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Fred Sandback
Werke in der Städtischen Sammlung Erlangen
Künstlerzitat
„Ich habe mich schon früh von dem Modell solcher einzelnen
skulpturalen Volumina zugunsten einer Skulptur gelöst, die weniger
ein Ding an sich wurde und mehr eine diffuse Schnittstelle zwischen mir,
meiner Umgebung und anderen, die diese Umgebung bevölkern; errichtet
aus dünnen Linien, die ausreichend Raum ließen, um sich durch
sie hindurch und in ihr herum zu bewegen. Noch Skulptur, wenn auch weniger
dicht, mit einer Ambivalenz zwischen Außenraum und Innenraum. Eine
Zeichnung, die man bewohnen kann."
„Meine Arbeiten sind nicht im üblichen Sinne des Wortes illusionistisch.
Sie weisen weder von sich selbst weg noch auf etwas anderes hin, was nicht
da ist. Ihre Illusionen sind ganz einfach ein Bestandteil der Werke. Illusionismus
heißt, ein Bild von etwas anderem zu schaffen. Vielleicht waren
die Trapeze und Rechtecke, die ich gemacht habe, Bilder von etwas. Aber
meine offenen Arbeiten sind es nicht.“
Fred Sandback 1986
Biografie
Fred Sandback wurde 1943 in Bronxville, New York geboren. Er studierte
zunächst Philosophie an der Yale University, New Haven, Connecticut
(1962–66), danach Kunst an der Yale School of Art and Archtitecture.
Fred Sandback zählt zu den wichtigsten Protagonisten im Umfeld der
Minimal Art. Er begriff sich selbst in erster Linie als Bildhauer. Seine
häufig augenblickhaften, flüchtigen, aber stets ganz realen
minimalistischen Skulpturen bilden eine komplexe Mischung aus Linien,
Flächen und Volumen, die erstaunlich gegenwärtig und zugleich
völlig illusorisch erscheinen.
Fred Sandback ist 2003 in New York City gestorben.
Ausstellungen (Auswahl)
Einzelausstellungen
Galerie Heiner Friedrich, München 1968, 1970
Kunsthalle Bern 1973
Museum Folkwang, Essen 1974
Städtisches Museum Schloss Morsbroich, Leverkusen 1974, 1987
Hessisches Landesmuseum, Darmstadt 1975
Kunsthaus Zürich 1985
Kestnergesellschaft, Hannover 1987
Galerie Rolf Ricke, Köln 1992
Gruppenausstellungen
Prospect 68. Städtische Kunsthalle Düsseldorf 1968
Konzeption – Conception. Städtisches Museum Schloss Morsbroich,
Leverkusen 1969
When Attitude becomes Form. Kunsthalle Bern 1969
Bildnerische Ausdrucksformen 1960–1970. Sammlung Karl Ströher
im Hessischen Landesmuseum, Darmstadt 1970
Recently acquired Drawings. The Museum of Modern Art, New York 1974
Sydney Biennale, 1976
Graphisches Kabinett, Kunsthaus Zürich 1980
Staatsgalerie moderner Kunst, München 1980
Drawing Destinctions – American Drawings of the Seventies. Louisiana
Museum, Humlebæk 1981
Vom Zeichnen, Aspekte der Zeichnung 1960–1985
Frankfurter Kunstverein, 1985–1986
Aus meiner Sicht, Eine Ausstellung von Rolf Ricke, Kölner Kunstverein,
1989
Bibliografie (Auswahl)
Fred Sandback. Diagonal Constructions/Broken Lines. Skulpturen und Zeichnungen,
Ausstellungskatalog Kestnergesellschaft Hannover 1987
Fred Sandback. Vertikal Constructions, Ausstellungskatalog Westfälischer
Kunstverein Münster, 1987
Fred Sandback. Werkverzeichnis der Druckgrafik, München 1987
Malsch, Friedemann (Hg.): Fred Sandback. Katalog der Ausstellung Kunstmuseum
Liechtenstein. Vaduz, Ostfildern-Ruit 2005
Stand: 5.11.2008
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