| Pressemeldung
vom 24.03.2009
Malerei³– Hybrid Painting
Lisa Haselbek, Jürgen Paas, Christian Stock
4. April – 3. Mai 2009
Städtische Galerie Erlangen
Eröffnung der Ausstellung: Freitag, 3. April, 19 Uhr
Begrüßung: Dr. Herbert Kurz, Leiter des Kultur- und Freizeitamtes
Erlangen
Einführung: Mag. Günther Moschig, freier Kurator, Innsbruck
Die Künstler sind anwesend.
Die Städtische Galerie Erlangen stellt vom 4. April bis zum 3.
Mai 2009 drei Künstler vor, die sich als Grenzgänger zwischen
den Gattungen verstehen. Weder reine Malerei, Skulptur, Objekt oder Installation,
entzieht sich ihr Werk einer eindeutigen und kategorischen Klassifizierung.
Ausgangspunkt der KünstlerInnen Lisa Haselbek (Nürnberg), Jürgen
Paas (Essen) und Christian Stock (Wien) ist die Malerei – Malerei,
die nicht an das klassische Tafelbild und einen alleinigen Bildträger
gebunden ist, sondern in den Raum expandiert und sich aus mehr-schichtigen
Informationsträgern zusammensetzt. Malerei, die zum Bildobjekt, zur
Raum-Installation oder zum Bewegt-Bild wird – Malerei in Fläche,
Raum und Zeit.
Trotz dieses gemeinsamen Nenners vertreten die Arbeiten ästhetisch
unterschiedliche und mehrdeutige Positionen und zeigen in ihrer individuellen
Präsenz Aktualität.
Lisa Haselbeks Arbeiten entstehen aus modellhaften Bildobjekten, aus denen
die Künstlerin Details fotografisch oder malerisch herauslöst
und in Wandinstallationen zu einem neuen Bedeutungszusammenhang kombiniert.
Um die Metamorphose des Bildes geht es auch in ihren Filmen und Animationen.
Die dem entstehenden Bild innewohnenden unterschiedlichen Möglichkeiten
der Realisation werden als gleichwertige Lösungen vorgeführt.
Im Wechseln der medialen Ebenen verbildlicht Lisa Haselbek einen viele
Möglichkeiten einschließenden Prozess, der schließlich
die Re-Auratisierung des vorher dekonstruierten Bildes wieder mit einschließt.
Jürgen Paas installiert materialintensive Farbarchive als offene
und gedanklich veränderbare Systeme. Der Künstler versammelt,
schichtet und konzentriert industriell gefertigte Bildtafeln oder Farbelemente
zu Bildblöcken, die als energetische Metaphern für Malerei stehen.
In der jüngsten Werkserie kombiniert Jürgen Paas vorgefertigte
PVC-Farbbänder – als Kreise aufgewickelt und auf Aluminiumwellen
geschichtet – mit Raum auslotender Flächenmalerei auf der Wand.
Erst im Raumkontext entstehen offene Bezüge, die den Betrachter als
gleichwertigen Faktor in die Arbeit mit einbeziehen.
Die „Würfelbilder“ von Christian Stock sind im wahrsten
Sinne des Wortes „gegenständliche“ Malerei. Der Künstler
malt monochrom mit Acrylfarbe Schicht um Schicht auf eine quadratische
Leinwand, die im Lauf der Zeit – die Entstehung eines „Würfelbildes“
dauert mehrere Jahre – zu einem dreidimensionalen Würfel heranwächst.
Präsentiert werden sie als an die Wand montierte Farbblöcke,
die vom Betrachter als Objekt, als ein in den Realraum hinein gemaltes
Bild, wahrgenommen werden. In den parallel zur Malerei entstehenden Filmen
geht es ebenfalls um den Faktor Zeit. Christian Stock führt die Kamera
in der Art eines malerischen Gestus: Ohne Unterbrechung und jeglichen
Schnitt fließen Informationen, Farben und Formen durch die Geschwindigkeit
der Bewegung ineinander.
Malerei³ ist Bestandteil der Ausstellungsreihe Hybrid Painting, einem
Konzept von ortart, Raum für aktuelle Kunst in Nürnberg.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Herbert Kurz
Leiter des Kultur- und Freizeitamtes Erlangen
PS: Für die Presse ist die Ausstellung bereits ab Donnerstagnachmittag
zu sehen. Die Künstler sind anwesend.
(Dieser Text hier auch als verarbeitbares
Word-Dokument)
Städtische Galerie Erlangen, Museumswinkel, Luitpoldstraße
47, 91052 Erlangen
Postanschrift: Gebbertstraße 1, 91052 Erlangen, Tel. 09131/862735,
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Führungen: sonntags 16 Uhr
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