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Pressemeldung vom 14. Januar 2009

Noch mal leben vor dem Tod
Fotografien von Walter Schels mit Texten von Beate Lakotta
Ein Ausstellungsprojekt über das Sterben

24. Januar – 15. März 2009
Städtische Galerie Erlangen in Zusammenarbeit mit dem Hospiz Verein Erlangen e.V.

Eröffnung der Ausstellung
Freitag, 23. Januar, 19 Uhr

Es sprechen:
Dr. Elisabeth Preuß, Bürgermeisterin der Stadt Erlangen
Dr. Herbert Kurz, Leiter des Kultur- und Freizeitamtes Erlangen
Dr. Brigitte Hoffmann, 1. Vorsitzende des Hospiz Vereins Erlangen e.V.
Beate Lakotta und Walter Schels

Kaum etwas bewegt uns so sehr wie die Begegnung mit dem Tod. Doch kaum etwas geschieht heute so verborgen wie das Sterben. Herausgelöst aus Familie und Alltag sind Tod und Sterben zu tabuisierten Erfahrungen unserer Gesellschaft geworden. Der Fotograf Walter Schels und die Journalistin Beate Lakotta baten unheilbar Kranke, sie in ihren letzten Tagen und Wochen begleiten zu dürfen. Aus diesen Begegnungen entstanden einfühlsame Porträts von Menschen, die ihrem Tod sehr nahe sind.
Die großformatigen Schwarz-Weiß-Fotografien entstanden kurze Zeit vor und unmittelbar nach dem Tod der Porträtierten. Die Ausstellung berichtet von den Erfahrungen, Ängsten und Hoffnungen der Sterbenden und lässt sie noch einmal zu Wort kommen.
Die meisten der sechsundzwanzig Porträtierten haben ihre letzte Zeit in einem Hospiz verbracht. Hospize sind Lebensorte für Sterbende. Sie bieten Schwerstkranken die Möglichkeit, ihr Lebensende so schmerzfrei und bewusst wie möglich zu verbringen. Wer hier einzieht, weiß, dass er nicht in seine Wohnung zurückkehren wird. Er weiß, dass er Abschied nehmen muss und dass er nicht mehr viel Zeit hat, seine persönlichen Dinge zu regeln. Nur eine kurze Spanne bleibt, um Bilanz zu ziehen, Frieden mit sich und anderen zu machen, sich mit dem Tod zu befassen und mit der Frage nach dem Danach. Und doch ist hier kaum ein Mensch ohne Hoffnung: auf einige Tage mehr, auf ein Sterben in Würde oder darauf, dass der Tod nicht das Ende von allem sein möge.
Über ein Jahr arbeiteten Walter Schels und Beate Lakotta für diese Ausstellung in der dichten, auf das Wesentliche konzentrierten Atmosphäre der Hospize.
Zur Ausstellung ist ein Bildband erschienen: Beate Lakotta / Walter Schels: Noch mal leben vor dem Tod. Wenn Menschen sterben. 224 Seiten mit 71 Duotone-Abbildungen, 39,90 €, ISBN 978-3-421-05837-9, München 2004.
Der Fotograf Walter Schels, geboren 1936, wurde bekannt durch Charakterstudien von Menschen und Tieren. Beate Lakotta, geboren 1965, ist Redakteurin im Wissenschaftsressort des „Spiegel“. Für ihre 2003 im „Spiegel“ veröffentlichte Reportage „Noch mal leben vor dem Tod“ wurden beide mit dem „Hansel-Mieth-Preis“ ausgezeichnet, für die Porträts erhielt Walter Schels einen zweiten Preis beim Wettbewerb „World Press Photo 2004“. Für den Bildband wurden beide mit dem Ehrenpreis für Künstler und Künstlerinnen 2004 der Bundesarbeitsgemeinschaft HOSPIZ ausgezeichnet, das Buch selbst im Bereich der Fotobildbände mit dem Deutschen Fotobuchpreis 2004.
Einen Prospekt zum umfangreichen und informativen Rahmenprogramm der Ausstellung legen wir Ihnen bei.
Öffnungszeiten: Di–Fr 11–19 Uhr, Sa+So 11–18 Uhr
An den Sonntagen stehen Mitarbeiter des Hospiz Vereins Erlangen e.V. von 15 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung für Hintergrundinformationen und Erklärungen zur Verfügung.

Finissage
Sonntag, 15. März, 17 Uhr
Prof. Dr. Rolf Sachsse: „Ritter, Tod und Teufel auf Bromsilber, Glas und Gelatine – Aspekte des Verhältnisses von Tod und Bild in der Fotografie.“ (Vortrag)

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Herbert Kurz
Leiter des Kultur- und Freizeitamtes Erlangen

Für die Presse ist die Ausstellung bereits ab Donnerstagmittag zu sehen.

(Dieser Text hier auch als verarbeitbares Word-Dokument)

Zum Begleitprogramm ist ein Faltblatt erschienen, das hier als PDF heruntergeladen werden kann.

 

Städtische Galerie Erlangen, Museumswinkel, Luitpoldstraße 47, 91052 Erlangen
Öffnungszeiten: Di–Fr 11–19 Uhr, Sa/So 11–18 Uhr, Führungen: sonntags 15-18 Uhr und nach Vereinbarung; Eintritt Euro 5,-, ermäßigt Euro 3,-
Postanschrift: Gebbertstraße 1, 91052 Erlangen, Tel. 09131/862735, Fax 09131/862117 und 862533
galerie@stadt.erlangen.de, www.staedtische-galerie-erlangen.de

 

 
 

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