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Pressemeldung vom 9. Februar
2005
Gerhard Vormwald – Malerei, Zeichnung, Fotografie,
Installation
Vincent Voillat – Video
„Das Medium ist ein Medium ist ein Medium“
Städtische Galerie Erlangen, 19.2.–27.3.2005
Eröffnung: Freitag, 18.2.2005, 19 Uhr
Begrüßung: Lisa Puyplat, Leiterin der Städtischen Galerie
Erlangen
Einführung: Heinz-Norbert Jocks, Düsseldorf
Öffnungszeiten: Di–Fr 10–18 Uhr, Sa/So 10–17 Uhr
Führungen: sonntags, 15 Uhr
Die Wechselbeziehungen zwischen den Künsten waren und
sind ein Schwerpunktthema der Städtischen Galerie Erlangen. Dies
spielt auch im Jahresprogramm 2005 eine wichtige Rolle. Den Anfang macht
eine von dem Publizisten und Experten für künstlerische Grenzüberschreitungen
Heinz-Norbert Jocks („Kunstforum International“) kuratierte
Ausstellung:
Was passiert, wenn einer, da er sich nicht festlegen will, spielerisch
zwischen den Medien agiert? Was hat das eine Medium, was das andere nicht
hat? Wie greifen die unterschiedlichen Medien ineinander? Wo setzen sie
sich voneinander ab? Wo berühren sie sich? Fragen, denen die Ausstellung
„Das Medium ist ein Medium ist ein Medium“ nachspürt.
Präsentiert werden zwei Künstler, Gerhard Vormwald & Vincent
Voillat, beide in Frankreich lebend, die ihre eigene Welt mithilfe verschiedener
Medien kreieren oder beleuchten.
Gerhard Vormwald, bis 1990 einer der gefragtesten Werbefotografen Deutschlands,
der heute in Düsseldorf an der Fachhochschule im Bereich Design Fotografie/Interdisziplinäre
Bildfindung lehrt, ist dabei derjenige, der die unterschiedlichsten Medien
nutzt, um von den standardisierten Bildern abweichende visuelle Welten
beispielsweise durch Bildpaarungen entstehen zu lassen. Er entfacht immer
neue Kontroversen zwischen kunstgeschichtlichen Zitaten und ganz trivialen
Motiven. Das Schöne findet ebenso Einlass wie das Hässliche,
Exotische, das Abseitige oder An-den-Rand-Gedrängte. Scheinbar unkombinierbare
Bilder gehen unerwartete Liaisons ein. Den Rahmen des Realen sprengend,
evozieren sie Poetisches und Narratives, das sich der platten Erklärbarkeit
entzieht. Wenn sich Vormwald als Fotograf auf die ihn umgebende Welt einlässt,
indem er die ihr abgerungenen Bilder aus ihren gewohnten Zusammenhängen
reißt und neue erfindet, so dass sie den Sinn im Sinne der Eindeutigkeit
verlieren und ihre Optik erweitern, so wird er als Maler wie als Zeichner
zu einem sich an dem Realen nur noch vage anlehnenden Bildfiktionär
aus dem Geist des Surrealismus. Als auf dem Land lebender Installationskünstler
sucht er dazu nicht zuletzt auch den Dialog mit den Materialien der Natur.
Ganz anders der in Paris lebende Videokünstler Vincent Voillat, der,
wenn er zeichnet, Konkretes in Abstraktion überführt. Seine
Videos umkreisen immer wieder das Thema der Liebe auf eigensinnige Weise.
Mal zeigt er einen Jungen, der auf jemanden wartet, der nicht kommt, bei
ganz alltäglichen Verrichtungen wie Essen. Mal dokumentiert er die
virtuelle Kommunikation in den Chaträumen. Er hört zu, wie sich
die Menschen dort nicht nur über ihre Liebesgeschichten und Wünsche,
sondern auch über Architektur austauschen. Er konfrontiert das virtuelle
mit dem realen Leben, das dann doch nur in Form eines Chansons erlebbar
ist. Das Medium erweist sich dabei als Katalysator von Gefühlen.
In dieser Ausstellung geht es weniger um den Dialog zwischen den Künstlern
als um die Medien als Ausdrucksverstärker individueller Welten, die
in dieser Ausstellung ihre je eigene Selbstständigkeit behalten.
Mit freundlichen Grüßen
Lisa Puyplat
P.S. Besichtigung der Ausstellung für die Presse bereits ab Donnerstag,
17.2.2005 möglich.
Die beiden Künstler, Gerhard Vormwald und Vincent Voillat, sowie
der Kurator, Heinz-Norbert Jocks, stehen für Gespräche zur Verfügung.
Fotos können abgerufen werden unter www.staedtische-galerie-erlangen.de
> presse > gerhard vormwald/vincent voillat > bilder.
(Dieser Text hier als verarbeitbares Word-Dokument)
Städtische Galerie Erlangen
Große Galerie, Palais Stutterheim
Marktplatz 1, 91054 Erlangen
Tel. 0 91 31/86 25 33 und 86 27 35, Fax 86 21 17
Öffnungszeiten 10. bis 13. Juni: Do 10-19, Fr 10-21, Sa 10-19, So
10-18 Uhr
sonstige Öffnungszeiten: Di-Fr 10-18, Sa/So 10-17 Uhr
Führungen: sonntags 15 Uhr
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