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Joseph Gallus Rittenberg

Werke in der Städtischen Sammlung Erlangen

Biografie
G

Bibliografie / Ausstellungen (Auswahl)
A

  Herbert Achternbusch. Foto: 1981. Geboren 1938 in München. Als Schriftsteller und veröffentlichte er Romane (z.B. „Die Atlantikschwimmer“), Erzählungen (z.B. „Die Alexanderschlacht“) und Theaterstücke (z.B. „Gust“). Seit 1974 ist Achternbusch zudem Filmemacher, u.a. „Das Andechser Gefühl“ (1974), „Die Atlantikschwimmer“ (1975); „Der Depp“ und „Das Gespenst“ (1982).
Seine Werke sind zu einem guten Teil - und wohl stärker als bei vielen anderen Künstlern - praktisch eine Art Autobiografie "in progress". Darauf weist auch sein freizügiger Umgang mit den eigenen Texten hin, die er im Verlauf der Zeit ummontiert, ergänzt und neu herausgibt. Was aber genau der Phantasie, was dem wirklichen Leben des Künstlers entspringt, weiß wohl nur Achternbusch allein.
  Anna Maria. Foto: 1986. Geboren 1986. Joseph Gallus Rittenbergs Tochter.
  Wolfgang Bauer. Foto: .Geboren 1941 in Graz. Mit seinem provokanten Frühwerk „Magic Afternoon“ schaffte er 1968 den Durchbruch und wurde zu einem Vertreter der schriftstellerischen Avantgarde. Seine frühen Stücke zeigen eine unverkennbare Lust zur Provokation und sind stark von der Rock- und Pop-Szene beeinflusst. Außerdem hat er Drehbücher, Texte, Gedichte und einen Roman, („Fieberkopf“) geschrieben. 1994 erhielt er den Großen Österreichischen Staatspreis für Literatur und 2004 den Steirischen Landeskulturpreis. Er starb 2005 in Graz.
  Thomas Bernhard. Foto: 1978. Geboren 1931 in Heerlen (Holland), gestorben 1989 in Gmunden (Österreich). Thomas Bernhard zählt zu den bedeutendsten deutschsprachigen Autoren der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
1963 gelang ihm nach der Veröffentlichung mehrerer Lyrikbände mit dem Roman „Frost“ der literarische Durchbruch. 1968 erhielt er den Österreichischen Staatspreis, 1970 wurde er mit dem Büchner-Preis ausgezeichnet.
  Joseph Beuys. Foto: 1981. Geboren 1921 in Krefeld, gestorben 1986 in Düsseldorf. Bildhauer, Zeichner sowie Aktionskünstler und Kunsttheoretiker. Joseph Beuys zählt zu den bekanntesten und einflussreichsten deutschen Künstlern der Moderne.
  Richard Blank. Foto:
  Franz Joseph Bogner. Foto: 1985. Geboren 1934 in Limburg an der Lahn. Kabarettist. „Durch Deformation“ sei er Clown geworden. 1978 wurde er mit dem Deutschen Kleinkunstpreis ausgezeichnet. Bogner gilt heute als der wichtigste Vertreter deutschen clownesken Theaters.
  Frank Castorf. Foto: ????. Geboren 1951 in Berlin. Frank Castorf ist Regisseur und Intendant der Volksbühne Berlin. In den Jahren 2002 und 2003 wählte ihn die Zeitschrift „Theater Heute“ zum »Regisseur des Jahres«. Castorfs Inszenierungen können dem zugerechnet werden, was als postdramatisches Theater bezeichnet wird.
  Patrice Chéreau. Foto: 1988. Geboren 1944 in Lézigné (Maine-et-Loire). Film- und Theaterregisseur, Drehbuchautor und Schauspieler. Bereits mit 19 Jahren inszenierte er an einem professionellen Theater. Legendär geworden ist sein Ring des Nibelungen zum 100-jährigen Bestehen der Richard-Wagner-Festspiele in Bayreuth 1976. Patrice Chéreau hat sich mittlerweile auch einen Namen als Filmregisseur gemacht. Mit seinem Film „Intimacy“ aus dem Jahre 2001, gewann er den Goldenen Bären auf der Berlinale.
