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Pressemeldung vom 2. Februar 2006

Jörg Immendorff: „Gestatten, mein Name ist Geschichte!“
Das druckgrafische Werk 1968–2005

Städtische Galerie Erlangen, 18. Februar bis 2. April 2006
Vernissage: Freitag, 17. Februar 2006, 19 Uhr, Einführung: Dr. Thomas Elsen, Leiter der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts der Kunstsammlungen und Museen Augsburg
Finissage: Sonntag, 2. April 2006, 15 Uhr
Öffnungszeiten: Di–Fr 10–18 Uhr, Sa/So 10–17 Uhr
Führungen: sonntags, jeweils 15 Uhr

Die Städtische Galerie Erlangen stellt in einer repräsentativen Auswahl mit rund 180 Arbeiten erstmals in diesem Umfang das druckgrafische Werk Jörg Immendorffs in Zusammenarbeit mit dem Künstler vor. Immendorff ist einer der wichtigsten deutschen Künstler der Gegenwart. Sein Schaffen ist wie bei kaum einem anderen deutschen Gegenwartskünstler politisch und gesellschaftsbezogen. Es ist mit der Nachkriegsgeschichte Deutschlands, der 68er Generation, der deutsch-deutschen Teilung und der Wiedervereinigung eng verbunden.
Die Ausstellung zeigt seine druckgrafischen Zyklen und Einzelarbeiten von den späten sechziger Jahren bis in die Gegenwart, darunter die großen Zyklen und Serien Lidl Babies, Babel, Café de Flore, Rakes Progress, Rakes Family, Xiu Pei und herausragende druckgrafische Arbeiten zum Zyklus Café Deutschland, der zwischen 1977 und Mitte der achtziger Jahre entstand, auch seine malerischen Werke umfasst, und der Immendorff berühmt machte. Jörg Immendorff behauptete seine figürlich-expressive Kunst mit ihrem gesellschaftskritischen Hintergrund bereits zu einer Zeit, als im Westen Deutschlands vor allem die abstrakte und konzeptuelle Kunst das Feld beherrschten. Ihrem agitativen Impetus gemäß wählte Immendorff auch für seine malerische Arbeit oft eine holzschnittartige Ästhetik. So ist die Druckgrafik ein seine Intentionen noch unterstreichendes Medium. Inhaltlich reflektiert und kommentiert Immendorff oft ironisch in diesen Arbeiten neben der politischen Situation Deutschlands auch die Kunst der Moderne und seine eigene Rolle als Künstler im Kontext von Kunst und Geschichte. Darauf spielt auch das Zitat an, das er leitmotivisch über diese Ausstellung stellte: „Gestatten, mein Name ist Geschichte!“. In ihrem Figuren- und Metaphernreichtum wollen Immendorffs Bilder entschlüsselt werden. Doch stets, darauf weist Immendorff hin, gibt es auf einer weiteren Ebene „ein Bild hinter den Bildern“.
Leihgeber der Ausstellung: Jörg Immendorff; Galerie und Edition Sabine Knust München; Dirk Geuer, Düsseldorf.

Mit freundlichen Grüßen
Lisa Puyplat, Leiterin der Städtischen Galerie Erlangen

P.S. Für die Presse ist die Ausstellung bereits am Donnerstag und Freitag zu besichtigen.
Download-Bilder finden Sie auf unserer Internetseite www.staedtische-galerie-erlangen.de unter
Presse>Immendorff>Bilder-Download-Seite.
Auf die Veranstaltung zur Finissage werden wir noch gesondert hinweisen.

(Dieser Text hier auch als verarbeitbares Word-Dokument)

Städtische Galerie Erlangen
Palais Stutterheim
Marktplatz 1, 91054 Erlangen
Tel. 0 91 31/86 25 33 (Galerie) und 86 27 35 (Geschäftszimmer), Fax 86 21 17
Öffnungszeiten Di-Fr 10-18, Sa/So 10-17 Uhr

Führungen: sonntags 15 Uhr

 
 

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