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Fritz Winter
ohne Titel
1958
Lithografie auf Bütten
Exemplar Nr. 14 von 50 signierten
und nummerierten Exemplaren
Größe: 38,0 x 53,5 cm
Erworben 1983
ohne Titel
1958
Lithografie auf Bütten
Exemplar Nr. 10 von 50 signierten
und nummerierten Exemplaren
Größe: 38,0 x 53,5 cm
Erworben 1983
Biografie
Geboren 1905 in Altenbögge, gestorben 1976 in Herrsching am Ammersee.
1919–27 Ausbildung zum Elektriker; Elektromonteur und Bergmann.
1924 arbeitslos. Erste Zeichnungen. 1927–30 Studium am Bauhaus Dessau.
1930 Übersiedlung nach Berlin. 1931/32 Lehrtätigkeit an der
Pädagogischen Akademie Halle/Saale. 1933 Umzug nach Allach bei München,
1935 nach Dießen/Ammersee. 1937 Malverbot. 1939–45 Soldat
an der Ostfront. 1946–49 Kriegsgefangenschaft. 1949 Gründungsmitglied
von ZEN 49. 1955–70 Professor an der Hochschule für Bildende
Künste in Kassel. Ab 1929 erste abstrakte Werke in der Bauhaus-Tradition
(Klee). 1944 auf Genesungsurlaub in Dießen entsteht die Serie der
später sogennanten „Triebkäfte der Erde", in der
Winters künstlerische Auffassung klar zum Ausdruck kommt: abstrakte,
im Bildraum kreisende Formen mit gestisch-bewegten Linien in gedämpften,
gleichwohl suggestiven Farben, die seine pantheistische Auffassung belegen.
Nach der Rückkehr aus Sibirien 1949 werden auch informelle Techniken
wie Dripping (Drip Painting), Sgraffito, Schablonenauftrag einbezogen,
die das bildnerische Repertoire um räumliche Werte, Rhythmik der
Formen, Farbkontrast und Helligkeitswerte erweitern. Der konzentrierte
Malakt soll jedoch auch hier eine spirituelle Dimension erschließen.
Winter verarbeitet in seinen Werken sowohl seine Zeit als Bergmann, als
auch die Erinnerungen an die russische Kriegsgefangenschaft. Dabei arbeitet
er anfangs noch mit halborganischen Formen und verwendet erst später
vornehmlich schwarze Zeichen und Balken auf kräftig leuchtenden Farben.
Damit nähert er sich dem Stil der Ecole de Paris.
Bibliografie / Ausstellungen (Auswahl)
Kricke-Güse, S. (Hg.): Fritz Winter – Triebkräfte der
Erde, Münster 1982
Lohberg, G.: Fritz Winter – Leben und Werk, München 1986
Schmidt, J. K. (Hg.): Fritz Winter, Stuttgart 1990
Einzelausstellungen
Kunsthalle, Bremen 1952
Städtisches Museum, Wuppertal 1953
Kunsthalle Mannheim 1953/66
Städtisches Kunstmuseum, Duisburg 1959
Museum am Ostwall, Dortmund 1996
Fritz Winter – Arbeiten auf Papier 1925–1975, Staatsgalerie
Stuttgart 2005
Gruppenausstellungen
documenta 1/2/3, Kassel 1955/59/64
25./28. Biennale Venedig 1950/56
Stand: 8.10.2005 |
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