  Walter Dahn. Foto: 1986. Geboren 1954 in St. Tönis bei Krefeld. Walter Dahn ist Maler, Musiker und Fotograf, lebt in Köln und lehrt an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. An der Kunstakademie Düsseldorf war Dahn Meisterschüler von Joseph Beuys. In den 80er Jahren war er ein wichtiger Vertreter der Jungen Wilden sowie Mitbegründer der Künstlergruppe „Mülheimer Freiheit“.
  Helmut Dietl. Foto: 1992. Geboren 1944 in Bad Wiessee. Helmut Dietl ist Filmregisseur und Drehbuchautor. Dietl gilt seit „Monaco Franze“ als einer der bekanntesten Filmregisseure im deutschen Sprachraum. Er hat mehrere Drehbücher mit Patrick Süskind erarbeitet.
  August Everding. Foto: 1981. Geboren 1928 in Bottrop, gestorben 1999 in München. August Everding war Regisseur, Manager, Kulturpolitiker und Intendant. Schon 1955 wurde er Regisseur, darauf Oberspielleiter und später Intendant an den Münchner Kammerspielen. 1982 wurde Everding Generalintendant der Bayerischen Staatstheater und schaffte es in dieser Stellung die Wiedereröffnung des Prinzregententheaters und die Gründung des Bayerischen Staatsballetts, der Bayerischen Theatertage und der Bayerischen Theaterakademie durchzusetzen.
  Rainer Werner Fassbinder. Foto: 1980. Geboren 1945 in Bad Wörishofen, Bayern, gestorben 1998 in München. Regisseur, Filmproduzent und Autor. 1967 war er Schauspieler beim „action-theater“, aus dem er sein „Antiteater“ entwickelte, für das er die meisten seiner Theaterstücke u.a. „Liebe ist kälter als der Tod“ 1969 und „Katzelmacher“ 1969, schrieb. Zur gleichen Zeit begann er auch erste Filmprojekte zu realisieren. Fernsehgeschichte schrieb er mit seinem aufwändig produzierten Mehrteiler „Berlin Alexanderplatz“ nach dem Roman von Alfred Döblin, Er starb während der Arbeit am Schnitt zu seinem letzten Film „Querelle“ im Alter von nur 37 Jahren an einer Überdosis Kokain.
  Ottfried Fischer. Foto: 1984. Geboren 1953 in Ornatsöd im Bayerischen Wald, lebt in München Schauspieler und Kabarettist. Mit einigen Freunden gründete er 1980 das Münchner Hinterhoftheater. Dort wirkte er hauptsächlich als Kabarettist und Schauspieler. 1993 spielte er lange an der Seite von Wolfgang Fierek in der Serie „Ein Bayer auf Rügen“. Seit 1995 spielt er den Hauptkommissar Berghammer in jener Fernsehserie, die ihn sehr populär machte „Der Bulle von Tölz“.
  Günter Grass. Foto: 1989. Geboren 1927 in Danzig, lebt in der Nähe von Lübeck. Schriftsteller, Bildhauer, Maler und Grafiker. Günter Grass war Mitglied der Gruppe 47 und gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Autoren der Gegenwart. Im Jahr 1999 erhielt er den Nobelpreis für Literatur. Zu seinen wichtigsten Werken gehören „Die Blechtrommel“ (1959), „Katz und Maus“ (1961), „Hundejahre“ (1963), „Die Rättin“ (1986), „Im Krebsgang“ (2002), „Beim Häuten der Zwiebel“ (2006).
