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Pressemeldung vom 12. August 2005
Eugen Gomringer zum 80. Geburtstag – Die Poesie
und das Konkrete
Städtische Galerie Erlangen, 20. August – 25. September 2005
Öffnungszeiten: Di–Fr 10–18 Uhr, Sa/So 10–17 Uhr,
Fr 26.8., bis 20 Uhr, Sa 27.8., bis 23 Uhr
Führungen: sonntags jeweils 15 Uhr
Freitag, 26. August 2005, 18 Uhr
Gespräch zwischen Eugen Gomringer und Dietmar Guderian, Mathematiker
und Kunsthistoriker, Freiburg
im Rahmen des 25. Erlanger Poetenfestes
Eugen Gomringer, Wegbereiter der Konkreten Kunst wie der Konkreten Poesie
feiert in diesem Jahr seinen 80. Geburtstag. Aus diesem Anlass widmet
ihm die Städtische Galerie Erlangen eine große Ausstellung
im Rahmen des 25. Erlanger Poetenfestes.
Die Ausstellung ist in drei Teile gegliedert und zeigt:
Gomringer und die Konkrete Poesie – eine Auswahl
seiner Gedichte im Großformat und seiner Publikationen.
Gomringer und Freunde – Werke von Josef Albers,
Max Bill, Hartmut Böhm, Hellmut Bruch, Antonio Calderara, Walter
Dexel, Piero Dorazio, Gerhard Frömel, Heinz Gappmayr, Rupprecht Geiger,
Otto Herbert Hajek, Diethelm Koch, Josef Linschinger, Marcello Morandini,
Heinz-Günter Prager, Vera Röhm, HD Schrader, A. D. Trantenroth,
Günther Uecker, Marcel Wyss, Shizuko Yoshikawa u. a.
Gomringer Wurlitz – eine Fotoserie des Erlangers
Georg Pöhlein.
Durch Eugen Gomringer wurde das Gedicht erstmals "als Gebrauchsgegenstand
definiert". Der Mitbegründer der Konkreten Poesie und "Vater
der deutschen Nachkriegsmoderne – und dies gleichermaßen durch
programmatische Verlautbarungen wie durch extraordinäre poetische
Texte", der "Erfinder, der die Sprache der Literatur nachhaltig
verändert hat" und "den Grund für Eigenentwicklungen
der experimentellen Nachkriegsliteratur gelegt hat" (Karl Riha),
lebt seit langer Zeit in Franken. Von hier aus reist er viel, an Orte
der Auseinandersetzung mit der Sprache und mit der bildenden Kunst. In
Rehau gründete er ein "Institut für Konstruktive Kunst
und Konkrete Poesie", das IKKP.
Leihgaben zur Ausstellung kommen u. a. von Eugen Gomringer, von den Künstlern,
die er produktiv begleitet und gefördert hat und die hier mit Werkbeispielen
präsentiert sind, vom Kunstmuseum Bayreuth und vom Museum für
Konkrete Kunst Ingolstadt. Sie werden ergänzt mit Arbeiten aus der
Städtischen Sammlung Erlangen.
Auf Anregung Eugen Gomringers ist kein Ausstellungskatalog erschienen,
sondern ein Textbuch "Termin bei GO". In neun Kapiteln werden
unterschiedliche Aspekte im Lebenswerk des Künstlers vorgestellt,
seine berühmten "Konstellationen", seine theoretischen
Texte und Manifeste, wichtige Beispiele aus seinem literarischen Werk,
seine Arbeiten für den öffentlichen Raum sowie wichtige Fotodokumente
und Lebensdaten. Eugen Gomringer "Termin bei GO" – Zum
achtzigsten Geburtstag, 94 Seiten, 16 Fotos, 24 Euro.
Außerdem liegt vor: Georg Pöhlein, Gomringer Wurlitz, 102 Seiten,
74 Fotos, Verlag Bibliothek der Provinz, 2002, 37 Euro.
Download-Bilder finden Sie auf unserer Internetseite www.staedtische-galerie-erlangen.de
unter Presse>Eugen Gomringer zum 80. Geburtstag>Bilder-Download-Seite.
Mit freundlichen Grüßen
Lisa Puyplat
Hinweise:
"Mit der Lücke zum Ruhm"
Zum 25. Erlanger Poetenfest am Fr, 26.8., 18 Uhr, Städtische Galerie
Erlangen
Gespräch zwischen Dietmar Guderian und Eugen Gomringer
Dietmar Guderian, Mathematiker und Kunsthistoriker, führt ein Gespräch
mit Gomringer zur Person und zur Sache. Wer ist Gomringer? Dichter, Künstler,
Initiator, Integrator, Kommunikator oder alles zugleich? Und was bedeutet
das Konkrete heute?
[13terStock] Geschichten
aus dem Hochhaus
Ein interaktiver Heimatfilm von Florian Thalhofer und Kolja Mensing
Fr, 26.8., 11–20 Uhr, Sa, 27.8., 10–23 Uhr, Live-Präsentation
mit den Autoren zur "Langen Nacht" des Poetenfestes, So, 28.8.,
10–17 Uhr, media.art.zentrum
Die Städtische Galerie präsentiert im media.art.zentrum einen
Film, in dessen Fortgang sich der Besucher aktiv einbringen kann: Als
die Bundesrepublik in den 70er-Jahren ihren Weg in die Moderne sucht,
verlassen die Architekten und Planer die Zentren der großen Städte.
In dieser Zeit wird im Norden von Bremen die Grohner Düne gebaut.
527 Wohneinheiten, Platz für mehr als 1500 Menschen. Aus dem 13.
Stock kann man weit in die Zukunft sehen. [13ter Stock] erzählt von
hohen Häusern und kleinen Welten, von Schöner Wohnen und Sicher
Leben, von Angst, Architektur und Abenteuer. Vor allem geht es um die
"Heimat im Hochhaus" – und anderswo.
"Wort – Bild: Doppelklang". Rolf Winnewisser
und Felix Philipp Ingold
26.–28.8., Orangerie im Schlossgarten
Fr, 26.8., 16–19 Uhr, Sa/So, 27./28.8., 13–19 Uhr
In Kooperation mit der Städtischen Galerie wird anlässlich der
Verleihung des Erlanger Literaturpreises für Poesie als Übersetzung
an Felix Philipp Ingold eine kleine Auswahl an Arbeiten von Rolf Winnewisser
präsentiert, die seine Freundschaft mit dem Preisträger künstlerisch
dokumentieren. Rolf Winnewisser gehört zu den renommiertesten Künstlern
der Schweiz. Von Beginn an hat er multimedial mit Bild und Wort, Film
und Musik und auch Theater gearbeitet.
(Dieser Text hier auch als verarbeitbares Word-Dokument)
Städtische Galerie Erlangen
Große Galerie, Palais Stutterheim
Marktplatz 1, 91054 Erlangen
Tel. 0 91 31/86 25 33 und 86 27 35, Fax 86 21 17
Öffnungszeiten 10. bis 13. Juni: Do 10-19, Fr 10-21, Sa 10-19, So
10-18 Uhr
sonstige Öffnungszeiten: Di-Fr 10-18, Sa/So 10-17 Uhr
Führungen: sonntags 15 Uhr
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