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Pressemeldung vom 16. August 2006

Video & Literatur
Christelle Lheureux und Franz Dobler, Thierry Kuntzel, Juan Castro

Anlässlich des 26. Erlanger Poetenfestes, 24. bis 27. August 2006
Städtische Galerie Erlangen, 26. August – 24. September 2006
Performance mit Christelle Lheureux und Franz Dobler am Freitag, 25. August, 22 Uhr

Öffnungszeiten: Di–Fr 10–18 Uhr, Sa/So 10–17 Uhr, Fr, 25.8., 10–23 Uhr, Sa, 26.8., 10–23 Uhr, So, 27.8., 10–17 Uhr
Führungen: sonntags, jeweils 15 Uhr
Zur Eröffnung der Ausstellung „Video & Literatur“ in der Städtischen Galerie gibt es eine Performance (Uraufführung). Der Schriftsteller Franz Dobler spricht live seinen eigens für das Video „Prähistorische Erfahrung“ von Christelle Lheureux geschaffenen Text. Das Video hat Lheureux in Anlehnung an einen Film des Japaners Mizoguchi gedreht. Dazu lässt sie sich von Schriftstellern, die das Original nicht kennen, Dialoge schreiben. Die ewig gleichen Bilder erweisen sich als so mehrdeutig, dass sie in die-sen Texten immer neue Bedeutungen annehmen.
Christelle Lheureux, Künstlerin und Filmemacherin, 1972 geboren, lebt in Paris. Sie gehört zu den wichtigen und bekanntesten der jungen französischen Video-Künstler. Ihre Video-Installationen und Filme waren bisher unter anderem im Palais de Tokyo, im Centre Pompidou und im Musee d’art Mo-derne von Paris zu sehen, im De Appel in Amsterdam, im O.K. Zentrum für Gegenwartskunst in Linz, im Magasin von Grenoble, im Haus der Kulturen der Welt in Berlin, und bei der Biennale von Lyon, sowie bei Film-Festivals in Rotterdam, Marseille, Bangkok, Vancouver u.a. Bei ihren Projekten arbeitet Lheureux meist mit anderen Künstlern, so mit Filmemachern, Architekten und Schriftstellern, zusam-men.
Der ebenfalls in Paris lebende Künstler Thierry Kuntzel verfolgt einen anderen Weg parallel zur Litera-tur. Für ihn ist das Video eine Kunst der Verlebendigung von Phantomen. In seinem Video „Retour dans la neige“ befasst er sich mit dem Tod von Robert Walser im Schnee mithilfe eines Fotoporträts des Schriftstellers. Dessen Blick und dessen Gesichtszüge scheinen da mit deren Betrachter zu kom-munizieren.
Der in Köln lebende Peruaner Juan Castro schließlich erzählt die Geschichte einer nur scheinbar ziel-losen Suche, die zu einer so labyrinthischen wie geheimnisvollen Reise durch die nächtlichen Straßen von Istanbul wird. Mit Klängen unterlegte Bilder werden zu seltsamen Zeichen eines Inneren Mono-logs. Die Außenwelt mutiert zur Innenwelt.
Die Ausstellung wird von Heinz-Norbert Jocks kuratiert.
Mit freundlichen Grüßen

Lisa Puyplat, Leiterin der Städtischen Galerie Erlangen

P.S. Bei der Performance am Freitag um 22 Uhr sind Christelle Lheureux, Juan Castro und Heinz Norbert Jocks anwesend.

(Dieser Text hier auch als verarbeitbares Word-Dokument)

Städtische Galerie Erlangen
Palais Stutterheim
Marktplatz 1, 91054 Erlangen
Tel. 0 91 31/86 25 33 (Galerie) und 86 27 35 (Geschäftszimmer), Fax 86 21 17
Öffnungszeiten Di-Fr 10-18, Sa/So 10-17 Uhr

Führungen: sonntags 15 Uhr

 
 

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