  Friedrich Gulda. Foto:????. Geboren 1930 in Wien, gestorben 2000 in Steinbach am Atternsee. Pianist und Komponist. Bereits im Alter von 16 Jahren gewann Gulda beim Internationalen Genfer Musikwettbewerb und gelangte rasch zu Weltruhm. Seine äußerst exakten, um besondere Werktreue bemühten Mozart- und Beethoven-Interpretationen gelten bis heute als Meilensteine in der Musikgeschichte.
  Josef Hader. Foto: . Geboren 1962 in Waldhausen im Strudengau/Oberösterreich. Kabarettist und Schauspieler. 1991 schrieb er mit Alfred Dorfer das tragisch-komische Stück "Indien", das dann zwei Jahre später unter der Regie von Paul Harather verfilmt wurde. 1993 erhielt er den Deutschen Kabarettpreis.
  Klaus Händl. Foto: ????. Geboren 1969 in Rum/Tirol, lebt in Wien, Berlin und Port am Bielersee/Schweiz. Filmschauspieler, Regisseur und Dramatiker. Er schreibt Theaterstücke (u.a. „Ich ersehne die Alpen“ 2001, „Dunkel lockende Welt“ 2006), aber auch Prosastücke und Hörspiele. 1995 erhielt er den Robert- Walser-Preis.
  Nina Hagen. Foto: 1984. Geboren 1955 in Berlin-Friedrichshain. Eine der bekanntesten deutschen Sängerin und Songschreiberin. 1976 verließ sie die DDR, nachdem ihr Ziehvater Wolf Biermann ausgebürgert wurde. Alben (u.a. „Nina Hagen“ 1989, „Return of the Mother“ 2000, „Irgendwo auf der Welt“ 2006). Außerdem wirkte sie in Filmen mit (u.a. „Lilien in der Bank“ 1992, 7 Zwerge – Männer allein im Wald“ 2004, „7 Zwerge – Der Wald ist nicht genug“).
  Josef Haslinger. Foto: .
  Christoph Hein. Foto: 1987. Geboren 1944 in Heinzendorf bei Münsterberg, Schlesien, lebt in Berlin Schriftsteller, Übersetzer und Essayist. 1974 erlebte er seine Theaterpremiere mit seinem Stück „Schlötel oder Was solls“. 1980 erschien sein erstes Buch „Einladung zum Lever Bourgeois“. Weitere Werke sind u.a. „Horns Ende“ 1985, „Die Ritter der Tafelrunde“ 1989, „Exekution eines Kalbes und andere Erzählungen“ und „Willenbrock“ 2000. 1982 erhielt er den Heinrich-Mann-Preis und 2002 den Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur.
  Peter Henisch. Foto: 1984. Geboren 1943 in Wien, lebt in Wien, Niederösterreich und der Toskana. Schriftsteller und Journalist, Mitbegründer, Liedtexter und Sänger der Gruppe „Wiener Fleisch und Blut“ sowie Mitbegründer der Gruppe und Zeitschrift „Wespennest“..
  Armin Holz. Foto: . Geboren 1962 in Krefeld. Regisseur. Er inszenierte am Deutschen Theater Berlin („Wunderworte“ von Ramón del Valle-Inclán, 1992) und am Staatstheater Hannover („Die falsche Zofe“ von Marivaux, 1996). 2003 inszenierte er „Salome“ von Oscar Wilde und 2006 „Ein idealer Ehemann“ ebenfalls von Wilde. 1997 wurde er mit dem Preis der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste ausgezeichnet.
  Alois Hotschnig. Foto: 1990. Geboren 1959 in Berg im Drautal/Kärnten, lebt in Innsbruck/Tirol. Schriftsteller. Er schreibt Romane, Erzählungen und Theaterstücke. 2003 erhielt er den Österreichischen Förderpreis für Literatur.
