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Walter Tafelmaier

Werke in der Städtischen Sammlung Erlangen

Künstlerzitat
„Von Beginn an hatte ich das Gefühl, mich am besten schwarzweiß, grafisch und zeichnend, ausdrücken zu können. (...) Zeichnen ist wie Pflügen, das Pflügen auf einem Stück Papier, indem dabei das Unterste oder Innerste nach oben geholt und sichtbar gemacht wird.“
Walter Tafelmaier 2006

Biografie
Geboren 1935 in München. Lebt und arbeitet in Ottobrunn bei München. Absolvierte eine Malerlehre und Meisterprüfung. 1958–1963 Studium an der Akademie der Bildenden Künste in München. Lehrtätigkeit in München. Einer der herausragendsten Plakatkünstler Deutschlands. 1964 erhält er den Kunstpreis der Stadt München, 1972 den Preis bei der 4. Biennale für Druckgrafik in Krakau und. 1976 den Preis des Art Council bei der Biennale für Druckgrafik in Bradford. Ab Ende der 70er Jahre zieht sich Walter Tafelmaier weitgehend vom öffentlichen Kunstbetrieb sowie von der Plakatgestaltung zurück. Unterbrochen von der großen Rauminstallation im Kloster Schäftlarn im Jahre 1992 beginnt er erst wieder etwa 20 Jahre später mit Ausstellungen.
Seine ersten Künstlerbücher mit Radierungen entstanden zwischen 1961 und 1963. Im Rahmen seiner Werkphase der Handschuhe, die dann in der großen Aktion des „Fingerfestes" gipfelte, griff Tafelmaier ab ca. 1970/71 zur Xerografie, um mit diesem technischen Mittel seine künstlerischen Überarbeitungen umzusetzen. Diese, von ihm auch Bildergänzungen genannte Methode entwickelte er bis heute kontinuierlich weiter. Zeichnungen werden kopiert, weiter bearbeitet, wieder kopiert... Wichtig bei der Arbeit von Tafelmaier ist dabei, dass er nicht einen Endzustand anstrebt, sondern die einzelnen gestalterischen Schritte wichtige Bestandteile seines Werkes sind.
Außer Radierungen entstanden Zeichnungen, Collagen, Objekte, Fotografien und bis heute rund 400 Künstlerbücher. Wenige immer wieder umkreiste existentielle Themen bezeichnen einen Kosmos von großer ästhetischer Kraft.

Ausstellungen (Auswahl)

Einzelausstellungen
Neue Münchner Galerie, 1966
Kunstkabinett Fischer, Ingolstadt 1966
Gewerbemuseum Nürnberg 1966
Kunstverein München 1968
Kunstverein Ingolstadt 1971
Goethe-Institut, New York 1972
Kunstbibliothek Berlin 1974
Grafische Akademie, München 1983
Kloster Schäftlarn, 1992
Kunstpavillon, München 2004
Städtische Galerie Erlangen 2006

Gruppenausstellungen
Haus der Kunst, München 1959–2002
Kunstverein München 1961
Staatliche Kunsthalle, Baden-Baden 1963–64, 1980
Kunsthalle Recklinghausen, Berlin, Kassel 1965
Kunstverein Ingolstadt 1966, 1968
Staatliche Graphische Sammlung München 1970, 1975
Kunsthalle Bremen 1972, 1975
Städtische Galerie Erlangen 2003, 2004

Bibliografie
Walter Tafelmeier. Erste Gesamtausstellung 1964–1971. Katalog der Ausstellung Kunstverein Ingolstadt, 1971
Armin Sorge: Walter Tafelmaier – Künstlerbuch und Copy Art. In: Walter Tafelmaier. Eineinblick. Zeichnungen von 1967 bis 2002. Ausstellungskatalog Galerie im Ganserhaus, Wasserburg 2002
Fischer, Karl Manfred, Puyplat, Lisa (Hg.): Walter Tafelmaier. Furchenwendig. Werkausschnitte von 1956–2006, Radierungen, Zeichnungen, Gouachen, Collagen, Objekte, Bücher. Katalog der Ausstellung Städtische Galerie Erlangen, Nürnberg 2006

Stand: 5.11.2008