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Lothar Quinte
Lothar Quinte
Gazette
1963
Mappe mit 8 Siebdrucken auf Bütten Annonay-J.
Exemplar Nr. 12 von 20 signierten, nummerierten
und datierten Exemplaren einer einmaligen Auflage
Edition Galerie Rottluff
Größe: 50 x 65 cm
Erworben 1964
Biografie
Geboren 1923 in Neiße/Oberschlesien, gestorben 2000 in Wintzenbach/Elsaß.
1927 zieht die Familie nach Leipzig, wo Quinte 1937 eine vierjährige
Malerlehre beginnt. 1941 beginnt für ihn der Kriegsdienst bei der
Luftwaffe und bis 1945 befindet er sich in Kriegsgefangenschaft. 1946–50
Besuch derKunstschule Kloster Bernstein. 1952–57 Atelier in Reutlingen,
dann in Lauterbourg/Elsaß. 1959/60 Gastdozent Werkkunstschule Krefeld.
1960–67 in Karlsruhe, danach Atelier in Wintzenbach und ab 1980
Winteratelier in Goa. 1990 erhält Quinte den Kulturpreis Schlesien
des Landes Niedersachsen, 1997 den Lovis Corinth-Preis der Künstlergilde
Esslingen. 1995 wird er zum Professor h.c. des Landes Baden-Württemberg
ernannt. Beschäftigung mit Licht und Farbe führte erst zu monochromen
Farbfeldern mit Lichtschlitzen, Ende der 60er Jahre zu den Fächerbildern.
Später malte Quinte geometrische Formen vor monochromen Flächen.
In der Werkphase um die Mitte der 60er Jahre wandelt sich der optische
Gegenstand, nicht aber Grundstruktur und Leitthema seiner Bilder. Es war
die laute Pop-Ära, der im Bereich der konkreten Kunst die Op-Art
mit ihren grellen Effekten entsprach. Quintes Malerei ist ihr nicht unmittelbar
zuzurechnen, und doch blieb sie nicht unberührt vom Hang zur Geometrie
und Symmetrie und zum Fanal leuchtender Schockfarben. Lothar Quintes doch
wohl eher radikale Hinwendung zur Geometrie schuf sich vielfältige
Ausdrucksformen. Seine wichtigsten Hilfsmittel wurden nun das Lineal,
später dann der Zirkel. Die Falt-, Fächer- und Schlitzbilder
Quintes erscheinen häufig wie naturwissenschaftliche Darstellungen,
etwa aus dem Bereich der Strahlenphysik. Die Hinwendung zum „Fenster“,
mit seiner Dialektik von Ausblick und Eingrenzung war eine Rückkehr
zum Gegenständlichen, die frei war von semantischer Belastung, erkennbar
ohne figurativ zu sein, und letztlich auch unbelastet von tradierten Symbolen.
Bibliografie / Ausstellungen
(Auswahl)
Reisig, G.: Lothar Quinte Opus-Werkverzeichnis der Gemälde 1950–2000,
München 2000
Reisig, G.: Opus II. Werkverzeichnis der Gemälde 1950–2000.
Teil 2, München 2004
Einzelausstellungen
Kaiser Wilhelm Museum, Krefeld 1959
Westfälischer Kunstverein, Münster 1968 (Ausstellungskatalog)
Augustiner-Museum, Retrospektive (Katalog), Freiburg 1984
Staatliche Kunsthalle Karlsruhe 1993 (Katalog)
Zwischen Schwarz und Weiß – Gemälde von Lothar Quinte
aus dem Jahr 1997, Staatliche Kunsthalle Karlsruhe 1997
Zeit, Raum, Zeichen, Schloss Achberg 2005
Gruppenausstellungen
documenta 6, Kassel 1977
Stand: 8.10.2005
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