  Franz Innerhofer. Foto: 1992. Geboren 1944 in Krimml, Salzburg, Freitod 2002 in Graz. Schriftsteller. Ab 1980 arbeitete er als Buchhändler in Graz. Sein erster autobiografischer Roman "Schöne Tage" (1974), in dem er seine harte Kindheit beschreibt, machte Innerhofer schlagartig bekannt. 1975 erhielt er den Bremer Literaturpreis und den Rauriser Literaturpreis.
 

Ernst Jandl. Foto: ????. Geboren 1925 in Wien, gestorben 2000 ebd. Einer der bekanntesten experimentellen Dichter deutscher Sprache. Einflüsse aus der konkreten Poesie und dem Dadaismus. Zu seinen geradezu populär gewordenen Gedichten zählen u.a. „Laut und Luise“, „schtzngrmm“, „ottos mops“ „kneiernzuck“ und „lichtung“. Jandl legte Wert darauf, seine Texte selbst vorzutragen und gab ihnen durch seinen eigenwilligen Vortrag eine ganz besondere Note. 1982 und 1984 erhielt er den Georg-Büchner-Preis, 1984 den Großen ÖsterreichischenStaatspreis für Literatur und 1995 den Friedrich-Hölderlin-Preis.

Friederike Mayröcker. Foto: ????. Geboren 1924 in Wien. Friederike Mayröcker gilt als eine der bedeutendsten zeitgenössischen Lyrikerinnen. Erfolg hatte sie auch mit Hörspielen. Vier davon verfasste sie gemeinsam mit Ernst Jandl, mit dem sie von 1954 bis zu dessen Tod im Jahr 2000 zusammenlebte.

  Elfriede Jelinek. Foto: 1987/????. Geboren 1946 in Mürzzuschlag/Steiermark, lebt in Wien und München. Schriftstellerin. Im Jahr 2004 erhielt sie den Literaturnobelpreis für „den musikalischen Fluss von Stimmen und Gegenstimmen in Romanen und Dramen, die mit einzigartiger sprachlicher Leidenschaft die Absurdität und zwingende Macht der sozialen Klischees enthüllen“. Zu ihren wichtigsten Werken gehören „Die Liebhaberinnen“ 1975, „Die Klavierspielerin“ 1983 sowie die Theaterstücke „Ein Sportstück“ 1998 „Bambiland“ 2003, das Christoph Schlingensief im selben Jahr am Burgtheater inszenierte und „Ulrike Maria Stuart“ 2003.
  Wolfgang Koeppen. Foto: 1991. Geboren 1906 in Greifswald, gestorben 1996 in München. Wolfgang Koeppen gilt als einer der bedeutendsten deutschen Schriftsteller der Nachkriegszeit. Er wurde vor allem durch seine Romantrilogie (Tauben im Gras, Der Tod in Rom und Das Treibhaus) bekannt, die Anfang der 1950er Jahre entstand, und veröffentlichte danach noch Reiseberichte und Erinnerungen. 1956 erhielt er den Großen Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste.
  Ralf König. Foto: 1992. Geboren 1960 in Soest/Westfalen, lebt in Köln. Ralf König ist einer der populärsten und international erfolgreichsten deutschen Comic-Zeichner und -Autoren. Mit „Kondom des Grauens“, einer Krimiparodie mit Anklängen an den Ton des Film noir, entstand 1987 eine erste längere Comic-Erzählung (1990 fortgesetzt mit „Bis auf die Knochen“), noch im gleichen Jahr gefolgt von „Der bewegte Mann“. „Der bewegte Mann“ war Königs erster Comic bei einem großen Publikumsverlag und bescherte ihm eine breite Leserschaft.
  Fitzgerald Kusz. Foto: ????. Geboren 1944 in Nürnberg, wo er bis heute lebt. Mundart-Autor, Dramatiker, Lyriker. Sein größter Erfolg gelang ihm mit seinem in fränkischer Mundart geschriebenen Theaterstück "Schweig, Bub!", das 1976 am Staatstheater Nürnberg uraufgeführt wurde. Des weiteren schrieb er Stücke wie “Saupreißn“ 1983 und „Letzter Wille“ 1997 und veröffentlichte Lyrik-Bände (u.a. „Bräisälä“ 1990, „Der fränkische Jedermann“ 2001 und „Wouhii“ 2002).
