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Presse-Information 16. August
2004
22. August – 3. Oktober 2004
Meister der tschechischen Fotografie – Václav Chochola
Fotografien 1941–1999
Städtische Galerie Erlangen
Palais Stutterheim, Marktplatz 1, 91054 Erlangen
Öffnungszeiten: Di-Fr 10–18 Uhr, Sa/So 10–17 Uhr
Europa wächst seit einigen Jahren wieder zusammen.
Das führt zu Entdeckungen, gerade auch im Bereich der Kunst und Fotografie.
Der Blick auf die tschechische Kunst und insbesondere die vielen Verflechtungen
mit Deutschland riss in den Dreißiger Jahren weitgehend ab. Nur
einzelne Namen konnten noch zu Begriffen werden. Eine ganze Generation
blieb im Schatten. Unter ihnen Meister der Fotografie wie der 1923 geborene
Václav Chochola, der 81-jährig heute in Prag lebt.
Die Städtische Galerie Erlangen stellt sein Werk in einer großen
Retrospektive jetzt erstmals in Deutschland vor. Der umfassende Rückblick
präsentiert den Prager Fotografen nicht nur als Meister des Situationsporträts,
der Berühmtheiten seiner Zeit wie Pier Paolo Pasolini, Jean-Louis
Barrault oder Daniel Henri Kahnweiler ablichtete – seine Dalí-Fotos
waren bereits im Frühjahr diesen Jahres in der Dalí-Ausstellung
zu sehen –, sondern auch als sensiblen Beobachter seiner Stadt und
seines Landes. Seine teilweise surreal anmutenden Aufnahmen sind voller
Melancholie und Humor.
Zugleich ist er ein unbestechlicher Bildberichterstatter. Zu seinen Themen
dabei zählen u.a. das Theater, Kunst, Kultur und Literatur, aber
auch Sport und Zeitgeschichte. Tschechien in der Zeit des Pro-tektorates
unter Hitler-Deutschland und die Befreiung durch die Sowjets 1945, ein
Nordvietnam, wie es in keiner Weise der kommunistischen »political
correctness« der frühen sechziger Jahre entsprach – Václav
Chochola gibt Einblicke in ein Land, wie wir es so bisher kaum kennen.
Hinweis:
Freitag, 27. August, 18 Uhr
Einführung in Václav Chocholas Werk und seine Zeit:
Jaroslav Marek-Vejvoda, Schriftsteller Prag; anschließend
im Gespräch mit Dr. Jan Hloušek, Stellvertreter des Generalkonsuls,
Generalkonsulat der Tschechischen Republik in München und Wilfried
F. Schoeller, Generalsekretär des PEN-Zentrums Deutschland.
Im Rahmen des 24. Erlanger Poetenfestes 27. – 29. August 2004
Während des Poetenfestes zeigt die Städtische
Galerie außerdem in der Orangerie im Schlossgarten die Ausstellung
„L’infinito – Das Unendliche“, Bilder und Gedichte
zeitgenössischer Künstler zu Gia-como Leopardi, sowie im media.art.zentrum,
Helmstraße 1, „Marjane Satrapi – Persepolis“,
eine auto-biografische Comic-Erzählung.
Auch als Word-Dokument
zum Download
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