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Pressemeldung vom 23. März 2006
Walter Tafelmaier – furchenwendig
Werkauswahl 1956–2006
Städtische Galerie Erlangen
8. April – 21. Mai 2006
Die Städtische Galerie Erlangen lässt mit dieser Ausstellung
ein künstlerisches Lebenswerk entdecken, das in rund 50 Jahren nahezu
unbemerkt von der Kunstöffentlichkeit entstand.
Walter Tafelmaier, geboren 1935, in Ottobrunn bei München lebend,
gehörte in den sechziger und siebziger Jahren zu den herausragenden
deutschen Grafikern und Plakatkünstlern. Die Städtische Galerie
präsentiert nun sein freies künstlerisches Werk in einer umfassenden
Schau: von den frühen Radierungen, mit denen er in den späten
fünfziger Jahren erste große Aufmerksamkeit fand, bis zu den
großenteils farbigen Zeichnungen und Künstlerbüchern.
Die Radierungen mit ihrem „Pandämonium böser Figuren“
zwischen Mensch und Tier in ihrer skurrilen und nicht selten karikaturhaften
Figürlichkeit setzten bereits früh seinen Anspruch, der bis
heute virtuose Technik, sparsame Farbigkeit und dichte Ausdruckskraft
miteinander verbindet. Zu sehen sind ferner frühe Collagen, Gouachen
und Objekte, vor allem aber seine Zeichnungen. Er fügt sie zu Serien,
immer neuen Varianten und zu Raum-Installationen. Nicht zuletzt zeigt
diese Ausstellung auch eine große Auswahl aus den rund 450 Künstlerbüchern.
Das Buch ist neben der Zeichnung das zweite bevorzugte Ausdrucksmittel
Walter Tafelmaiers. Elementare Motive wie Kreuz, Mensch, Landschaft, Totenkopf
und Maske zählen zu den immer wiederkehrenden Themen. Entgegen heutigen
künstlerischen Trends vertritt Walter Tafelmaier eine Position, die
eine existenzielle Innenschau mit ästhetischer Unerbittlichkeit und
Intensität verbindet.
Zur Ausstellung erscheint im Verlag für moderne Kunst Nürnberg
ein Katalogbuch: 160 Seiten, 165 Abbildungen, Texte von Heinz-Norbert
Jocks und Lisa Puyplat, 32 Euro, und als Sonderedition das Katalogbuch
mit einem signierten und nummerierten Auflagen-Original, 60 Euro.
Mit freundlichen Grüßen
Lisa Puyplat, Leiterin der Städtischen Galerie Erlangen
P.S. Für die Presse ist die Ausstellung bereits
am Donnerstag und Freitag zu besichtigen.
Auf die Veranstaltung zur Finissage werden wir noch gesondert hinweisen.
(Dieser Text hier auch als verarbeitbares Word-Dokument)
Städtische Galerie Erlangen
Palais Stutterheim
Marktplatz 1, 91054 Erlangen
Tel. 0 91 31/86 25 33 (Galerie) und 86 27 35 (Geschäftszimmer), Fax
86 21 17
Öffnungszeiten Di-Fr 10-18, Sa/So 10-17 Uhr
Führungen: sonntags 15 Uhr
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