  Juliane Lorenz. Foto: 1993. Geboren 1957 in Mannheim. Juliane Lorenz ist Cutterin, Regisseurin, Produzentin und Autorin. Aus der Begegnung mit Rainer Werner Fassbinder entwickelte sich eine Arbeits- und Lebensgemeinschaft. Wichtigste Arbeiten u.a.: „Despair – Eine Reise ins Licht“, „Die Ehe der Maria Braun“, „Berlin - Alexanderplatz“, „Malina“, „Der Rosenkönig“.
    Friederike Mayröcker. s.o. Jandl
  Bernhard Minetti. Foto: ????. Geboren 1905 in Kiel, gestorben 1998 in Berlin. Schauspieler. Er spielte in Filmen wie „Tiefland“ von Leni Riefenstahl, dem Nazi-Propagandafilm „Die Rothschilds“ und in der Verfilmung von Alfred Döblins „Berlin Alexanderplatz“ von 1931. Bekannt wurde er jedoch später als Theaterschauspieler. In den 70er Jahren spielte er die großen Thomas-Bernhard-Rollen, die dieser z.T. eigens für ihn geschrieben hat und als über 80-jähriger trat er noch mal in der Heiner Müller Inszenierung des Brecht Stücks „Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui“ auf.
  Franz Morak. Foto: 1983. Geboren 1946 in Graz. Franz Morak ist seit 2000 Staatssekretär für Kunst und Medien im Bundeskanzleramt (ÖVP) in der Bundesregierung von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel. Morak war als Sänger und Songwriter, Schauspieler, Regisseur an mehreren Theatern sowie Darsteller in TV-, Hörfunk-, und Filmproduktionen tätig.
  Harry Mulisch. Foto: . Geboren 1927 in Haarlem. Schriftsteller.
Weltweite Beachtung fand sein 1992 erschienener Roman "Die Entdeckung des Himmels", der das Verhältnis von Wissenschaft und Religion auf mystische Weise behandelt.
Das literarische Schaffen Mulischs umfasst ein weites Spektrum aus journalistischen Arbeiten, Erzählungen, Romanen, Dramen, Lyrik, Opernlibretti und philosophischen Essays.
  André Müller. Foto: ????. Geboren 1946 in Michendorf/Brandenburg. Journalist und Schriftsteller. Seit 1975 arbeitet André Müller als freischaffender Journalist. Bekannt geworden sind seine Interviews mit berühmten Zeitgenossen, die er in Zeitungen wie Der Spiegel, Stern, Die Zeit oder im Playboy veröffentlicht. Im Jahr 2000 wurde André Müller mit dem Ben-Witter-Preis ausgezeichnet.

  Heiner Müller. Fotos: 1987, 1990. Geboren 1929 in Eppendorf/Sachsen, gestorben 1995 in Berlin. Er war einer der wichtigsten deutschsprachigen Dramatiker der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Bedeutend war er außerdem als Lyriker, Prosaautor und Verfasser theoretischer Texte wie auch als Regisseur und Intendant. Er erhielt u.a. den Heinrich-Mann-Preis und den Georg-Büchner-Preis. 1970 wurde er Dramaturg am Berliner Ensemble. (Drittes Bild: Müller und Chéreau)
  Albert Ostermaier. Foto: ????. Geboren 1967 in München, wo er bis heute lebt. Schriftsteller, insbesondere Dramen und Lyrik. Zu seinen wichtigsten Werken gehören u.a die Theaterstücke „Zwischen zwei Frauen. Tollertopographie“ 1993, „The Making Of B.-Movie“ 2000 anlässlich des 100. Geburtstags von Bertold Brecht und „Nächte unter Tage“ 2005, als auch Lyrik wie „Herz Vers Sagen“ 1995, „Autokino“ 2001 und „SOLARPLEXUS“ 2004.
