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Cy Twombly
8 Odi de Orazio
1968
Mappe mit 16 Original-Lithografien, Vorder- und Rückseite sind bedruckt
Exemplar Nr. 45 von 100 signierten und nummerierten Exemplaren
Exemplare 1–30 durchgehend signiert und nummeriert,
Exemplare 31–100 auf jeweils einem Blatt nummeriert und signiert
Druck: Sergio Tosi, Mailand, unter der Leitung des Künstlers
Größe: 31,5 x 44 cm
Erworben 1979
Biografie
Geboren 1928 in Lexington/Virginia. Lebt und arbeitet in Rom. 1948–1951
Studium an der Boston School of Fine Art, an der Lee University in Lexington
und an der Art Students League in New York. 1951–1952 auf Einladung
von Robert Rauschenberg Studium am Black Mountain College in Beria/ North
Carolina, wo er Kurse von Franz Kline und Robert Motherwell besucht. 1955–1956
Lehrauftrag am Art Department des Southern Seminary Junior College, Buena
Vista/Virginia. 1957 Übersiedlung nach Rom. Cy Twombly zählt
zu den wichtigsten Vertretern der zeitgenössischen amerikanischen
Kunst. In Auseinandersetzung mit dem Abstrakten Expressionismus, aber
auch unter dem Eindruck von Klee entwickelte Twombly ein sensibles Geflecht
von Zeichen, Worten, Zahlen und gegenständ-lichen Fragmenten. Mit
der Übersiedlung nach Italien verknüpfte er dieses Psychogramm
mit mythologischen und literarischen Bezügen. Zu den linearen Elementen
treten nun stärker malerische Komponenten. Farbflecke in intensiven
Tönen akzentuieren Linien und Bildgrund. In den 60er Jahren entstehen
„Schultafel“-Bilder auf grau-grünem Grund, auf denen
der Akt des Schreibens in eine physische Geste verwandelt wird. Mitte
der 70er Jahre werden Twomblys Werke vielschichtiger. Mit ein-collagierten
Blättern und verschiedenen Malmitteln schafft er expressive Strukturen.
Von Bild zu Bild lösen sich die grafischen Elemente stärker
in heftige Farbwirbel auf, um in die fauvistisch anmutenden Blumenbilder
der 90er zu münden. Seit 1955 begleiten weiß bemalte, plastische
Arbeiten aus Fundstücken und einfachen Materialien das malerische
Werk. Seine Bilder vereinen Züge der abstrakten Malerei mit schriftzugartigen
Zeichnungen, und trotz der zurückhaltenden Ausdrucksmittel und der
filigranen Technik wirken seine großformatigen Gemälde monumental.
Er arbeitet vorwiegend in
Serien und fasst seine Bilder häufig in Zyklen zusammen.
Bibliografie/Ausstellungen (Auswahl)
Lambert, Y., Twombly, C.: Catalogue raisonné des œuvres sur
papier, 1973–1976, Bd. 6, Multhipla, Mailand 1979
Bastian, H., Twombly, C.: Das Graphische Werk 1953–1984. A Catalogue
Raisonné of the Printed Graphic Work, Schellmann, München/New
York 1984
Sylvester, J. (Hg.): Cy Twombly in der Eremitage St. Petersburg. Fünfzig
Jahre Arbeiten auf Papier, Katalog, St. Petersburg 2003/04
Leeman, Richard: Cy Twombly, Schirmer/Mosel, München 2005
Einzelausstellungen
Museum Haus Lange, Krefeld 1965/1981 (Katalog)
Steelijk Museum, Amsterdam 1966 (Katalog)
Kunsthalle Bern 1973 (Katalog)
Kunstmuseum Bern 1973 (Katalog)
Städtische Galerie im Lenbachhaus, München 1973 (Katalog)
Kestner-Gesellschaft, Hannover 1976 (Katalog)
Staatliche Kunsthalle, Baden-Baden 1984
Kunsthaus Zürich 1987 (Katalog)
Städtische Kunsthalle, Düsseldorf 1987 (Katalog)
Centre Georges Pompidou, Paris 1988
Alte Pinakothek, München 2002
Gruppenausstellungen
32./38./39. Biennale, Venedig 1964/78/80
documenta 6/7, Kassel 1977/82
Westkunst, Köln 1981
Stand: 8.10.2005
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