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Fritz Koenig
Durchdringung
1965
Bronze-Plastik
Größe: 43,5 x 29,5 x 17 cm
Erworben 1965
Biografie
Geboren 1924 in Würzburg. Lebt und arbeitet in Ganslberg bei Landshut.
1942–45 leistete Koenig seinen Kriegsdienst als Frontsoldat ab.
Studierte 1946–52 an der Akademie der Bildenden Künste in München
bei Anton Hiller. 1951 erhält er ein Auslandsstipendium für
einen Studienaufenthalt in Paris. 1957 ermöglicht ihm ein weiteres
Stipendium den Aufenthalt in der Villa Massimo in Rom. Ein Jahr später
hat Koenig sein erstes eigenes Atelier in Landshut. 1964 beruft ihn die
Technische Universität München auf den Lehrstuhl für Plastisches
Gestalten an der Fakultät für Architektur. 1968 wird er zum
ordentlichen Mitglied der Akademie der Bildenden Künste in Berlin
und der Bayerischen Akademie der Schönen Künste in München.
1995 erhält Koenig das große Bundesverdienstkreuz. Nach figürlichen
Anfängen entwickelte er ein formal reduziertes bildhauerisches Werk,
das aus der Verbindung tektonischer und anthropomorpher Formen lebt. In
den 50er Jahren beschäftigte ihn das Motiv der Gruppenplastik, er
zog mehrfigurige Menschen- oder Tiergruppen zu formalen Einheiten zusammen,
die sich zuletzt dem Relief annäherten. Aus der Beschäftigung
mit der Todesthematik resultierten die Werkgruppen „Votiv"
und „Kreuz". Es folgte die Auseinandersetzung mit dem Thema
Balance, mit der Beziehung zwischen tragenden und lastenden Motiven. Im
Rahmen des Auftrags für die Brunnenskulptur des World Trade Center
in New York (1967–71) trat das Element der Kugel in den Vordergrund.
Seit den 70er Jahren Werkgruppe „Epitaph" und verstärkt
das Motiv des Paares.
Bibliografie / Ausstellungen (Auswahl)
Loers, V. (Hg.):Fritz Koenig, Skulpturen 1966–1979, Dokumentation
einer Ausstellung in der
Minoritenkirche 1979, Museen der Stadt Regensburg, in: Jahrbuch der Technischen
Universität
München, München 1978
Clarenbach, D.: Fritz Koenig, Eine Bildbiografie, Landshut 1998
Clarenbach, D.: Fritz Koenig, Handzeichnungen, Werkverzeichnis, München
2000
Clarenberg, D.: Fritz Koenig, Skulpturen, Werkverzeichnis, München
2003
Einzelausstellungen
Karl-Ernst-Osthaus-Museum, Hagen 1965 (Katalog)
Otto-Richter-Halle, Würzburg 1967 (Katalog)
Albrecht-Dürer-Gesellschaft, Kunsthalle Nürnberg 1970 (Katalog)
Retrospektive, Staatsgalerie Moderner Kunst, Haus der Kunst, München
1970 (Katalog)
Neue Pinakothek, München 1988 (Katalog)
Akademie der Künste, Berlin 1989 (Katalog)
Mein Afrika, Die Sammlung Fritz Koenig, Skulpturenmuseum im Hofberg, Landshut
2000 (Katalog)
Skulpturenmuseum im Hofberg, Landshut 2002 (Katalog)
Gruppenausstellungen
Deutscher Pavillon, Weltausstellung, Brüssel 1957
29./32. Biennale Venedig 1958/64
documenta 2/3, Kassel 1959/64
Stand: 10.10.2005 |