  Claus Peymann. Foto: . Geboren 1937 in Bremen. Theaterregisseur und derzeit Intendant des Berliner Ensembles. Im Jahr 1979 übernahm Peymann die Intendanz am Schauspielhaus Bochum, das zuvor von Peter Zadek geführt worden war. In seiner knapp siebenjährigen Amtszeit feierte Peymann große Erfolge. 1986 übernahm Peymann die Direktion des Burgtheaters in Wien. 1999 geht Peymann nach Berlin und leitet seit der Spielzeit 1999/2000 das Berliner Ensembles, im "Theater am Schiffbauerdamm".
  Rosa von Praunheim. Foto: 1981. Geboren 1942 in Riga (eigentlich Holger Mischwitzky), lebt in Berlin.. Rosa von Praunheim ist deutscher Filmregisseur. In den siebziger Jahren sorgten seine beiden Filme „Die Bettwurst“ und „Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt“ für Aufsehen. Rosa von Praunheim ist Professor für Filmregie an der Hochschule für Film und Fernsehen in Potsdam-Babelsberg.
  Helmut Qualtinger. Foto: ????. Geboren 1928 in Wien, gestorben 1986 ebd. Bis heute unvergessener Schauspieler, Schriftsteller, Kabarettist und Rezitator. Er verkörperte stets die böse Seite der österreichischen Schein-Idylle.Er spielte in Filmen (u.a. „Hanussen“ 1955, „Der Paukenspieler“ 1967, „Der Richter und sein Henker“ 1975 und „Der Name der Rose“ 1986) und trat mit Kabarettprogrammen auf (u.a. „Blattl vor’m Mund“ 1956 und „Die Hinrichtung“ 1965).
  Georg Ringsgwandl. Foto: 1992. Geboren 1948 in Staufenbrück bei Bad Reichenhall. Georg Ringsgwandl ist Arzt, sowie Kabarettist und Liedermacher. 1988 erhielt er den Deutschen Kleinkunstpreis und 2006 den Bayerischen Kabarettpreis in der Rubrik Musik.
  Gerhard Roth. Foto: 1993. Geboren 1942 in Graz, lebt abwechselnd in Wien und in der Steiermark. Schriftsteller. Neben Romanen („Der Berg“ 2000, „Der Strom“ 2002, „Das Labyrinth“ 2004) schreibt er Erzählungen („Das Töten des Bussards“ 1982), Dramen („Dämmerung“ 1978, „Fremd in Wien“ 1993) und Essays („Das doppelköpfige Österreich“ 1995). Darüber hinaus veröffentlichte er Hörspiele und Drehbücher.
  Wolfgang Sawallisch. Foto: 1981. Geboren 1923 in München. Wolfgang Sawallisch ist Dirigent und Pianist. 1960-1970 war er Chefdirigent der Wiener Symphoniker und nahezu zeitgleich auch Generalmusikdirektor der Hamburger Philharmoniker, danach Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper. Von 1993 bis 2003 leitete er das Philadelphia Orchestra.
  Einar Schleef. Foto: . Geboren 1944 in Sangerhausen bei Halle/Saale. Einar Schleef starb 2001 in Berlin. Einer der herausragenden deutschen Schriftsteller und Regisseure. Elfriede Jelinek sagte in einem Nachruf über ihn: „Es hat in Deutschland nur zwei Genies gegeben: Im Westen Fassbinder, im Osten Schleef.“.Er schrieb Romane und Erzählungen (u.a. „Gertrud“ 1980, „Droge Faust Parsifal, Essay, 1997, „Tagebuch 1953-63“ 2004, „Tagebuch 1964-76“ 2006), Theaterstücke (u.a. „Totentrompeten 1-4“, „Nietzsche Trilogie“), sowie Hörspiele. 1985-1990 war er am Schauspiel Frankfurt tätig, wo er u.a. sein eigenes Stück „Die Schauspieler“ inszenierte. 1993 führte er Rolf Hochhuths „Wessis in Weimar“ am Berliner Ensemble auf, wo er auch 1995 den besonders bekannt gewordenen „Puntila“ zeigte, bei dem er die Hauptrolle spielte. Am Düsseldorfer Schauspielhaus folgte 1997 eine Aufführung der „Salome“ nach Oscar Wilde und 1998 inszenierte er „Ein Sportstück“ von Elfriede Jelinek am Burgtheater in Wien.
