzeichnis der Holzdrucke. Hrsg. Kunsthalle Rostock, Städtisches
Museum Spendhaus Reutlingen, Städtisches Museum Leverkusen Schloss
Morsbroich, Kunstverein Göttingen. Hamburg 2000
Stand: 5.11.2008
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