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Arnulf Rainer

Serie von vier Kreuzen

Kreuz (schwarz)
1977
Radierung
Exemplar Nr. 17 von 35 signierten und nummerierten Exemplaren
Erworben 1982

Kreuz (blau)
1977
Radierung
Exemplar Nr. 17 von 35 signierten und nummerierten Exemplaren
Erworben 1982

Kreuz (rot)
1977
Radierung
Exemplar Nr. 33 von 35 signierten und nummerierten Exemplaren
Erworben 1982

Kreuz (grün)
1977
Radierung
Exemplar Nr. 17 von 35 signierten und nummerierten Exemplaren
Erworben 1982

Biografie
Geboren 1929 in Baden bei Wien, lebt in Wien und Enzenkirchen/Oberösterreich. 1947 Erste Begegnung mit zeitgenössischer Kunst auf der Kunstausstellung des British Council. 1947–1949 Besuch der Staatsgewerbeschule in Villach. 1949 wird er an der Hochschule für Angewandte Kunst, Wien, aufgenommen, wo er nur einen Tag bleibt. Auch die Akademie der Bildenden Künste, Wien, besucht er kaum länger. Nachdem er 1951 in Paris Pollock, Riopelle und Wols kennen lernte, kehrt er sich vom phantastischen Realismus ab wendet sich expressiv-gestischen Formen zu und entwickelt ein besonderes Interesse für Mikrostrukturen und Formzerstörung. Kurz darauf entstehen seine „Übermalungen“, später die „Kruzifikationen“ und nach Experimenten mit halluzinogenen Drogen auch figurativ–halluzinative Zeichnungen. Rainer verwendet dabei eine Vielzahl an Materialien wie Öl, Ölkreide, Graphit, Feder und Mischtechniken auf Leinwand, Papier oder Pressspan. Ab 1958 entstanden aktionsbedingte Übermalungen des eigenen Körpers und von eigenen Portraitfotos, in denen der Maler eine neue Direktheit der bildnerischen Ich-Aussage anstrebte. In den 1970er Jahren folgen Hand-, Fuß-, sowie Fingermalereien und außerdem beginnt Arnulf Rainer seine Zusammenarbeit mit Dieter Roth. In den 1980er Jahren wendet er sich erneut religiösen Bildthemen zu. So nimmt er die Kreuzform wieder auf und malt des weiteren Engel- und Märtyrerbilder. 1981 wird ihm eine Professur an der Akademie der Bildenden Künste in Wien angeboten und im gleichen Jahr erhält er den Max-Beckmann-Preis der Stadt Frankfurt und wird Mitglied der Akademie der Künste in Berlin.
In unserem aufgeklärten Zeitalter steht der Künstler mit seinem Hang zum Absoluten und dem Wissen um dessen Unerreichbarkeit in einem unauflösbaren Widerspruch. Die Malerei wird so zu einer Gratwanderung zwischen Erschaffung und Zerstörung, zwischen Form und Formlosigkeit, zwischen Gelingen und Scheitern, Hoffnung und Hoffnungslosigkeit. Kaum ein Künstler verkörpert mehr diese Haltung als Arnulf Rainer. Doch sind seine Bilder durchaus nicht gescheiterte Versuche. Der Malprozess selbst als Kampf um Bildlichkeit ist in seinen Übermalungen unmittelbar gegenwärtig.

Bibliografie / Ausstellungen (Auswahl)
Weber, C.S.(Hg.): Arnulf Rainer im Museum Würth. Ausstellungskatalog, Künzelsau 2001
Thomann, K. (Hg.): Arnulf Rainer. Kreuze. Von den 60er Jahren bis heute. Katalog, Innsbruck 2001
Hoeps, R. (Hg.): Arnulf Rainer – Auslöschung durch Inkarnation, Katalog, Münster 2004

Einzelausstellungen
Hessisches Landesmuseum, Darmstadt 1975 (Katalog)
Kunsthalle Bern; München, Hannover 1977 (Katalog)
Städtische Galerie im Lenbachhaus, München 1978
Centre Georges Pompidou, Paris 1984 (Katalog)
Kunstmuseum, Düsseldorf 1984 (Katalog)
Kunsthalle, Hamburg 1986 (Katalog)
Arnulf Rainer, Auslöschung und Inkarnation, Westfälisches Landesmuseum, Münster 2004 (Katalog)

Gruppenausstellungen
documenta 2/5/6, Kassel, 1959/72/77
36./38./39. Biennale, Venedig, 1972/78/80

Stand: 6.10.2005

 
           
 
Ausstellungen der Städtischen Sammlung Erlangen:
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