  Christoph Schlingensief. Foto: 1992. Geboren 1960 in Oberhausen. Film- und Theaterregisseur, Hörspielautor und Aktionskünstler. Schlingensief wurde durch die provozierenden Filme seiner Deutschlandtrilogie „100 Jahre Adolf Hitler - Die letzte Stunde im Führerbunker“, „Das deutsche Kettensägenmassaker“ und „Terror 2000“ bekannt. Seit Oktober 2005 ist er als Gastprofessor an der Hochschule für bildende Künste Braunschweig im Bereich "Kunst in Aktion" tätig. Schlingensiefs Theaterprojekt Area 7 - Matthäusexpedition war im Januar und Mai 2006 am Wiener Burgtheater zu sehen.
  Volker Schlöndorff. Foto: 1980. Geboren 1939 in Wiesbaden. Filmemacher. Sein Film "Der Junge Törless" 1963/64 wurde mehrfach ausgezeichnet und gilt als der erste internationale Erfolg des jungen deutschen Films. Für Schlöndorffs internationalen Durchbruch steht seine Verfilmung des Romans "Die Blechtrommel" von Günter Grass, für den er mit der Goldenen Palme in Cannes 1979 und mit einem Oscar für den besten ausländischen Film ausgezeichnet wurde. 2000 bekam er den Fernsehpreis Goldene Kamera verliehen. 2005 erhielt Schlöndorff in München den Ehrenpreis des Bayerischen Filmpreises. Seit 2001 lehrt er als Professor für Film und Literatur an der European Graduate School in Saas-Fee.
  Helmut Schödel. Foto: ????. Geboren 1950 in Hof, lebt in München. Studium der Germanistik und Anglistik in Würzburg und München. Schreibt für das Feuilleton der „Zeit“.
  Werner Schroeter. Foto: 1980. Geboren 1945 in Georgenthal/Thüringen. Er gilt als einer der wichtigsten Filmregisseure der deutschen Gegenwart. 1980 gewann er mit seinem Film Palermo oder Wolfsburg den Goldenen Bären der Berliner Filmfestspiele. 2000 erhielt er den Arte-Preis für „Die Königin – Marianne Hoppe“. Derzeit bereitet er einen Spielfilm mit Isabelle Huppert in Frankreich und Portugal vor.
  Sigi Schwab. Foto: 1985. Geboren 1940 in Ludwigshafen, lebt in München. Sigi Schwab, eigentlich Siegfried Schwab, ist Gitarrist und Komponist. Er komponierte Fernseh-, Film- und Bühnenmusik. Bekannt wurde er u.a. durch seine Arbeit mit dem Diabelli Trio (Wiener Klassik) und der Percussion Academia sowie durch Duo-Auftritte mit dem Gitarristen Peter Horton. Zusammen mit Andreas Keller und Ramesh Shotham gründete er später das Percussion Projekt, das auch heute noch aktiv ist.
  Werner Schwab. Foto: 1992. Geboren 1958 in Graz, gestorben 1994 ebd. Schriftsteller und einer der meistgespielten Gegenwartsdramatiker. Er schrieb zunächst Prosa, dann ab 1990 Theaterstücke: u.a. „Die Präsidentinnen“ (1990), „Übergewicht unwichtig Unform“ (1991), „Mein Hundemund“ (1992), „Volksvernichtung“ (1992).

