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Pressemeldung vom 19. Juli 2007

Beate Passow – Miles and More
28. Juli – 23. September 2007
Städtische Galerie Erlangen im Museumswinkel, Luitpoldstraße 47
Eröffnung der Ausstellung am Freitag, 27. Juli 2007, 19 Uhr
Seit vielen Jahren ist Beate Passow (*1945) bekannt durch ihre reflektierende, kritische Kunst. Sie befasste sich intensiv mit der jüngsten deutschen Geschichte und mit aktuellen, gesellschaftlichen Phänomenen. Ihren internationalen Ruf begründeten fotografische Werkkomplexe zu Themen wie „Wunden der Erinnerung“ (zusammen mit Andreas von Weizsäcker), „Zähler/Nenner“ – eine Arbeit über Menschen, die Auschwitz überlebt haben – oder „Rahmenbedingungen“ und „Bundesbrüder“, bei denen es um aktuelle faschistische Tendenzen in Deutschland geht. Die Ausstellung „Miles and More“ zeigt einen neuen Aspekt im Schaffen Beate Passows. In den Arbeiten verbinden sich ihr Interesse am Menschen und die Auseinandersetzung mit außereuropäischen Kulturen. So zeigen die teils großformatigen Fotos Phänomene, die auf eine Auswirkung von Gewalt am Menschen vor einem bestimmten kulturellen Hintergrund verweisen. Zu sehen sind Bilder von Frauen in Burkas in Europa, von Bettlern in Pakistan, denen man als Kind die Köpfe kleingebunden hat, chinesische Prostituierte in Lhasa, Tibet, einem Land, das die Prostitution früher nicht kannte, und die letzte Generation jener Frauen in China, denen man noch die Füße schnürte, weil kleine Füße als besonders erotisch galten. Die Künstlerin, die sich gleichermaßen als Forscherin und Reporterin betätigt, klagt jedoch nicht an, sondern sucht die kulturellen Erscheinungen zu begreifen und begreifbar zu machen.
Es ist ein Katalog erschienen, 79 S., 59 Abb., 24 Euro.
Hinweis:
Anlässlich des Endes der Ausstellung am 23. 9. spricht am Samstag, 22. 9., 17 Uhr, Dr. Wolfgang Ullrich, der zu den renommiertesten deutschen Kunst-Publizisten zählt, über Phänomene zeitgenössischer Kunst im Allgemeinen und über den Rezipienten im Besonderen. Der Titel seines Vortrags: „Ein bisschen dumm“ – Die Rollen des Kunstrezipienten.
Städtische Galerie Erlangen im Museumswinkel, Luitpoldstraße 47, 91052 Erlangen
Öffnungszeiten: Di–Fr 11–19 Uhr, Sa/So 11–18 Uhr, Führungen: So 16 Uhr
Postanschrift: Gebbertstraße 1, 91052 Erlangen, Tel. 09131/862735, Fax 09131/862117
galerie@stadt.erlangen.de, www.staedtische-galerie-erlangen.de

Mit freundlichen Grüßen


Lisa Puyplat
Leiterin der Städtischen Galerie Erlangen

PS: Für die Presse ist die Ausstellung bereits ab Donnerstagnachmittag geöffnet. Downlaod-Bilder auf
www.staedtische-galerie-erlangen.de

(Dieser Text hier auch als verarbeitbares Word-Dokument)

Städtische Galerie Erlangen
Palais Stutterheim
Marktplatz 1, 91054 Erlangen
Tel. 0 91 31/86 25 33 (Galerie) und 86 27 35 (Geschäftszimmer), Fax 86 21 17
Öffnungszeiten Di-Fr 10-18, Sa/So 10-17 Uhr

Führungen: sonntags 15 Uhr

 
 

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