  Martin Sperr. Foto: 1979. Geboren 1944 in Steinberg bei Marklkofen (Kreis Dingolfing-Landau), gestorben 2002 in Landshut. Dramatiker und Schauspieler. In seinen Stücken prangert er drastisch und im Dialekt die von ihm empfundenen Missstände an. Die 1966 uraufgeführten "Jagdszenen aus Niederbayern" wurden zur Theatersensation. Ein Erfolg wurde auch seine Übertragung von Edward Bonds „Gerettet“ in den bayerischen Dialekt. 1972 erlitt Sperr einen schweren Unfall, lag lange im Koma, und war von da an gesundheitlich beeinträchtigt. 1983 schloss er sich dem Ensemble des Münchner Volkstheaters an.
  Hans-Jürgen Syberberg. Foto: 1988. Geboren 1935 in Nossendorf, Vorpommern, lebt in München und Nossendorf. Hans-Jürgen Syberberg ist einer der umstrittensten Regisseure des Neuen Deutschen Kinos. Syberberg drehte dokumentarische Filme für den Bayerischen Rundfunk u. a. über Fritz Kortner und Romy Schneider. Vor allem seine beiden Filme „Hitler, ein Film aus Deutschland“ und „Parsifal“ wurden in der Öffentlichkeit heftig diskutiert.
  Margarethe von Trotta. Foto: 1986. Geboren 1942 in Berlin, lebt in Paris. Tochter des Malers Alfred Roloff, Schauspielerin, Regisseurin und Drehbuchautorin. 1969/70 übernahm sie Filmrollen bei 4 Filmen von Rainer Werner Fassbinder. Von 1971 bis 1991 mit dem Regisseur Volker Schlöndorff verheiratet. Seit 1977 führt sie selbst Regie
  Peter Turrini. Foto: 1989. Geboren 1944 in St. Margarethen im Lavanttal, lebt in Wien und Retz. Schriftsteller. Bekannt geworden insbesondere durch seine gesellschaftskritischen und provokanten Heimatstücke: „Rozznjogd“ 1971, „Sauschlachten“ 1972 und der Fernsehserie „Alpensaga“ 1974-79. Es folgten die Stücke: "Die Minderleister", 1988; "Alpenglühen", 1993; "Die Liebe in Madagaskar", 1998; "Die Eröffnung", 2000; "Ich liebe dieses Land", 2001; "Der Riese vom Steinfeld", 2002; "Da Ponte in Santa Fe", 2002, "Bei Einbruch der Dunkelheit", 2006, Gedichtbände, Drehbücher, Reden und Essays.
  Alexandra Wehner. Foto: .
  Josef Winkler. Foto: 1993. Geboren 1953 in Kamering/Kärnten, lebt in Klagenfurt. Schriftsteller. Josef Winkler gewann 1979 mit dem Roman „Menschenkind“ den zweiten Preis beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb. Das Buch bildet gemeinsam mit den folgenden Romanen „Der Ackermann aus Kärnten und Muttersprache“ die Trilogie „Das wilde Kärnten“. 2003 erschien der aus 80 Prosaminiaturen bestehende Band „Leichnam, seine Familie belauernd“.


  Siegfried „Sigi“ Zimmerschied. Fotos: 1979, 1979. Geboren 1953 in Passau. Kabarettist. 1975 gründete er zusammen mit Bruno Jonas die Passauer Kabarettgruppe „Die Verhohnepeopler“. 1980 erhielt er den Deutschen Kleinkunstpreis für Kabarett, 1988 den Österreichischen Kleinkunstpreis. Weitere Soloprogramme folgten. 1992 startete er das Projekt „Schartl“, einen frei finanzierten Spielfilm als Autor, Komponist, Darsteller, Regisseur und Produzent.

Stand: 29.10.2006

 
           
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